Maxus 35Spannende Offensive für die Einsteigerklasse – erste Fotos vom Test

Michael Good

 · 17.11.2023

Die Maxus 35 braucht etwas Wind oder ein zusätzliches Segel, um gut in Fahrt zu kommen. Der Standard-Segelplan ist nicht besonders üppig
Foto: YACHT / O. Blanchet
Yachten um zehn Meter Rumpflänge sind beliebt. Und: Die großen Hersteller kämpfen in diesem Segment erbittert um die wichtigen Marktanteile. Nun aber sagen die Polen von Maxus Yachts mit einem neuen Schiff für die Einsteigerklasse den etablierten Marken den Kampf an

Die Größe ist spannend, weil damit auch Anfänger gut klarkommen. Dazu deckt die Klasse ein breites Spektrum an möglichen Nutzbarkeiten ab. Mit Ausbaustufen bis zum Dreikabiner eignen sich die Boote der Einsteigerklasse für Urlaub und Wochenendtörn genauso gut wie auch als Daysailer oder vielleicht sogar zum sportlichen Regattasegeln. Allerdings: Die führenden Hersteller der großen Produktserien besetzen das Marktsegment fast exklusiv. Die Schiffe der Konkurrenz heißen: Bavaria 34 Cruiser, Beneteau Oceanis 34.1, Dufour 37, Hanse 348 oder Jeanneau Sun Odyssey 349.

Jetzt aber wird die Klasse mit der Maxus 35 um einen weiteren spannenden Wettbewerber ergänzt. Es ist ein überaus couragierter Schritt der Yachtbauer in Polen, die damit den großen Namen der Branche den Kampf ansagen wollen, und das in einem Segment, das ungewöhnlich hart umkämpft ist. Im YACHT-Test zeigt das neue Flaggschiff von Maxus Yachts, dass sich Mut auch auszahlen kann. Die Maxus 35 überrascht im Test mit einem grundsoliden Konzept, mit einer überraschend guten Bau- und Ausbauqualität und mit Segeleigenschaften, mit denen sich die Polin dem Vergleich mit den Konkurrenzbooten nicht entziehen muss. Und: Die Maxus 35 ist überdies zur Wahl als Europas Yacht des Jahres 2024 vorgeschlagen worden.

Maxus 35: Als Neuheit auf der boot 2024 in Düsseldorf

Die Maxus 35 wird im Standard als Zweikabiner mit einer sehr geräumigen Backskiste achtern sowie mit einer großen Nasszelle mit abgetrenntem Duschbereich ausgebaut. Als Variante dazu stattet die Werft das Boot auch mit drei Doppelkabinen aus. In dem Fall fällt der Toilettenraum etwas kleiner aus. Flexibel zeigt sich das Konzept auch für die Gestaltung an Deck und für die Ausstattung ab Werft. Das Boot ist wahlweise mit Genua oder mit Selbstwendefock erhältlich. Auch ist eine Mastlege-Vorrichtung als Option erhältlich. Dazu sind L-Kiele mit zwei Tiefgangvarianten (1,95 oder 1,50 Meter) erhältlich.

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Die Maxus 35 wird als Deutschland-Premiere in Januar 2024 auf der Messe Boot in Düsseldorf zu sehen sein. Der Preis für das Boot in der recht umfangreichen Standard-Ausstattung liegt bei 160.530 Euro brutto, inkl. 19 % Mehrwertsteuer.


Technische Daten Maxus 35:

  • Konstrukteur: D&S Yacht Design/Daszkiewicz & Smaga
  • CE Entwurfskategorie: A
  • Rumpflänge: 9,96 m
  • Gesamtlänge (mit Bugspriet): 10,68 m
  • Länge Wasserlinie: 9,60 m
  • Breite: 3,40 m
  • Tiefgang/alternativ: 1,96 m (Standard)/1,50 (Kurzkiel)
  • Masthöhe über Wasserlinie: 14,0 m
  • Gewicht: 6,3 t
  • Ballast/-anteil: 1,8 t/28 %
  • Großsegel: 34,3 m²
  • Genua (106 %): 24,2 m²
  • Gennaker: ca. 60,0 m²
  • Motorisierung: Einbaumaschine Yanmar 29 PS/Saildrive
  • Kapazität Treibstoff: 54 l (PVC-Tank)
  • Kapazität Frischwasser: 170 l (PVC-Tank)
  • Grundpreis ab Werft: 160.530 Euro, brutto inkl. 19 % MwSt.

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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