MeinungKennen Sie Youtube?

YACHT

 · 12.04.2025

Meinung: Kennen Sie Youtube?
YACHT-Woche – Der Rückblick
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Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich müsste Nils Günter für das, was er macht, uns Geld zahlen statt umgekehrt. Oder wenigstens eine Vergnügungssteuer abführen. Könnte man denken. Nils, 50, Hamburger, ist Videojournalist und Produzent unserer Videos auf YACHT-TV, unserem Youtube-Kanal.

Youtube, Sie wissen schon, diese Plattform, auf der man Videos gucken kann. Kennen Sie nicht? Weiter unten gibt es einen sehr lohnenden Link dorthin.

Zurück zu Nils: Seit 15 Jahren dreht und schneidet er Filme für uns, ist in dieser Zeit an die schönsten Orte der Welt gekommen, hat die schnellsten, spannendsten Boote gesegelt, die interessantesten Leute kennengelernt. Wer seine Videos sieht, muss ihn einfach beneiden. „Ich mache meinen Traumjob“, sagt er. „Ich kann mir nichts Besseres vorstellen, als meine Leidenschaft für das Segeln mit meinem Job verbinden zu können.“ Eben, Vergnügungssteuer.

Was viele nicht sehen, ist die teils immense Arbeit hinter den schönen Bildern. „Ich muss mich gegenüber Freunden und Familie immer wieder verteidigen, dass es eben ein Job ist“, sagt Nils. „Alle denken, ich mache die ganze Zeit Urlaub. Weil die Jobs oft an den Orten stattfinden, wo andere Urlaub machen.“

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Nils kam zur Yacht über ein Inserat. Aus der Taufe gehoben hatte YACHT-TV vor über 20 Jahren der Hamburger Videoproduzent Jochen Lueg. Damals spielten wir die Filmchen, die es zu Beginn nur waren, noch auf einer eigenen Plattform ab, wechselten dann zu Youtube. Heute sind es echte Filme, teils bis zu 30 Minuten lang.

Nils wurde von uns gleich ins warme Wasser des Mittelmeeres geworfen, sinnbildlich. „Einer meiner ersten Jobs war ein Video mit Boris Herrmann, kurz vor dem Barcelona World Race 2010“, erinnert er sich. „Mein damaliger Chefredakteur Jochen Rieker sagte, ‚du fliegst jetzt mal nach Barcelona, da hat ein deutscher Profi-Skipper eine große Rennyacht, du gehst ein paar Tage mit dem segeln und begleitest ihn‘. Ich hatte mich bis dato eher mit Fahrtensegelei beschäftigt und hatte kaum eine Ahnung von dem Boot, aber es wurden ein paar richtig coole Tage mit dem damals noch jungen Boris.“ Was er dabei und sonst so alles als YACHT-TV-Videograf erlebte, erzählt er in unserem Podcast.

In dieser Woche passierte für die YACHT etwas Besonderes, was ohne Nils so wohl nicht stattgefunden hätte. Bereits im Januar ging das 1.000. Video auf unseren Kanal, etwa 800 davon hat Nils produziert (welche davon die meistgesehenen sind, können Sie hier lesen…).

In dieser Woche nun sprang der Abonnenten-Zähler unseres Youtube-Channels auf 100.000 – ein Meilenstein!

Und eine Anerkennung für das Engagement der Produzenten, hinter der Kamera, wie Nils, aber auch davor. Denn viele Redakteure, manche noch mit der Schreibmaschine und Bögen mit fünf Durchschlägen angelernt, sind längst zu Entertainern geworden, wenn nicht gar TV-Stars. Jedenfalls, wenn es um Segel-TV geht. Viele Kollegen werden immer wieder in Häfen angesprochen, ungefähr so: „Hej, sagen Sie mal, sind Sie nicht…“

Das kennt Michael Good, 59, Schweizer, nur zu gut. Er hat den Löwenanteil der YACHT-Tests produziert, die zum Kerninhalt unseres Angebotes zählen und zu den am meisten angeklickten Beiträgen gehören. Auch er wandelte sich vom reinen Schreiber zum Multimedia-Journalisten, mit steiler Lernkurve.

„Die Videos für YACHT-TV zu produzieren ist stets ein aufwändiger Akt“, sagt er. „Man muss sich vorbereiten, man muss wissen, was man sagen will und wie man sich hinstellen soll. Wenn der Kameramann dann sagt, ‚läuft‘, ist aber das meiste davon auch schon wieder weg und vielmehr Improvisation gefragt.“ Was mal mehr, mal weniger gut klappt. „Entweder verhaspelt man sich oder etwas funktioniert nicht so, wie es sollte. Da stört dann mal ein überfliegender Düsenjet, jemand läuft mitten durch das Bild oder die Kamera gibt just in dem Moment mangels Batterieleistung ihren Geist auf.“

Diese Momente sind allerdings trotzdem auf dem Chip. „Ich weiß nicht genau, wie viele so genannte ‚Outtakes‘ wir schon produziert haben“, sagt er, „gefühlt müssten es Hunderte sein. Es ist aber erstaunlich, was Nils letztlich dann doch noch aus dem vorhandenen Material zum fertigen Beitrag bei YACHT-TV zusammenschneiden kann. Klasse, wie er das macht!“

Vielen Dank für die Überleitung, Michel. Denn so passt es perfekt, auf ein besonderes Video hinzuweisen, das ab diesen Sonntag, 13. April, ab 12.00 Uhr mittags auf YACHT-TV zu sehen sein wird. Ich möchte hier nicht spoilern, man kann es sicher ahnen, aber es lohnt sich, wie oben erwähnt!

Bleibt mir nur noch, und dies absolut nicht zuletzt, auch wenn es ganz hinten kommt, unseren Usern, Nutzern, Zuschauern zu danken. Sie bestätigen mit Ihrer Treue, dass es gut ankommt, was wir da für Sie machen, dass es sich lohnt.

100.000 Abonnenten, wow das hört sich richtig gut an!

Herzlichst

Lars Bolle

Chefredakteur Wassersport digital


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