Dufour 39So sieht der neue Raumriese aus Frankreich aus

Michael Good

 · 17.09.2026

Auftritt mit wehenden Fahnen: Die neue Dufour 39 hat auf der Messe in Cannes ihr vielbeachtetes Debut gefeiert.
Foto: YACHT / Michael Good
Dufour Yachts zeigte auf dem Yachting Festival in Cannes erstmals die neue Dufour 39. Die YACHT-Redaktion war bei der Weltpremiere an Bord und hat sich das Raumkonzept, das Cockpit und den variantenreichen Ausbau des neuen Elf-Meter-Cruisers angesehen. Die ersten Fotos sind oben in der umfangreichen Galerie hinterlegt.

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Mit der neuen Dufour 39 schließt Dufour Yachts eine Lücke im unteren Bereich seines Programms. Der neue Elf-Meter-Cruiser ordnet sich zwischen der weiterhin angebotenen Dufour 37 und der größeren Dufour 41 ein. Auf dem Yachting Festival in Cannes ist das erste Schiff jetzt erstmals öffentlich zu sehen. YACHT war bei der Weltpremiere an Bord. Die Bilder vom Rundgang zeigen wir oben in der Galerie.



Konstruktiv und optisch fügt sich die Dufour 39 nahtlos in die aktuelle Modellgeneration der französischen Großserienwerft ein. Die Linien stammen erneut aus dem Studio von Umberto Felci in Italien, für das Styling war Designer Luca Ardizio verantwortlich. Auffällig sind vor allem die fülligen Rumpfformen, der breite Bug und das weit nach achtern gezogene Volumen. Mit 4,10 Meter Breite bei lediglich elf Meter Rumpflänge fällt die Konstruktion ausgesprochen voluminös aus. Die durchgehenden, abgesetzten Chines wenig über der Wasserlinie sollen obendrein für viel Formstabilität sorgen.

Trotz des breiten Hecks bleibt Dufour dem für die Marke typischen Konzept mit nur einem Ruderblatt treu. Damit unterscheidet sich die Dufour 39 von vielen aktuellen Konstruktionen dieser Größenklasse, die mit zwei Rudern ausgestattet sind. Der Rumpf wird vollständig im Vakuum-Infusionsverfahren gefertigt, das Deck entsteht im Injektionsverfahren.

Drei Versionen für unterschiedliche Ansprüche

Wie bei den größeren Schwesterschiffen bietet Dufour auch die neue 39 in den drei Varianten Easy, Ocean und Performance an. Die Version Easy ist auf einfache Bedienung ausgelegt und wird mit Selbstwendefock sowie zwei Winschen auf dem Kajütdach angeboten. Bei der Ocean-Version kommt eine überlappende Genua hinzu. Außerdem werden zusätzliche Winschen auf den Süllrändern installiert. Die Performance-Ausführung übernimmt dieses Layout, erhält jedoch unter anderem hochwertigere Laminatsegel, mehr Segelfläche, einen Achterstagspanner sowie Fallen und Schoten aus Dyneema. Damit kann die Werft sowohl komfortorientierte Fahrtensegler als auch sportlich ambitionierte Eigner ansprechen.

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Viel Auswahl unter Deck

Besonders variantenreich präsentiert sich der Innenausbau. Das Standardlayout sieht zwei Kabinen und eine Nasszelle vor. Im Vorschiff befindet sich die Eignerkabine mit einem frei stehenden Inselbett. Ergänzen lässt sich dieser Bereich wahlweise um eine zweite Nasszelle, ein kleines Büro oder einen begehbaren Stauraum beziehungsweise Kleiderschrank.

Auch im Achterschiff stehen mehrere Möglichkeiten zur Wahl. An Backbord ist serienmäßig eine große, vom Cockpit aus zugängliche Backskiste vorgesehen. Stattdessen kann dort eine zweite Achterkabine eingebaut werden. So wird aus der Dufour 39 ein Dreikabiner. Im Salon fällt vor allem die große Sitzgruppe auf, während die Pantry platzsparend als lange Zeile an der Bordwand angeordnet ist. Die Layouts sind ebenfalls oben in der Galerie zu sehen.

Neue Konkurrentinnen in der Elf-Meter-Klasse

Mit der Dufour 39 erhält die stark besetzte Klasse der Fahrtenyachten um elf Meter eine weitere interessante Vertreterin. Zu ihren wichtigsten Konkurrentinnen dürfte künftig die ebenfalls in Cannes angekündigte Sun Odyssey 385 von Jeanneau gehören. Während Jeanneau das bewährte Konzept der Sun Odyssey 380 gezielt weiterentwickelt, tritt Dufour mit einem vollständig neuen Modell, besonders fülligen Rumpfformen und einem ungewöhnlich wandelbaren Innenausbau an.

Zur Markteinführung nennt Dufour einen Preis von 210.000 Euro netto, inkl. Segel und Einbaumaschine. Einschließlich 19% Mehrwertsteuer liegt der Bruttopreis für Käufer in Deutschland bei 249.900 Euro.

TechnischeTechnische Daten Dufour 39

  • Konstrukteur: Felci Yacht Design
  • Gestaltung Design: Luca Ardizio
  • Rumpflänge: 11,27 m
  • Gesamtlänge: 12,00 m
  • Länge Wasserlinie: 10,50 m
  • Breite: 4,10 m
  • Tiefgang: 1,95 m
  • Gewicht: 8,6 t
  • Ballast/-anteil: 2,4 t / 28%
  • Masthöhe über Wasserlinie: 14,80 m
  • Großsegel: 40,0 m2
  • Selbstwendefock: 34,0 m2
  • Motorisierung: Einbaudiesel 29 PS mit Saildrive
  • Motorisierung optional: Einbaudiesel 45 PS
  • Kapazität Treibstoff: 160 lt
  • Kapazität Frischwasser: 160 lt

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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