Der 52-jährige Fabrice Roghé beendet mit der Gründung der XP SAIL Academy seinen vorzeitigen Ruhestand. Zuvor arbeitete er als Unternehmensberater. Mit seiner neuen Akademie will er in den Markt der Segelausbildung einsteigen und hat dazu ein neues Unternehmen gegründet.
Ich halte die meisten Segelschulen in Deutschland nicht für optimal.
Die machen Frontalunterricht, den ich mir auch auf YouTube anschauen könnte. Da hält einer, wenn man ihn nicht unterbricht, einen Zwei-Stunden-Vortrag und zeigt einem 40 bis 80 Folien, wenn man Pech hat.
Der Segel- und Bootsmarkt vor steht großen Herausforderungen. Es wird immer weniger Leute geben, die bereit sind, sich ein Boot zu kaufen, mit der ganzen Arbeit, die dazugehört. Die Menschen werden eher erstklassige Törns, Events und Charter buchen als in Yachten zu investieren. Sie haben Interesse an tollen Erfahrungen, in großartigen Revieren, uns an glamourösen Locations. Das wollen wir mit unseren Segelangeboten liefern.
Bei unseren Schulungen wollen wir moderne Didaktik anwenden. Wenn ich Frontalunterricht mache, kann ich das lieber über E-Learning organisieren. Wenn die Leute zu mir in die Segelschule kommen, soll es interaktiv sein, dann muss diskutiert werden. Vor allem in einem angenehmen Umfeld.
Die Praxis: Wir definieren uns übers Segeln mit sportlichem Anspruch. Deswegen ist das Thema Regatten für uns zentral. Die ersten Events, die wir ab Herbst auf unseren Schiffen veranstalten, sind Regatten. Und auf unseren Regattayachten wollen wir auch schulen. Das wird unser Aushängeschild sein, das soll unsere Marke prägen. Regattasegeln und Schulungen auf performanceorientierten Schiffen, auf einem luxuriöseren Level.
Der Punkt ist fair. Ich glaube, es ist aber insofern nicht ganz so wild, als dass wir das Business-Angebot ganz klar abgetrennt haben. Wenn Sie fragen, wofür die Marke XP SAIL bei uns steht, dann nicht dafür.
Wir bieten das Segeln auf drei Perfomance-Cruisern an. Ich wollte für mich selbst ein sportliches Segelboot. Ich möchte schnell und kompetitiv segeln können, aber gleichzeitig auch ein bequemes, geräumiges und elegantes Boot. Unser Flaggschiff, die “Sophie Emilie”, ist wegen verschiedener Spezifikationen zu einem Unikat geworden.
Nein, nicht alle. Unser Aushängeschild, “Sophie Emilie”, gehört XP Sail. Die anderen beiden werden bei Infinity Yachting zwischenverchartert.
Ich habe früher eine andere Laufbahn gehabt und war in der Unternehmensberatung tätig. Vor ungefähr zwei Jahren bin ich in den Frühruhestand gegangen und das war ein großes Privileg, das ich zu schätzen weiß. Jetzt möchte ich etwas Neues machen. Eine Plattform aufbauen, die höchsten Ansprüchen gerecht wird und das Premium-Performance-Segeln einem breiteren Publikum näherbringt. Meine eigene Mission und mein eigenes Projekt. Ich will etwas aufbauen, worauf ich stolz sein kann und was unserem Qualitätsanspruch genügt. Es muss nicht der große Moneymaker sein, aber es soll wirtschaftlich nachhaltig sein.
Skippertraining – Planen, Führen und Entscheiden. Das Buch setzt dort an, wo die reine Führerscheinausbildung endet. Behandelt werden unter anderem Törnplanung, Navigation, Hafenmanöver, Seemannschaft und das richtige Verhalten in Notfällen. Damit passt es gut um nach der theoretischen Ausbildung praktische Erfahrung zu sammeln
Ich lerne segeln - Ein verständlicher Einstieg in die Grundlagen des Segelns. Von den ersten Manövern über das An- und Ablegen bis zum Segelsetzen. Durch die einfache Sprache und mehr als 150 Abbildungen eignet sich das Buch besonders für Segelanfänger.
Diskutiert mit: Was müsste eine moderne Segelschule bieten, damit ihr euch für sie entscheidet?

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