Leopard 52Großzügig geplant, vielseitig gedacht

Michael Good

 · 15.05.2026

Komfortables Reisen auf zwei Rümpfen. Das Konzept des Leopard 52 ist auf sicheres, gemütliches und bequemes Fahrtensegeln ausgelegt.
Foto: Leopard Catamarans
Die YACHT-Testredaktion war mit dem neuen Leopard 52 vor Saint Raphaël in Südfrankreich unterwegs. Der 15,75 Meter lange Fahrtenkatamaran will viel Wohnvolumen, zahlreiche Ausbauvarianten und ein hohes Potenzial unter Segeln miteinander verbinden. Unsere große Testgalerie zeigt die ersten Eindrücke vom Schiff.

Mit dem Leopard 52 bringt Robertson & Caine einen neuen Fahrtenkatamaran an den Start, der klar auf Langfahrt, Charter und komfortables Leben an Bord zielt. Die YACHT-Testredaktion konnte den Neubau in der vergangenen Woche vor Saint-Raphaël an der Côte d’Azur erstmals segeln und genauer unter die Lupe nehmen.

Große Zonen zum Relaxen an Deck

Schon auf den ersten Blick wird deutlich, worum es bei dem neuen Modell geht: viel nutzbarer Raum, kurze Wege an Deck und ein möglichst fließender Übergang zwischen Cockpit und Salon. Die großen Schiebetüren koppeln diese beiden Bereiche zu einem zusammenhängenden Wohnbereich. Dazu kommen die Annehmlichkeiten einer sehr großzügig eingeplanten Flybridge-Loung auf dem Oberdeck mit funktionaler und optischer Anbindung an den seitlichen erhöht eingebauten Steuerstand. Markentypisch für Leopard Katamarans ist das große Front-Cockpit dass beim neuen 52er im Vergleich zum Vorgängermodell Leopard 50 nochmals deutlich größer ausfällt.

Große Vielfalt: Drei bis sechs Kabinen sind möglich

Unter Deck ist die Leopard 52 stark auf unterschiedliche Nutzungskonzepte ausgelegt. Je nach Version reicht das Spektrum vom Eignerboot mit großzügigen Kabinen und Wirtschaftsraum bis zur belegungsorientierten Charterausführung. Damit spricht der Katamaran sowohl private Langfahrtsegler als auch Betreiber und Eigner im Chartermanagement an. Serienmäßig kommen Dieselmotoren zum Einsatz; alternativ ist ein elektrifiziertes Antriebspaket erhältlich, das sich an Eigner richtet, die ohnehin mit Lithium-Batteriebank, Generator und mehr Energieautarkie planen.

Auch seglerisch soll die 52 gegenüber ihrer Vorgängerin einen Schritt nach vorn machen. Das Rigg fällt größer aus, die Segelfläche am Wind wurde erhöht. Im Test vor dem Leopard-Stützpunkt in Saint Raphaël bei mäßigen Windbedingungen zeigt das Flaggschiff der Reihe gute und sehr solide Segeleigenschaften.

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Der Kaufpreis für einen Leopard 52 in der Basisversion als Dreikabiner liegt bei 899.000 Euro netto. Inklusive 19% Mehrwertsteuer liegt der Preis bei knapp 1,07 Millionen Euro, inklusive der Segel. Der ausührliche Testbericht erscheint in einer der kommenden Ausgaben der YACHT.

Technische Daten Leopard 52

  • Konstrukteur: Simonis Voogd Yacht Design
  • Rumpflänge: 15,75 m
  • Länge Wasserlinie: 15,31 m
  • Breite: 8,16 m
  • Tiefgang: 1,70 m
  • ​Gewicht: 20,5 t (leer)
  • Segelfläche am Wind: 168,3 m2
  • Motorisierung: 2 x Yanmar 57 PS (2 x 80 PS optional)
  • Kapazität Treibstoff: 900 lt
  • Kapazität Frischwasser: 700 lt

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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