MeinungVon den Großen profitieren

YACHT

 · 11.10.2025

Meinung: Von den Großen profitieren
YACHT-Woche – Der Rückblick
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Liebe Leserinnen und Leser,

​sie sind Fahrtensegler, älter als 45 Jahre und segeln Boote mit Längen zwischen 30 und 45 Fuß – meist in der Ost- und Nordsee aber auch auf unseren Binnenrevieren. Wenn Sie Chartern, zieht es Sie in die klassischen Mittelmeer-Reviere Griechenland, auf die Balearen oder nach Kroatien. Sie sind interessiert an allen Neuheiten, die die Branche zu bieten hat – seien es Boote, Ölzeug, Rettungswesten und Hardware. Aus regelmäßigen Befragungen kennen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, gut - doch wir wollen immer dazulernen.

Unsere Redaktion besteht aus leidenschaftlichen Seglerinnen und Seglern, die ihr Ohr am Steg haben und die tief in der Szene verwurzelt sind. Als Eigner und Charterskipper haben wir die gleichen Sorgen wie Sie. Wir ärgern uns über die Preissteigerungen bei den Liegeplätzen, Krangebühren und Kurtaxe im Hafen. Auch unsere Saison ist - jedes Jahr aufs Neue - einfach zu kurz und uns erwartet das Winterlager. Puh! Wer hat – außer meinem Kollegen Hauke Schmidt - schon Lust auf die klammen Stunden in der kalten Halle?!

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Unsere Expertise und Leidenschaft für das Segeln hilft uns, Ihnen viel Lesestoff zu bieten. Das sind Geschichten und Nachrichten, die Sie hoffentlich fesseln, unterhalten und informieren. Natürlich dürfen wir neben dem Fahrtensegeln – ihrem liebsten Thema - alle anderen Aspekte nicht außer Acht lassen. Wir wollen den Optisegler gleichermaßen glücklich machen, wie den Boris Herrmann-Fan, Weltumsegler und Soloskipper. Dazu kommt eine spannende Vielfalt an Booten und leidenschaftlichen Menschen, über die wir schreiben dürfen.

Mir persönlich liegt die Heftrubrik „das besondere Boot“ am Herzen, denn hier haben wir die Möglichkeit die außergewöhnlichsten Schiffe der Welt vorzustellen. Von der gaffelgetakelten Z-Jolle, über wunderschöne Retroklassiker bis hin zur Superyacht. Mich inspiriert die Vielfalt der Entwürfe und die Technik hinter den Bauten. Bekamen wir vor Jahren noch Leserkritik für die Veröffentlichung der ein oder anderen segelnden Superyacht, finden wir jetzt regelmäßig lobende Worte für die Berichterstattung über die Riesen. Warum auch nicht? Kramen Sie nicht Ihr Fernglas aus dem Schapp, wenn eine große Segelyacht in die Bucht segelt und vor Anker geht? Wer ist der Eigner, welche Werft hat gebaut und welcher Konstrukteur gezeichnet? Auch wenn diese Luxusyachten für einen Großteil der YACHT-Leser unerschwinglich sind, der Blick durchs Schlüsselloch in diese Welt ist spannend und die Technologie hinter den Einzelbauten faszinierend. Zumal wir Normalsterblichen vom Innovationstransfer der Superyachten in den Serienbootsbau profitieren. Das reicht von der Deckshardware über die Segel bis hin zu Konstruktionsmethoden und Bordelektronik.

Wie der aktuelle Markt zeigt, orientieren sich einige Werften ohnehin in Richtung der ultrareichen Klientel. Zum Glück ohne die kleineren Linien zu vernachlässigen, wie Hallberg-Rassy mit ihrer neuen 370 zeigt. Ein spannendes Boot, dass wir zeitnah für Sie in Ellös testen werden.

Ein Beispiel für den Drang ins Superyachting kommt von Werftchef Magnus Rassy mit seinem 20,96 Meter langen Flaggschiff Hallberg-Rassy 69, der „Königin der Fahrtenyachten“. Auch Nautor sorgte kürzlich für Furore und peilt mit dem neuen 44-Meter-Modell SwanAlloy 44 eine neue Kundschaft an. Die Katamaran-Werften Lagoon und Fountaine Pajot weiten ihr Portfolio ebenfalls nach oben aus, mit der acht Millionen Euro teuren Lagoon Eighty 2, die kürzlich auf der Monaco Yacht Show vorgestellt wurde und der 35 Meter langen FPY 110 S, die ab 2018 aus La Rochelle ablegt. Kostenpunkt: 18 Millionen Euro.

Ja, diese Modelle gehen an unserer Stammleserschaft vorbei und doch sichern sie die Existenz der Werften, deren kleinere Modelle wir schätzen und segeln. Denn sie helfen den Bootsbauern ihre Betriebe auszulasten und wieder in kompaktere Modelle zu investieren.

Es passiert aktuell viel im Serienboot-Segment. Nach einem mauen 2025 mit wenigen Neuheiten, konnte die Jury von „Europas Yachten des Jahres“ dieses Jahr 23 Kandidatinnen nominieren – drei aus deutscher Fertigung. Unser Herausgeber Jochen Rieker fasst es so zusammen: „Ob aus Groß- oder Kleinstserie, ob bei Performance Cruisern, Fahrtenbooten oder Aluminium-Explorern – in allen Bereichen des Yachtbaus weht wieder eine frische Brise.“ Es bleibt also spannend.

Welche Themen ziehen Sie besonders an, welche Bereiche des Segelsports sollen wir Ihrer Meinung nach verstärkt beleuchten? Schreiben Sie uns: mail@yacht.de.

Martin Hager

YACHT-Chefredakteur


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Ein Sturm hat am Sonntag (27.09.) im Hafen von Marblehead in den USA Boote von ihren Moorings gerissen. Mehrere Boote sind gestrandet oder gesunken.


Oyster 36M

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Oyster Yachts erweitert sein Modellportfolio nach oben: Die neue Oyster 36M ist eine 36-Meter-Slup mit Linien von Frers Naval Architecture. Das Flaggschiff soll den Komfort einer Superyacht mit den Anforderungen langer Blauwassertörns verbinden und lässt Eignern viel Spielraum bei Layout, Ausrüstung und Segelplan.


MOB beim Silverrudder 2026

Beinahe zu spät – was nach der Rettung bekannt wurde

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Beim Silverrudder 2026 ging ein Segler nachts über Bord. Was danach über die dramatische Rettung bekannt wurde: Mitsegler und Seenotretter berichten.


Seenot

Stahlsegler vor Skagen gestrandet

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Drei Seemeilen vor Skagen sitzt ein Stahlsegelboot im Sand fest, die Brandung schlägt gegen die Bordwand. Was folgt, ist ein Wettlauf mit Pumpen, Schleppleinen und einem Hubschrauber.


Route du Rhum

Viel Prominenz und Herrmanns erstes Solo mit “Malizia 4”

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Für Boris Herrmann und die neue "Malizia 4" läuft der nächste Countdown. Am 1. November fällt der Startschuss zur Route du Rhum mit viel Offshore-Prominenz.


Elektrik

Fimwareupdate für den Victron Orion XS, jetzt lädt er im Notfall auch rückwärts

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Firmware 1.15 macht den Victron Orion XS zur Notlösung bei leerer Starterbatterie. Was die Rückladefunktion kann und wo ihre Grenzen liegen.


First 36 Spirit

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Beneteau ergänzt die First 36 um eine dritte Variante: Die neue Spirit setzt auf einen einfacheren Ausbau und einen niedrigeren Einstiegspreis. Das Gleitsegelboot feiert im Januar 2027 auf der Messe in Düsseldorf Weltpremiere.


America’s Cup

Luna Rossa dominant – Azzurri siegen sich in Cup-Laune

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Der Rote Mond scheint hell auf Kurs America's Cup: Das italienische Team Luna Rossa hat auch die zweite Vorregatta gewonnen, in Neapel den Maßstab gesetzt.


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Die X-79 ist ein leichter Racer mit Kultstatus. Schnell auf Raumwindkursen, lebendig am Ruder und erstaunlich nutzbar unter Deck. Worauf Käufer achten sollten und ob sich das Gebrauchtboot lohnt.


Interview

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Sechs Monate lang haben die YACHT-Redakteure Ole Puls und Fabian Boerger ihre 54 Jahre alte Erria 25 auf das Vegvisir Race vorbereitet. Doch schon auf dem Weg zum Start lief das Boot voll Wasser. Im Interview sprechen die beiden über die nervenaufreibende Lecksuche, die Entscheidung zum Abbruch des Sturmrrennens – und warum sie nächstes Jahr definitiv wieder an den Start gehen..



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