Erst kommen der sechste Alicante-Start in ein Ocean Race und die 15. Auflage der bekanntesten Mannschaftsregatta um die Welt, dann der Umzug von Spanien nach Portugal. Die Weltumsegler verlegen ihr Hauptquartier von Alicante nach Porto. Dazu soll ein neues Programm für Meeresschutz, Wissenschaft und Bildung aufgelegt werden.
Die Küstenstadt im portugiesischen Nordwesten soll auf Kurs Zukunft bis mindestens 2040 der neue langfristige Hauptsitz der Organisation werden. 1973 in Großbritannien als Whitbread Round the World Race durchgestartet, blickt The Ocean Race inzwischen auf eine bewegte 53-jährige Geschichte zurück, die mit dem Umzug von Alicante nach Porto, von der Costa Blanca an die nordportugiesische Atlantikküste ein neues Kapitel aufschlägt.
In Partnerschaft mit der Stadt Porto, Turismo de Portugal und Turismo do Porto e Norte de Portugal soll mit der Einrichtung des neuen Hauptstandortes von The Ocean Race in Porto dort ein neues Hochseesegelzentrum entstehen. Damit erhält das Mannschaftsrennen um die Welt nach seiner 15. Auflage auch einen neuen Starthafen: Mindestens drei Auflagen des Meeres-Marathons – 2030, 2034 und 2038 – sollen in Porto starten.
Dazu haben die Organisatoren ein weiteres “Special Race” für 2028 sowie “ein umfassendes Programm internationaler Segel- und Meeresaktivitäten in ganz Portugal bis 2040” angekündigt. Die Macher von The Ocean Race und weiteren Rennen wie dem Ocean Race Atlantic und dem Ocean Race Europe wollen mit ihrer neuen Partnerschaft und dem Schritt nach Portugal Teams und Seglern “langfristige Sicherheit” und “einen festen Stützpunkt am Atlantik” geben.
Mit dem Umzug ist auch das Ziel verknüpft, “Porto zu einem Weltklassezentrum für die Offshore-Regattasportbranche zu entwickeln”.
Wir wollen die Welt dazu inspirieren, Außergewöhnliches zu leisten, und begrüßen in Porto einen langfristigen Partner, der dieses Ziel teilt.” Richard Brisius
Der schwedische Mitinhaber und Race Chairman Richard Brisius sagte: “Wir freuen uns darauf, in Porto eine Zukunft aufzubauen – die Zukunft, die unseren Seglern, Teams und Partnern zugutekommt, unseren Sport stärkt und uns vor allem dabei hilft, mehr für den Sport zu tun.” Es wird ein historisches Gebäude direkt am Wasser, am Strand vor dem Stadtpark von Porto sein, das die Organisatoren von The Ocean Race zu ihrem neuen operativen Hauptsitz machen.
Brisius sagte auch: “Porto und Portugal zeichnen sich durch eine tiefverwurzelte maritime Identität, eine starke Verbindung zum Atlantik und eine zunehmend wichtige Rolle in Sport, Wissenschaft, Innovation und der blauen Wirtschaft aus.” Der Standortwechsel des Hauptquartiers bringt auch die Einrichtung eines neues Museums an einem weiteren Standort direkt am Wasser in Porto mit sich.
So soll “ein dauerhafter öffentlicher Raum” entstehen, in dem viel über “die entscheidende Rolle zu erfahren ist, die der Ozean in unserem aller Leben spielt”. Gleichzeit soll das Museum eine Stätte werden, an der das historische Erbe des bekanntesten Mannschaftsrennen im die Welt und die Menschen gewürdigt werden, die es geprägt haben.
Das Zukunftsprogramm der Weltumsegler ist ehrgeizig: Über das “Special Race” im Jahr 2028 und den Start der drei Auflagen von The Ocean Race um die Welt 2030, 2034 und 2038 hinaus, die alle ihren Auftakt in Porto erleben sollen, wird Portugal in den kommenden 13 Jahren mindestens sechs weitere internationale Segelveranstaltungen ausrichten. Als Schwerpunkt nannten die die Veranstalter hier das Ocean Race Europe. Hinzu kommen die Fortsetzung der Serie “The Ocean Race Summits” und die damit verknüpften Programme mit den Schwerpunkten Meereswissenschaft, Meeresbildung und Bildung.
Auch aus portugiesischer Sicht sind mit der neuen Partnerschaft Hoffnungen und Ziele verknüpft: Portugals Position als Standort für große internationale Sportereignisse soll gestärkt werden. Gleichzeitig sollen die atlantische Identität des Landes und seine wachsende Führungsrolle in der blauen Wirtschaft hervorgehoben werden. “Mit Porto als Herzstück dieser Partnerschaft und unter Einbeziehung des ganzen Landes können wir Portugals atlantische Identität einem Publikum auf der ganzen Welt näherbringen”, sagte mit Pedro Machado der Staatssekretär für Tourismus, Handel und Dienstleistungen.
Carlos Abende, Präsident von Tourismo de Portugal, beschrieb die Partnerschaft mit The Ocean Race als “entscheidenden Schritt für Portugals globale Positionierung” und sagte: “Sie spiegelt unseren Ehrgeiz wider, an der Schnittstelle von Tourismus, Nachhaltigkeit und dem Ozean eine Führungsrolle einzunehmen und das Land im Zentrum der internationalen Agenda der blauen Wirtschaft zu verankern.”
Dafür setzen die Portugiesen auf den Sport und das Rennen um die Welt als Bühne und Botschafter. Stets dafür geworben hat auch Mariana Lobato. Die in Lissabon geborene Portugiesin hat zuletzt das Ocean Race Atlantic als Co-Skipperin von Paul Meilhat auf “United by the Ocean” gewonnen.
Bevor der Umzug und die Neuausrichtung beginnen, startet am 17. Januar jedoch zunächst die 15. Edition von The Ocean Race. Sie führt die Teams auf dem Kurs um die Welt von Alicante via Auckland, Itajaí (Brasilien), St. Pete-Clearwater (USA) und Cascais (Portugal) in den Zielhafen Amaala ins Rote Meer. Während eine bestätigte komplette Meldeliste der Teams noch fehlt, ist klar: Boris Herrmann und Team Malizia wollen es zum zweiten Mal nach 2023 wissen, gehen mit der neuen “Malizia 4” ins Rennen.

Freie Reporterin Sport
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