Ocean Race AtlanticWow-Start für “Malizia 4”, Auftaktsieg im Supersprint

Tatjana Pokorny

 · 02.09.2026

Boris Herrmann mit "Malizia 4" auf dem Weg zur Startlinie.
Foto: Gauthier Lebec/Team Malizia/The Ocean Race
Boris Herrmanns neue “Malizia 4” ist imposant ins Ocean Race Atlantic gestartet. Handgesteuert vom Skipper, raste der zwei Monate alte Neubau mit dem Startschuss los wie ein Blitz. Auch den ersten der täglichen “Supersprints” im Transat von New York nach Lorient gewann Team Malizia souverän.

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Entschlossen, schnell und gleich zum Auftakt siegreich: Boris Herrmann und Team Malizia haben The Ocean Race Atlantic fulminant eröffnet. Die neue “Malizia 4” zischte wie auf Schienen los. Der Skipper steuerte seine neue Rakete selbst. Dabei durfte man sich in der Eröffnungsphase nicht von den im Tracker angezeigten Platzierungen täuschen lassen.

The Ocean Race Atlantic: ab nach Süden

Weil sich die Flotte nach dem Start schnell nach Süden – und damit weg von der theoretischen Ideallinie – bewegte, wurden Team Malizia und das japanische DMG Mori Sailing Team zunächst auf den Plätzen fünf und sechs geführt. Tatsächlich waren sowohl “Malizia 4” als auch die ihr folgende “DMG Mori Global One” am schnellsten unterwegs.

Doch ihr Kurs führte wie auch der von den Verfolgern nach Süden. Nur schneller. Und damit vorerst auch schneller von der Ideallinie zum Zielhafen weg. So ordnete der Tracker ihnen hintere Plätze zu, obwohl sie das Feld in der Realität anführten. Im Süden des Nordatlantiks wollen sich die Teams in Position fürs Tief bringen, das sie über den Atlantik nach Lorient katapultieren soll.

Schon eine Stunde nach dem Rennstart stand für die sechs Herausforderer im Ocean Race Atlantic der erste der täglich ausgetragenen “Superspsrints” auf dem Programm. Dabei geht es darum, welches Team unabhängig von seiner aktuellen Position binnen der für alle festgelegten 20 Minuten die größte Distanz zurücklegen kann. “Malizia 4” hat dieses erste Kräftemessen dominant gewonnen. Die Plätze zwei und drei sicherten sich “DMG Mori Global One” und die Schweizer “Embrace the Challenge”.

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“Malizia 4” beeindruckt die Konkurrenz beim Auftakt zum Ocean Race Atlantic

Damit haben Boris Herrmann, Cole Brauer, Justine Mettraux und Julien Villion die ersten sechs Punkte für die Sprintwertung bei diesem Transat abgeräumt. Die genauen Distanzen wollen die Veranstalter nachliefern. Es war “11th Hour Racing”-Skipperin Francesca Clapcich, die an Bord der ehemaligen “Malizia 3” in der Anfangsphase des Ocean Race Atlantic als Erste ihren Respekt in Richtung Team Malizia schickte.

Wir versuchen, seit dem Start schnell zu sein. Man kann aber sehen, dass ‘Malizia’ mit einer völlig anderen Geschwindkeit unterwegs ist als alle anderen.” Frankie Clapcich

Der Blitzstart ins Ocean Race Atlantic war zwei vorangegangenen Startverschiebungen gefolgt, bis die Wettfahrtleitung das halbe Dutzend Imoca-Crews um 16 Uhr ins Rennen geschickt hatte. Leichte Winde auf dem Weg ins Startrevier hatten die Flotte langsamer vorankommen lassen als gedacht. Auf dem südlichen Kurs donnerte “Malizia 4” auch nach dem ersten Supersprint weiter voran, hatte die Bugspitze auch am Mittwochabend noch deutlich vor dem ihr folgenden Feld.

“DMG Mori Global One” und die anderen jagen “Malizia 4”

Zwischen knapp sieben bis etwa neun Seemeilen lagen die vier dichtesten Verfolgerinnen “DMG Mori Global One”, “Embrace the Challenge”, “United by the Ocean” und “11th Hour Racing” nach dreieinhalb Stunden hinter “Malizia 4” zurück. Conrad Colmans Außenseiterin “MSIG Europe”, die der Tracker zu dem Zeitpunkt weiter als vermeintliche Spitzenreiterin führte, war bereits mehr als 25 Seemeilen hinter die rasende Spitzenreiterin zurückgefallen.

Alle drückten das Gaspedal bei Geschwindigkeiten um 13 bis 16 Knoten maximal durch. Sara Stone vom Team United by the Ocean um Skipper Paul Meilhat sagte: “Diese ersten Stunden nach dem Start, während die Boote noch dichter beeinander sind, werden sehr wichtig sein. Die kleinen Gewinne jetzt könnten in den kommenden Tagen für große Unterschiede sorgen.”

Hier geht es zur Wiederholung der Live-Übertragung vom Start in die Premiere des Ocean Race Atlantic:

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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