Der knapp 15 Meter lange Fahrtenkatamaran schließt die Lücke zur größeren FP 51 und übernimmt zugleich die aktuelle Formensprache der französischen Werft. Die Konstruktion stammt wie gewohnt von Berret-Racoupeau Yacht Design. Mit 7,90 Metern Breite ist die FP 48 konsequent auf viel nutzbaren Raum ausgelegt.
Auffällig sind die zahlreichen, klar voneinander getrennten Aufenthaltsbereiche an Deck. Das vollständig überdachte Achtercockpit bietet mehrere Sitz- und Liegeflächen und schließt über eine drei Meter breite Schiebetür nahezu stufenlos an den Salon an. Die zentral platzierte Pantry bildet dabei die kommunikative Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich. Vor dem Deckshaus kommt ein Frontcockpit als weitere Lounge hinzu. Einen dritten Außenbereich bildet das erhöhte Lounge-Deck auf der Flybridge.
Das Steuercockpit ist seitlich erhöht angeordnet. Hier laufen alle Schoten, Fallen und Trimmleinen zusammen, was das Handling auch für eine kleine Crew leicht und übersichtlich macht. Fountaine Pajot trennt den eigentlichen Steuerstand vom Arbeitscockpit, damit bei den Manövern auch zwei Personen arbeiten können, ohne sich gegenseitig zu behindern. Gleichzeitig bleiben die beiden Arbeitsbereiche funktional gekoppelt, sodass der Katamaran auch im Alleingang gut und sicher gesegelt werden kann.
Am Heck kann eine elektrisch absenkbare Plattform als Badebereich und als Aufnahme für das Beiboot genutzt werden. Diese Annehmlichkeit bleibt allerdings eine Option.
Für den Ausbau unter Deck steht eine Vielzahl möglicher Varianten zur Verfügung. Unterschiede gibt es allerdings nur bei den Layouts im Backbordrumpf. Auf der Steuerbordseite bleibt es in jedem Fall bei zwei Doppelkabinen mit quer eingebauten Betten und zwei Nasszellen mit abgetrennter Dusche. Die quer angeordneten Doppelkojen sollen den Einstieg erleichtern und die Rumpfbreite besser ausnutzen.
In der besonders großzügigen Full-Maestro-Version ist der komplette Backbordrumpf der Eignersuite vorbehalten. Sie umfasst eine große Achterkabine mit separatem Zugang vom Cockpit, viel Schrankraum, einen Arbeitsbereich sowie ein geräumiges Bad mit Dusche. Alternativ sind familien- und chartertaugliche Aufteilungen mit bis zu fünf Kabinen möglich. Die verschiedenen Layouts sind oben in der Bildergalerie zu sehen.
Für den Antrieb sind serienmäßig zwei Dieselmotoren von Yanmar mit jeweils 45 PS vorgesehen. Optional stehen stärkere Maschinen zur Wahl. Zudem bietet die Werft das komplexe hybridelektrische System ODSea+ als Alternative an. Auch das Testschiff ist damit ausgestattet. Es kombiniert zwei Elektromotoren, einen Generator, einen großen Batteriespeicher, Solarenergie und Rekuperation unter Segeln.
Die YACHT-Redaktion konnte die neue FP 48 bereits vor La Rochelle ausführlich segeln. Wie sich das neue Modell unter Segeln sowie bei Komfort, Bedienung und Ausbauqualität schlägt, wird der vollständige Testbericht im YACHT-Magazin zeigen. Dieser erscheint in einer der kommenden Ausgaben.

Redakteur Test & Technik
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