Fountaine Pajot FP 48Überzeugender Auftritt im Heimatrevier

Michael Good

 · 23.07.2026

Sieht gut aus und segelt auch so. Die Konstruktion von Marc Lombard Yacht Design findet den stimmigen Kompromiss zwischen bulliger Sportlichkeit und maximal viel Wohnvolumen.
Foto: YACHT / Nils Günter
Fountaine Pajot treibt die Erneuerung seines Katamaranprogramms mit bemerkenswertem Tempo voran. Nach den neuen Modellen FP 41 und FP 44 folgt jetzt die FP 48 als Nachfolgerin der Tanna 47. Die YACHT-Testredaktion war für einen eingehenden Testschlag bereits an Bord des voluminösen Franzosen. Die ersten Fotos vom Test gibt es oben in der Bildergalerie.

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Der knapp 15 Meter lange Fahrtenkatamaran schließt die Lücke zur größeren FP 51 und übernimmt zugleich die aktuelle Formensprache der französischen Werft. Die Konstruktion stammt wie gewohnt von Berret-Racoupeau Yacht Design. Mit 7,90 Metern Breite ist die FP 48 konsequent auf viel nutzbaren Raum ausgelegt.

Mehr Platz zum Relaxen an Deck

Auffällig sind die zahlreichen, klar voneinander getrennten Aufenthaltsbereiche an Deck. Das vollständig überdachte Achtercockpit bietet mehrere Sitz- und Liegeflächen und schließt über eine drei Meter breite Schiebetür nahezu stufenlos an den Salon an. Die zentral platzierte Pantry bildet dabei die kommunikative Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich. Vor dem Deckshaus kommt ein Frontcockpit als weitere Lounge hinzu. Einen dritten Außenbereich bildet das erhöhte Lounge-Deck auf der Flybridge.


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Das Steuercockpit ist seitlich erhöht angeordnet. Hier laufen alle Schoten, Fallen und Trimmleinen zusammen, was das Handling auch für eine kleine Crew leicht und übersichtlich macht. Fountaine Pajot trennt den eigentlichen Steuerstand vom Arbeitscockpit, damit bei den Manövern auch zwei Personen arbeiten können, ohne sich gegenseitig zu behindern. Gleichzeitig bleiben die beiden Arbeitsbereiche funktional gekoppelt, sodass der Katamaran auch im Alleingang gut und sicher gesegelt werden kann.

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Am Heck kann eine elektrisch absenkbare Plattform als Badebereich und als Aufnahme für das Beiboot genutzt werden. Diese Annehmlichkeit bleibt allerdings eine Option.

Drei bis fünf Kabinen mit jeweils eigenem Bad

Für den Ausbau unter Deck steht eine Vielzahl möglicher Varianten zur Verfügung. Unterschiede gibt es allerdings nur bei den Layouts im Backbordrumpf. Auf der Steuerbordseite bleibt es in jedem Fall bei zwei Doppelkabinen mit quer eingebauten Betten und zwei Nasszellen mit abgetrennter Dusche. Die quer angeordneten Doppelkojen sollen den Einstieg erleichtern und die Rumpfbreite besser ausnutzen.

In der besonders großzügigen Full-Maestro-Version ist der komplette Backbordrumpf der Eignersuite vorbehalten. Sie umfasst eine große Achterkabine mit separatem Zugang vom Cockpit, viel Schrankraum, einen Arbeitsbereich sowie ein geräumiges Bad mit Dusche. Alternativ sind familien- und chartertaugliche Aufteilungen mit bis zu fünf Kabinen möglich. Die verschiedenen Layouts sind oben in der Bildergalerie zu sehen.

Für den Antrieb sind serienmäßig zwei Dieselmotoren von Yanmar mit jeweils 45 PS vorgesehen. Optional stehen stärkere Maschinen zur Wahl. Zudem bietet die Werft das komplexe hybridelektrische System ODSea+ als Alternative an. Auch das Testschiff ist damit ausgestattet. Es kombiniert zwei Elektromotoren, einen Generator, einen großen Batteriespeicher, Solarenergie und Rekuperation unter Segeln.

Der umfangreiche Testbericht folgt

Die YACHT-Redaktion konnte die neue FP 48 bereits vor La Rochelle ausführlich segeln. Wie sich das neue Modell unter Segeln sowie bei Komfort, Bedienung und Ausbauqualität schlägt, wird der vollständige Testbericht im YACHT-Magazin zeigen. Dieser erscheint in einer der kommenden Ausgaben.

Technische Daten FP 48

  • Konstrukteur: Berret-Racoupeau Yacht Design
  • Interieur Design: Isabelle Racoupeau
  • CE Entwurfskategorie: A (12) / B (14) / C (18)
  • Rumpflänge: 14,43 m
  • Breite: 7,90 m
  • Tiefgang: 1,64 m
  • Gewicht: 18,4 t
  • Großsegel: 85,0 m2
  • Genua: 49,0 m2
  • Motorisierung: 2 x 45 PS / optional Elektro-Hybrid (Odsea)
  • Kapazität Treibstoff: 2 x 350 lt (Yanmar) / Saildrive
  • Kapazität Frischwasser: 700 lt
  • Preis: 671.967Euro, netto / 799.640 Euro

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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