In Aalsmeer müsste man sich inzwischen an volumenstarke Juan-K-Rümpfe gewöhnt haben, die bei Jachtwerf Gouwerok aus der Halle kommen. Ein Jahr vor dem 44 Meter langen Kasko von „Yemaya“ glänzte das Aluminium von „Argo“ (54 Meter) in der niederländischen Sonne. Tatsächlich sind die beiden so etwas wie Schwestern, konstruiert und CFD-optimiert von Juan Kouyoumdjian und seinem Team aus Valencia. Der Argentinier, der bereits die Risse von Starboot und Optimist überarbeitete, versteht sich sowohl auf Offshore- als auch auf Küstenrenner. Die Bühne der segelnden Superyachten betrat Juan K. mit der ClubSwan 125 „Skorpios“, die Nautor Swan 2021 fertigstellte.
„Yemaya“ soll wie „Argo“ einen um 90 Grad schwenkbaren Kiel und ein performantes Carbon-Rigg erhalten. Der beinahe mittschiffs stehende Vier-Salings-Mast zeigt sich auf einem ersten Rendering mit reichlich Rake und Backstagen. Die Heckpartie mit eigenem Aufbau und Cockpit legt die Vermutung nah, dass achtern eine große Kabine verortet ist und der Crewbereich im Bug liegt. Bis 2026 rüstet eine weitere niederländische Werft den 44 Meter messenden Alu-Bau aus. Innen wird nach Vorgaben von Adriana Monk ausgebaut, die Auslieferung ist für 2026 geplant.

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV