Wir schreiben den 18.04.2026 und mein Boot hängt am Kran. Und obwohl die Wolkendecke dicht ist, sind die Temperaturen schon bei 17 Grad, und machen Lust auf mehr. Sobald das Boot im Wasser ist und der Weg über die Kieler Förde in Richtung Liegeplatz angetreten wird, wächst die Vorfreude darauf Meilen zu machen ins unermessliche.
Mit diesem Wunsch war ich damals sicher nicht der einzige. Was an diesem Tag allerdings fehlte, war der Wind. Nur 48 Stunden später kam er dann. Und wie. Denn nachdem am Kranwochenende das Skandinavienhoch noch ausreichend ausgedehnt war, zog es sich zwei Tage später nach Norden zurück und machte Platz für ein Tief bei Polen. Zwischen beiden baute sich ein östlicher Wind auf, der etwa in der Lübecker Bucht direkt auf bis zu 40 Knoten anstieg. Bedingungen, die man direkt zum Saisonstart nicht braucht. Wind ja, aber doch nicht gleich so viel davon.
Dazu kommt im Frühjahr das kalte Wasser. Denn davon ist man beim Segeln zwangsweise umgeben und so kann die Lufttemperatur kaum wärmer sein. Dick einpacken heißt es im April und Mai deshalb immer, auch wenn die Sonne schon mächtig Kraft hat. Während die Wassertemperaturen zunächst nur langsam anstiegen, sah es in der Luft dann doch etwas anders aus. Ende April reichte es schon knapp für die 20 Grad-Marke. Pünktlich zum 1. Mai Feiertag wurde sie dann sogar überboten. Und nur 24 Stunden später konnten wir dank eines stabilen Hochs fast deutschlandweit den ersten Sommertag verzeichnen, also einen Tageshöchstwert von 25 Grad oder mehr. Anschließend folgte allerdings direkt eine zweiwöchige Kältephase, in der auch leichte Nachfröste auftraten.
Ob warm oder kalt, eines zeigte sich bereits seit dem Winter in weiten Teilen Deutschlands: Ein Regendefizit, dass in weiten Teilen Deutschlands bis in den Hochsommer hinein anhalten sollte. Die Bilder der historisch niedrigen Pegel im Rhein oder auch am Bodensee sind noch immer präsent.
Zurück zur Wetterchronologie, denn Mitte Mai baute sich das nächste Hoch über Skandinavien auf. Als Gegenspieler hielt sich dabei ein Tief bei den britischen Inseln. Ohne dort so richtig viel Regen zu bringen – zwischen Februar und September fiel auf der Insel so wenig Regen wie noch nie – brachte das Tief stattdessen den ersten Schwung an ordentlich warmer Luft zu uns. Vom 22.05. bis 2.6. stieg das Thermometer im Binnenland auf deutlich über 25 Grad, im Süden und Westen soger über die 30 Grad-Marke.
Es waren die ersten Hitzetage, die wir hier sehen konnten. Besonders im Südwesten Deutschlands, dort insbesondere im Breisgau, begann eine Hitzewelle, die fast ohne wirkliche Unterbrechung bis in den September anhalten sollte. Der Übergang vom Mai in den Juni erfolgte somit fließend warm bis heiß. Dazu gab es die ersten Meldungen von einer noch viel größeren Hitzewelle zwischen Spanien und Frankreich mit Rekordmeldungen von teils über 200 Wetterstationen, die so früh noch nie so hohe Temperaturen gesehen hatten – teils schon über 40 Grad.
Den Nord- und Ostseebereich sollten diese Hitzewellen, die in diesem Sommer in Westeuropa über sieben Mal vorkamen, meist nur phasenweise und abgeschwächter erreichen. Man muss sie sich wie große Hitzeblasen vorstellen, die sich über Frankreich aufbauten und bis nach Großbritannien reichten. Weil sie auch eine nahezu runde Form haben, biegen sich diese sogenannten „Heat Domes“ teils bis an die deutschen Küsten, aber eben auch kaum weiter. Manchmal wanderte diese Blase jedoch für ein paar Tage über unsere Gewässer, wie beispielsweise zur Nordseewoche über Pfingsten. In T-Shirt und kurzer Sonne fühlte es sich bereits wie Hochsommer an. Doch mit dem Hoch, dass zu der Zeit nahezu direkt über Helgoland lag, konnte nur schwache Thermik für etwas segelbaren Wind sorgen.
Mit dem Start vom Pantaenius Skagen Rund wurde es im Norden Dänemarks dann schlagartig stürmisch. Denn sobald sich eine neue Blase mit heißer Luft im Westen Europas aufbaut, laufen die Luftströme um diesen Hitzeballon herum. Und dann erzeugt er im gleichen Moment über Nord- und Ostsee eine Einflugschneise von Luftmassen aus dem hohen Norden.
Das erklärt auch, warum es nach der Hitze Ende Mai, Anfang Juni direkt wieder wechselhafter und kühler wurde, während zwischen den Balearen und der Biskaya die nächste Hitzewelle angeschoben wurde. Als Gegenpart bildete sich ein Tiefkomplex über Skandinavien aus, so dass es für uns Segler zwischen dem Ijsselmeer und der östlichen Ostsee eine längere Phase mit kühleren und strammeren Nordwestwinden sowie Schauern gab.
Mit dem Beginn der Kieler Woche am 20.06. war es soweit und der nächste Heat Dome war so groß und breit, dass er sich bis nach Deutschland ausdehnen konnten. Es sollte eine rekordverdächtige Woche werden. Rekordverdächtig windarm auf der einen Seite, aber auch rekordverdächtig heiß.
Ohnehin sehen wir seit zehn Jahren immer öfter die 30 Grad-Marke während der letzten vollen Juni-Woche vor Kiel überschritten. Da ist klar ein Trend zu erkennen. Denn das gab es bis vor zehn Jahren praktisch nie. In diesem Jahr waren es hingegen sogar drei Hitzetage in der Kieler Woche mit dem Höhepunkt am 27.6. mit 35,8°C. Das war knapp unter dem Kieler Allzeitrekord von 36,5°C, die allerdings in einem Juli im Jahr 2022 gemessen wurden. Somit gab es also einen neuen Monatsrekord für Juni. Und nicht nur das, sondern noch viel mehr. Deutschlandweit konnten wir an den rund 500 Wetterstationen des deutschen Wetterdienstes 223 Monatsmaxima verzeichnen und gar 247 Allzeitmaxima. So heiß war es seit Beginn der Messungen 1880 in Deutschland nicht. Das absolute Maximum wurde mit 41,8°C in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen.
Diese Hitze bekamen nicht nur die Fahrtensegler zu spüren, sondern eben auch die Athleten der Kieler Woche, die teils auch durch ausbleibende Winde an Land gelassen wurden, um nicht auf dem Wasser qualvoll in der Sonne zu braten. Denn auch wenn man der Meinung sein könnte, auf dem Wasser ließ es sich aushalten – wenn eben keine Luftbewegung geht, ist das dann auch nicht mehr angenehm.
Meine persönlich erste Kieler Woche als verantwortlicher Meteorologe war somit eine denkwürdige und auf vielen Ebenen schweißtreibende. Viel Wasser trinken war angesagt und auch die Eiswürfelproduktion im Büro in Schilksee lief auf Hochtouren.
Im Anschluss an das größte Seglerfest der Welt ging es in den Juli, und so in den ersten Hochsommermonat. Der Juni zählt noch nicht dazu und so war zu befürchten, dass das womöglich auch bei uns der Beginn weiterer Extreme werden dürfte. Und ja, es wurde noch heißer mit neuen Rekorden, allerdings nur noch in Westeuropa. Wir blieben von weiteren Schwüngen an extrem heißer Luft weitestgehend verschont. Wobei es dann doch nochmals ein erstaunliches neues Maximum gab. Und zwar am 30. Juli mit 33,4°C am Kieler Leuchtturm. Mitten auf dem Wasser, das rund 9°C kühler war. Aber ohne Wind lässt sich da kaum etwas herunterkühlen.
Ansonsten war der Juli relativ unauffällig. Bis auf das Ende kamen wir zumindest in den Küstenregionen kaum auf die 30°C. Aber die Nachtwerte blieben auffällig oft im zweistelligen Bereich. Und das obwohl natürlich wieder phasenweise die Luftmassen aus dem Norden zu uns kamen. Genau das werden sicher viele Sommersegler bestätigen können. Es gab häufig Tage mit Nordwestwind, der auch immer mal wieder stärker blies. Die Wetterlage, die wir dafür brauchen wurde eben schon beschrieben.
Mit einem kurzen Blick aufs erneut extrem heiße Frankreich und überaus trockene Großbritannien wissen wir nun, was diese weite Nordausdehnung in der Atmosphäre bewirkt. Tiefs und einen Druckausgleich, von Island kommend und sehr rasch über das Nordmeer bis vor die deutsche und dänische Küste ziehend. Je stärker die Unterschiede zwischen Hoch und Tief sind, desto stärker weht der Wind. Und der wehte phasenweise sehr kräftig.
Auch auf meinen Sommertörn hatte das Auswirkungen. Pünktlich zur Travemünder Woche ging es mit der Familie in den Urlaub, doch anders als ursprünglich geplant. Da ich der einzig wirklich seefeste unserer Mannschaft bin, sollte es zunächst in kurzen Etappen die Küste Schleswig-Holsteins in Richtung Als gehen. Doch da sich die Nordwestwindlage kaum auflösen wollte, wäre das für meine unerfahren Crew eine echte Herausforderung gewesen. Am 21.07. tat sich aber ein perfektes Wetterfenster auf. Der Wind sollte im Laufe des Tages einen kleinen Westeinschlag bekommen und auch nur recht moderat wehen. Somit konnte ich alle überzeugen, den Sprung nach Marstal zu wagen. Wir sollten es nicht bereuen.
Doch das hieß auch spätestens um neun Uhr Leinen los, denn bis wir den guten Wind hinter dem Bülker Leuchtturm erwischen würden, mussten wir erst einmal dort hinkommen. Als wir den aber querab hatten, war der gute Wind auch schon da und schob uns entspannt dem Ziel entgegen. Wie in den Modellen zu sehen war, wurde eine plötzlich Windzunahme mit kräftigen Böen für 17 Uhr prognostiziert. Somit mussten wir bis dahin im sicheren Hafen sein. Wir waren rechtzeitig fest und auf die Minute genau brachen die ersten satten Böen herein. Das war wohl auch anderen bewusst, denn beim Einlaufen gab es keine einzige freie Box mehr und so legten wir uns direkt als drittes Boot ins Päckchen. Und nach uns folgten noch reichlich weitere Boote. Es sollte ja am nächsten Tag auch noch windiger werden. Marstal wurde so für unzählige Crews ein Zwangsstopp, so dass der Hafen für zwei Tage aus allen Nähten platzte. In den Gassen lagen die Boote teils zu sechst quer nebeneinander.
Wie wir später erfuhren, ereignete sich gegenüber in Bagenkop auf Langeland dasselbe Schauspiel. Links, rechts, unten, oben, kaum noch Platz für Boote. Doch irgendwie ruckelte es sich zurecht und jeder half jedem. Als der Wind wieder nachließ strömte morgens alles aus dem Hafen in diverse Richtungen. Da ich bereits das Wetter der darauffolgenden Woche im Blick hatte und sah, dass sich ein neues Hoch hereinschieben sollte, war recht klar, welche Wetter- und Windbedingungen uns erwarten werden. Und so entschieden wir, uns mit einem Halt in Bagenkop wieder aus Dänemark zu verabschieden. Denn so konnten wir den nordwestlichen Wind noch nutzen und mit dem Dreher auf Südost eine Woche später wieder gen Heimat segeln.
Dieser Wetterplan ging voll auf. Und darin war bereits eingepreist, dass es in Heiligenhafen erneut einen Hafentag bei Sturm geben sollte. Tatsächlich maßen die Messtationen dort nach Abschluss der Hafenfesttage bis zu 38 Knoten Wind in Böen in der Nacht, die auch am drauffolgenden Tag nicht viel schwächer ausfielen.
In der letzten Juliwoche war der Weg bis zu uns mal wieder frei für ein französisches Hoch mit erneuter Hitze. Der Wind begann wie erwartet zu drehen und so schob er uns, aus Süden kommend, über Lemkenhafen auf Fehmarn zurück in die Kieler Bucht. Das alles in T-Shirt und kurzer Hose. Das war dann genau der Segelsommer, den man sich wünscht. Am Tag des Temperaturrekordes vom Kieler Leuchtturm war – nicht weit davon entfernt – Schilksee der letzte Hafen für uns. Es war eine drückende Hitze, der man nur mit Sonnensegel, viel Wasser und Baden am Strand entfliehen konnte. Es stand sogar im Raum den absoluten Rekord für Kiel-Holtenau knacken zu können, doch etwas früher aufziehenden Wolken haben das dann doch knapp verhindert.
Im August setzte sich die festgefahrene Lage fort. Mal zogen Tiefs durch mit einem Hitzeschub auf der Vorderseite und Kühle auf der Rückseite. Übrigens reichte es mit der kalten Luft aus dem Norden in einer klaren und windstillen Nacht sogar für leichten Bodenfrost im Landesinneren Schleswig-Holsteins. Im Anschluss folgte das nächste abgeschwächten Hitzehoch aus dem Westen. Nach Analyse von weltweiten Daten war es dennoch der wärmste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 1,65°C lagen wir da bereits über dem vorindustriellen Niveau.
Auch wenn in unseren Segelrevieren in dieser Zeit nicht dauerhaft die ganz große Hitze gab, sah das im Wasser dagegen anders aus. Die Temperaturen dort, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg aufzeigte, waren den Sommer über nicht nur in der Nordsee mit bis zu 4°C und in der Ostsee bis zu 3°C über den für einen Sommer üblichen Werten, sondern vor Helgoland sah man sogar eine 66-tägige marine Hitzewelle.
Kein Wunder, dass sich unter Hochs, dann auch kaum thermischer Wind bilden konnte. Wind war also zeitweise gar nicht zu finden, und bei den Tiefs dann gleich wieder zu viel davon. Dieses Auf und Ab zog sich durch den gesamten Sommer und hörte auch nach dem 28.08. nicht auf. Da durfte ich eine 234 Seemeilen lange Reise antreten. Von Amsterdam aus ging es an Bord der Ausbildungsyacht von Benes Segelschule aus Föhr, eine X-421, in den Englischen Kanal bis Ramsgate.
In der Hoffnung, dass die Hochs über Frankreich durchhalten würden, wuchs die Vorfreude auf das mir neue Revier mit jedem Tag seit der Einladung. Zwar näherten wir uns Frankreich und den dortigen Hochs, doch aufgrund der Jahreszeit sollte die Hochdruckphase auch hier allmählich ihr Ende finden. Und so mussten wir in Ijmuiden bereits den ersten Hafentag einlegen. Es war schon zwölf Stunden nach Ablegen in Amsterdam zu stürmisch. Zum Glück jedoch nur für einen Tag. Tidenbedingt konnten wir am nächsten Morgen um 4 Uhr auslaufen, um Meilen zu reißen. Dieser Segeltag war dann trotz der Tiefdruckrückseite nahezu perfekt. Der Am-Windkurs brachte uns bis nach Vlissingen. Von hier aus kamen wir mit einem kurzen Zwischenstopp im belgischen Nieuwpoort bis nach Dunkerque in Frankreich.
Hier hieß es dann erneut Sturm abwettern. Zwei volle Tage heulten es in den Riggs, das Boot hatte in den Böen merklich Schräglage. Selten habe ich im Hafen liegend solch einen Druck gespürt. Dabei war das Tief eigentlich mit dem Kern bei Island recht weit weg. Doch mit 985hPa und dem Hoch über Südfrankreich als Gegenpart konnte sich ein enormer Druckausgleich aufbauen.
Die Zeit ging ins Land und meine Deadline für die Rückreise von London aus rückte immer näher. Plötzlich tauchte für den 5. September ein mögliches und vielleicht sogar optimales Wetterfenster in den Modellen auf. Der Hochdruck sollte auf der Tiefdruckseite zunächst noch einen nordwestlichen Wind bringen. Sehr gut, um bis vor Calais zu kommen. Anschließend sollte der Wind mit einem südlicher durchwandernden Hochkeil auf Südwest drehen und das pünktlich mit dem Kippen der Tide. Wir würden durch das Verkehrstrennungsgebiet bis nach Ramsgate geschoben werden.
Besser hätte die Vorhersage nicht sein können. Und genau so kam es dann auch. Wind und Strom schoben uns sogar so sehr, dass wir aufgrund eines querenden Containerfrachters die Fahrt reduzieren mussten, in dem wir das Vorsegel einrollten und den Motor etwas rückwärts laufen ließen. Nach dem Verkehrstrennungsgebiet zeigte die Logge dann bis zu 9 kn über Grund an. So kamen wir zügig am späten Nachmittag in Ramsgate an. Es war der perfekte Abschluss einer wunderbaren und intensiven Segelwoche.
Auch in diesem Revier also hatte sich kein wirklich anderes Bild gezeigt als in den Wochen zuvor an Nord- oder Ostsee. Die Wettersysteme wechselten sich in einer gewissen Regelmäßigkeit ab, wie Mond und Sonne. Dazu brachten auch hier die Tiefs recht viel Druck mit. Dass wir hier keine langanhaltenden Hitzehochs mehr sahen, ist jahreszeitbedingt. Dennoch war es noch sehr mild, nicht nur auf dem Wasser, sondern auch nachts an Land. Das war deutlich zu merken. Zumal gleichzeitig am 4. September im Süden Frankreichs neue Monatsrekorde verzeichnet wurden.
Dennoch zog die Wärme sich auch im Westen Europas langsam zurück und die langen Nächte ließen die Luft zunehmend auskühlen. Somit entwickelten sich wieder mehr Tiefs auf niederen Breiten und fanden auch den Weg bis in den Englischen Kanal. Dass die Wetterlagen über den Sommer mit den Hochs so festgefahren waren und die Tiefs teils mit sehr viel Wind aufwarteten, hängt klar mit den klimabedingt höheren Temperaturen zusammen und auch dem Mehr an Feuchte, die wärmere Luftmassen speichern können. Somit steht Wettersystemen eine größere Menge an Energie zur Verfügung.
Darauf müssen wir uns in Zukunft einstellen. Auch, dass sich gerade diese Hitzehochs über Wochen an einer Stelle halten, so dass an andere Stelle dauerhaft Tiefs wie an einer Perlenschnur immer und immer wieder über die gleichen Regionen ziehen, ist ein klares Zeichen von klimabedingt veränderten Strömungen in der Atmosphäre. Dieses Verhalten beobachten wir schon seit Jahren. Dabei müssen diese äußerst stabilen Heat Domes nicht immer nur über Westeuropa verharren. Es kann sich im nächsten Jahr genauso gut über Deutschland oder wie 2025 über Skandinavien solch eine Hitzeglocke bilden, mit den entsprechenden Auswirkungen auf Wind und Wetter in unseren Segelrevieren.
Schaut man auf die nackten Zahlen der Sommermonate 2026 in der Nordsee und Ostseeregion, fallen die für Niederschlag und Sonnenstunden sogar noch eher normal aus. Einzig bei den Temperaturen lagen wir sogar etwas mehr als 2°C über den zu erwartenden Werten. Im Detail erkennt man doch immer wieder markante Phasen, die da nochmals herausstachen. Deutschlandweit reiht sich der Sommer 2026 in der Statistik nach 2003 auf Platz zwei ein. Jedoch überstrahlt hier die andauernde Hitze im Südwesten die kühleren und wechselhafteren Bedingungen im Norden. In Westeuropa, heat dome bedingt, war es gar der wärmste jemals gemessene Sommer.
Nun ist er vorüber, doch die Meere sind noch recht warm. Auch daraus ziehen Tiefs ihre Energie, um sehr kraftvoll den Herbst einzuläuten. Man darf gespannt bleiben, was noch alles folgen wird. Auch für die kommende Segelsaison 2027.
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Sind extreme Wechsel zwischen Flaute, Hitze und Starkwind längst die neue Normalität für Sommertörns an Nordsee und Ostsee? Schildern Sie Ihre Erfahrungen aus der Saison 2026 und diskutieren Sie in den Kommentaren mit.

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