Hinter der Geschichte von Renate Weineck steckt weit mehr als ein einfacher Solotörn. Nach dem Tod ihres Mannes zog sich die 77-Jährige für knapp zwei Jahre zurück. Für das Paar war das Bootfahren ein gemeinsames Hobby. Als ihr Mann schwer erkrankte und starb, brach für sie ein gemeinsames Leben weg. Doch nach einer langen Phase der Trauer begann sie, sich Schritt für Schritt neu zu orientieren. Sie verkaufte das gemeinsame Boot und suchte nach einem Modell, das sie auch allein sicher fahren und auf dem sie länger leben kann.
Im YACHT-Podcast erzählt Renate Weineck sehr offen, was ihr das Alleinsein an Bord gibt. Für sie bedeutet Freiheit vor allem, selbst entscheiden zu können: morgens aufzuwachen und ohne Absprache festzulegen, wohin es mit ihrem “Rumtreiber” geht. Diese Unabhängigkeit ist für sie kein Rückzug, sondern eine bewusste Form, das Leben weiterzuleben.
Dabei bleiben Höhen und Tiefen nicht aus: Sie berichtet von einem echten Horrortrip auf See, als sie auf der Strecke von Ystad nach Wieck in schweres Wetter geriet, querlaufende Wellen sie ausbremsten und sie für 65 Meilen neun Stunden brauchte. Sie erzählt, wie ihr dabei AIS, Autopilot und ihre persönliche Einstellung geholfen haben.
An Land bleibt ihr Blick praktisch und klar: Renate Weineck spricht über Reparaturen, Winterlager, hohe Spritpreise und über die oft hilfsbereiten Reaktionen anderer, wenn sie allein im Hafen anlegt. Sie verrät, wie sie mit Einsamkeit umgeht, warum Bücher und Gelassenheit zu ihrer Bordroutine gehören und welchen einfachen, aber wichtigen Rat sie anderen Alleinfahrern gibt.
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Hier finden Sie den Artikel unseres Schwestermagazins BOOTE über Renate Weineck.

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion
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