Text: Caro Käßler
Shetland mit seinem skandinavischen Erbe ist der nördliche Außenposten der Britischen Inseln. An der Grenze von Nordsee und Atlantik bietet die Inselgruppe ein so abgeschiedenes wie faszinierendes Revier. Die Saison ist jedoch kurz und das Wetter häufig wild - weitere Gründe, weshalb die Anzahl der besuchenden Yachten selbst im Sommer überschaubar bleibt. Doch gerade die Einsamkeit macht die Faszination aus, ebenso wie die atemberaubende Natur.
Die nautische Infrastruktur ist dabei überraschend gut. Neben dem Hauptort Lerwick auf der größten Insel Mainland, der erster Anlaufpunkt der meisten Gäste ist, die auf eigenem Kiel von Schottland oder Norwegen kommen, bietet der Archipel noch ein weiteres Dutzend Häfen, die sicheres Abwettern auch bei schwerem Wetter ermöglichen. Hier finden Sie alle Teile unserer Charterreportage über Shetland.
Die Shetlandinseln bilden einen Archipel mit über 100 Inseln – nur etwa 16 sind dauerhaft bewohnt. Sie liegen rund 170 km nördlich des schottischen Festlands und etwa 300 km westlich Norwegens, zwischen Atlantik und Nordsee. Die Küste erstreckt sich über mehr als 2.700 km und ist stark durch Fjorde („voes“) und Sunde zergliedert.
Beste Reisezeit ist Juni bis August. Die Temperaturen liegen meist bei 10–15 °C – auch im Hochsommer. Es gibt häufige Tiefdruckeinflüsse und sehr wechselhaftes Wetter. Wind: 15– 25 Knoten, Böen deutlich stärker.
Tidenströme prägen das Revier: In Engstellen wie dem Bluemull oder dem Linga Sound können sie mehrere Knoten erreichen und bei Wind gegen Strom zu ruppigen Kabbelzonen (tidal races) führen. Frühzeitige Routenplanung ist unerlässlich.
Wir waren mit einer Jeanneau Sun Odyssey 43 (Bj. 2001) mit vier Kojen und zwei Nasszellen unterwegs. Deutsche Agentur: soul-sailing-charter.com
Revierführer „Shetland Islands Pilot“ von Imray (26 €), Stromatlas „Admiralty Tidal Stream Atlas Orkney and Shetland Islands“ (48,50 €), Bezug über NVCHARTS.COM Gezeiten und Wetter: tide-forecast.com, weather.metoffice.gov.uk

Ressortleiter Reise
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