Golden Globe RaceDrei neue Videos von hoher See

Kristina Müller

 · 18.10.2022

Golden Globe Race: Drei neue Videos von hoher SeeFoto: GGR / Nora Havel
Die “Olleanna” von Jeremy Bagshaw gehört mit 32 Fuß zu den kleinsten Yachten der Flotte

Sie segeln, tanzen, fluchen, reparieren ihre Boote und müssen trotz weniger Informationen taktische Entscheidungen treffen: Wie die Skipper das Golden Globe Race erleben, zeigen drei neue Filme von Bord

Nach Wochen des Amwind-Segelns, die auf den Start folgten, sowie einer nervenaufreibenden Flaute in den Doldrums müssen die Segler des Golden Globe Race nun ihre Taktik für den Südatlantik und die Route zum Kap der Guten Hoffnung festlegen.

Simon Curwen hält seinen Vorsprung vor dem Rest der Flotte, obwohl ihn ein gebrochenes Genuafall kurzzeitig ausbremste. Er suchte den Schutz der brasilianischen Vulkaninsel Trindade für die Reparatur – der Seegang ließ ein Aufentern in den Mast auf offener See nicht zu.

Verlagssonderveröffentlichung

Damien Guillou holt nach seinem Neustart weiter auf und arbeitet sich an die Gruppe der fünf Führenden heran. Das sind nach gut sechs Wochen auf See: Simon Curwen, Abhilash Tomy, Tapio Lethinen, Pat Lawless und Kirsten Neuschäfer.

Die schnellsten Etmale segelte dabei zuletzt vor allem der indische Skipper Tomy, der stark auf den Führenden aufgeschlossen hat.

Einen direkten Kurs auf Kapstadt kann unterdessen noch keiner einschlagen – bei Ostwind würde das endlos langes Amwind-Gebolze auf den über 2.000 Seemeilen zur Südspitze Afrikas bedeuten. Die Wetterlage gebietet daher vielmehr, zunächst weiter den aktuellen Kurs beizubehalten, um dann südlich des Südatlantikhochs Kurs auf den Indischen Ozean zu nehmen - mit dem Wind.

Das erfordert jedoch für mindestens weitere 1.000 Seemeilen Kurs Süd. Die Segler sind dringend auf Wetterinformationen angewiesen und versuchen, vor der Küste Brasiliens Wetterfaxkarten zu empfangen.

Den dichtesten Kurs im Führungs-Quintett an der Küste entlang hat Kirsten Neuschäfer gewählt. Sie hat in ihrer Zeit an Bord der „Pelagic“ des bekannten Skip Novak mehr Zeit im Südatlantik verbracht als die meisten anderen. Doch auch für sie ist die Zahl der noch zu segelnden Seemeilen ehrfurchteinflößend: Bei Veröffentlichung dieses Regatta-Updates waren es für sie noch 21.868 bis zur Rückkehr nach Les Sables-d’Olonne.

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