Rolex Fastnet Race 2021Gelungenes Fastnet-Debut für "Skorpios"

Fabian Boerger

 · 11.08.2021

Rolex Fastnet Race 2021: Gelungenes Fastnet-Debut für "Skorpios"Foto: RORC/Paul Wyeth

Mit der brandneuen ClubSwan 125 ist die erste Einrumpfyacht im Ziel. Deutsche Crews werden heute Nachmittag im Hafen von Cherbourg erwartet

Kurz bevor am Dienstagabend die Sonne über dem Atlantik unterging, war es so weit: Der erste Monohull, die ClubSwan 125 „Skorpios“, segelte um 20.15 Uhr Ortszeit über die Ziellinie beim diesjährigen Rolex Fastnet Race. Für den 695-Seemeilen-Kurs vom südenglichen Cowes ins französische Cherbourg benötigte die Crew 2 Tage, 8 Stunden, 33 Minuten und 55 Sekunden.

Es war das erste Rennen, an dem das neue Schiff mit der Segelnummer MON 001 des Dmitry Rybolovlev teilnahm. Auch für den Eigner selbst war es eine Premiere: Einer Mitteilung des Veranstalters zufolge sei der russische Unternehmer und Multimilliardär selbst an Bord gewesen – zum ersten Mal bei einer Offshore-Regatta. „Den Fastnet Rock zu runden war irgendwie magisch, es fühlte sich an wie ein ganz besonderer Moment“, wurde er nach dem Rennen zitiert.

"Skorpios"-Skipper Fernando Echávarri zeigte sich im Ziel vor allem erleichtert: „Wir hatten eine Vorstellung davon, was das Boot leisten könnte, aber wir wussten es nicht genau. Wir haben bei diesem Rennen viel gelernt.“

  Die Bedingungen beim diesjährigen Fastnet Race waren nicht einfach. Die "Skorpios" habe laut Skipper Fernando Echávarri die an sie gestellten Erwartungen erfülltFoto: RORC/James Tomlinson
Die Bedingungen beim diesjährigen Fastnet Race waren nicht einfach. Die "Skorpios" habe laut Skipper Fernando Echávarri die an sie gestellten Erwartungen erfüllt

Trotz stürmischer Bedingungen während des Starts konnte sich das Schiff laut Echávarri behaupten. Vor allem, als der Wind nach zirka 12 Stunden nachließ, zeigte die Swan ihre Qualitäten und rundete als erstes, nach rund 30 Stunden, den Fastnet-Felsen vor der südirischen Küste.

Insgesamt gelang es der „Skorpios“-Crew über das gesamte Rennen hinweg, sich gegen eine starke Imoca-Flotte und den ehemaligen Fastnet-Sieger, die "Rambler 88" des US-Amerikaners George David, durchzusetzen.

Das erste Schiff im Ziel von Cherbourg war der Ultime-Tri „Maxi Edmond de Rothschild“. In einer Rekordzeit von 1 Tag, 9 Stunden und 15 Minuten absolvierte es bereits am Montag den Kurs des größten Offshore-Rennens der Welt.

Unterdessen nähert sich die erste deutsche Crew dem Ziel: Die Offshore-Yacht „Varuna VI“ liegt aktuell (Stand: 11 Uhr) wenige Meilen westlich der vorgelagerten Insel St. Anne auf dem 16. Platz in der Gesamtwertung der Einrumpfer. Den Berechnungen zufolge wird die KER 56 voraussichtlich gegen 14 Uhr Ortszeit das Ziel erreichen.

Der Volvo Open 70 „Hypr“ unter Skipper Jens Lindner liegt derzeit auf dem 18. Platz. Die Segelgruppe Störtebeker auf der Carkeek 47 des Hamburgischen Vereins Seefahrt ist auf den 30. Platz zurückgefallen.

Die vorläufigen Ergebnisse und ein Live-Tracker sind auf der Internetseite des Fastnet Race zu finden.

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