Saint-TropezSpannende Bilder, Klassiker kämpfen mit Starkwind

Max Gasser

 · 05.10.2022

Saint-Tropez: Spannende Bilder, Klassiker kämpfen mit StarkwindFoto: LVdST/Gilles Martin-Raget
Teilweise schon zu viel Wind gab es vergangene Woche für die Klassiker vor St.-Tropez

Die Les Voiles de Saint-Tropez 2022 ist in vollem Gange. Nachdem die Klassiker und die kleineren Yachten den Anfang gemacht hatten, kämpfen jetzt die Maxis um die verschiedenen Titel

Die 24. Auflage der Voiles de Saint-Tropez ist gestern mit dem ersten Start der Maxis in den zweiten Teil der traditionsreichen Veranstaltung gestartet. Zuvor hatten sich bereits 82 Klassiker sowie 132 moderne Yachten unter 60 Fuß eine Woche lang bei verschiedensten Bedingungen gemessen.

Die Société Nautique de Saint-Tropez, der ausrichtende Verein, feiert in diesem Jahr das 160-jährige Bestehen und bietet über die gesamte Eventdauer von zwei Wochen eine Heimat für 250 Segelboote und fast 3.000 Segler.

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 Impressionen der "Les Voiles de Saint-Tropez" 2022
Foto: LVdST/Gilles Martin-Raget

Besonders die klassischen Yachten lieferten bei teils schwierigen Bedingungen aufgrund des starken Windes spektakuläre Bilder. Von der kleinsten Yacht, der “Dainty” (Westmacott, 1923), mit einer Wasserlinie von 8,20 Metern über die größte, die 55 Meter lange “Shenandoah” (Theodor & Ferris, 1902), bis hin zur ältesten, der 1894 vom Stapel gelaufenen “Mad Cap”, gab es alles zu sehen. Auch der deutsche Fotograf Jöran Bubke war vor Ort und sorgte für großartige Impressionen:

"Sumurun" – Impressionen der "Les Voiles de Saint-Tropez" 2022
Foto: Jöran Bubke/yachting.photo.com

Ebenfalls dabei war neben weiteren deutschen Teilnehmern auch der Hamburger Jens Kellinghusen. Er segelte mit seiner „Varuna“ auf den fünften Platz bei der Marshall Trophy (Epoque Marconi A).

Aufgrund der teils sehr starken Winde hatten die Klassiker zu kämpfen, sodass in vielen Klassen nur wenige Rennen zustande kamen. Anders sah dies bei den modernen Rennyachten von IRC B bis F aus.

Einer der Sieger war nach vier gesegelten Rennen mit Kronprinz Frederik von Dänemark auf seiner TP52 „Nanoq“ kein Unbekannter. Er stand bereits vor einem Jahr bei der BMW Trophy (IRC C) ganz oben auf dem Podium.

„Es war eine wunderbare Woche“, resümierte Georges Korhel, der leitende Wettfahrtleiter im Rückblick. Denn seit gestern ist bereits die zweite Woche in vollem Gange.

Die Maxis kommen, schon seit gestern segeln die NeuenFoto: Jöran Bubke/Yachtingphoto
Die Maxis kommen, schon seit gestern segeln die Neuen

Die 46 Einrumpfboote sind in vier Gruppen eingeteilt. Die mit 35 Meter Länge größte von ihnen ist die Swan 115 „Jasi“, die kleinsten Yachten messen dagegen „nur“ 60 Fuß (18,29 m).

Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen sieht die Wettervorhersage für diese Woche leichte Bedingungen mit ungefähr vier bis neun Knoten vor. In allen Klassen sind Top-Crews und Skipper, deren Erfahrung von den Olympischen Spielen über das Volvo Ocean Race bis zum America's Cup reicht, mit am Start. Der einzige deutsche Teilnehmer, Claus-Peter Offen, liegt in der Maxi-2-Wertung nach einer Wettfahrt auf Platz fünf.

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