13. RORC Caribbean 600Monohull-"Line Honors" vergeben: Premierensieg: "Skorpios" vor "Comanche"

Tatjana Pokorny

 · 23.02.2022

13. RORC Caribbean 600: Monohull-"Line Honors" vergeben: Premierensieg: "Skorpios" vor "Comanche"Foto: Team Skorpios

Es war kein ganz gleiches, aber ein sehr spannendes Duell: Die ClubSwan 125 "Skorpios" hat den etwas kleineren VPLP/Verdier-Super-Maxi "Comanche" geschlagen

1 Tag, 16 Stunden, 39 Minuten und 51 Sekunden – das ist die Siegerzeit der ClubSwan 125 "Skorpios" bei der 13. Auflage des RORC Caribbean 600. Damit hat sich Dmitry Rybolovlevs Crew um den spanischen Skipper und Tornado-Olympiasieger von 2008 Fernando Echavarri mit einer knappen Stunde Vorsprung gegen die etwas kleinere Rivalin "Comanche" durchgesetzt, den Karibik-Klassiker gleich beim ersten Start gewinnen können und die "Line Honors" bei den Einrumpfbooten geholt.

  Kam in der Karibik in den frühen Morgenstunden ins Ziel: die ClubSwan 125 "Skorpios"Foto: Arthur Daniel/RORC
Kam in der Karibik in den frühen Morgenstunden ins Ziel: die ClubSwan 125 "Skorpios"
  Glücklich über ihren Premierensieg: die "Skorpios"-Crew feiert…Foto: Arthur Daniel/RORC
Glücklich über ihren Premierensieg: die "Skorpios"-Crew feiert…

“Es war das erste RORC Caribbean 600 für 'Skorpios', für mich und für einige aus der Crew", sagte Fernando Echavarri. "Ich bin super stolz auf das ganze Team, das das möglich gemacht hat. Es war schon eine unglaubliche Leistung, überhaupt hier zu sein. Es war ein sehr interessantes Rennen, fordernd für die Crew mit den Segelwechseln und sehr taktisch. Der Speed von 'Skorpios' war ein Schlüsselfaktor, aber auch das Management der vielen Wechsel beim Runden der Inseln." Das RORC Caribbean 600 wird auch "Das Rennen der elf Inseln" genannt, weil es von und nach Antigua so facettenreich durch die karibische Inselwelt führt. Vor Guadeloupe hatte "Skorpios" kurz im Windschatten eingeparkt und Hoffnung bei der mit 16 Knoten aufkommenden Crew auf dem schnellen VPLP/Verdier-Hundertfußer "Comanche" geweckt, doch am Ende war die längere "Skorpios" von "Comanche" nicht zu schlagen.

  So sieht ein glücklicher Sieger aus: "Skorpios"-Skipper Fernando EchavarriFoto: Arthur Daniel/RORC
So sieht ein glücklicher Sieger aus: "Skorpios"-Skipper Fernando Echavarri
  Im Transat noch Siegerin in neuer Rekordzeit, jetzt von "Skorpios" geschlagen: die IRC-Super-Zero-Yacht "Comanche"Foto: Tim Wright/photoaction.com
Im Transat noch Siegerin in neuer Rekordzeit, jetzt von "Skorpios" geschlagen: die IRC-Super-Zero-Yacht "Comanche"

Die "Skorpios"-Crew war ebenso wie die anderen Top-Boote beim Karibik-Klassiker mit vielen namhaften Profis aus dem America's Cup und dem The Ocean Race gespickt: Mit Eigner Dmitry Rybolovlev segelten Skipper Fernando Echavarri, Pepe Ribes Rubio, Bruno Zirilli, Matteo Celon, Claudio Celon, Antonio Cuervas Mons, Dirk de Ridder, Viktor Filippov, Bruno Garcia Del Blanco, Aleix Gelabert, Carlos Hernandez, Brad Jackson, Michael Joubert, Andrei Konogorov, Neal McDonald, Juan Meseguer, Antony Mutter, Michael Pammenter, David Pella, Elliot Pilcher, Nicolas Pruvost, Fernando Rodriguez Rivero und Russell Whitworth. Von "Comanche"-Skipper Mitch Booth aus Australien, dessen Crew erst vor wenigen Wochen das RORC Transat Race in Abwesenheit der "Skorpios" in neuer Rekordzeit gewonnen hatte, gab es Lob für die Sieger: "Sie haben einen guten Job gemacht und ihre Position sehr gut verteidigt."

Was die Leistungen der beiden ersten IRC-Super-Zero-Yachten in der IRC-Gesamtwertung wert sein werden, bleibt noch eine Weile offen. Nach dem Zieldurchgang von "Comanche" waren noch 57 Yachten der IRC-Wertung im Rennen. In Führung lag am Mittwochnachmittag nach theoretischer Hochrechnung die Pac 52 "Warrior Won" vor der Botin 52 "Tala" und der Pac 52 "Callista". Womit das Rennen und seine Bedingungen den 52ern im IRC-System ganz offensichtlich bis kurz vor Schluss gut in die Karten spielte. Hier geht es zum Live-Tracking und den Zwischenständen (bitte anklicken!).

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