America’s CupErste Flugversuche der neuen AC40-Klasse für Frauen und Jugend

Max Gasser

 · 06.10.2022

America’s Cup: Erste Flugversuche der neuen AC40-Klasse für Frauen und JugendFoto: Emirates Team New Zealand
Ac75 ist das Vorbild: der erste AC40 beim Training

Die erste AC40-Yacht wurde vor zwei Wochen getauft und erstmals zu Wasser gelassen, die nächste ist bereits gebaut. Die kleinere Variante der AC75 für den America’s Cup 2024 steckt voller Technologie. Sie wird beim Youth America’s Cup sowie beim America’s Cup der Frauen eingesetzt

Die foilenden Rennmaschinen sollen beim Youth America’s Cup sowie beim America’s Cup der Frauen zum Einsatz kommen. Gleichzeitig dienen sie jedoch auch als Test- und Trainingsboote für die Teams. So wurde das erste Boot bereits vom Verteidiger Emirates Team New Zealand eingesetzt. Bei der kleineren Version der AC75-Klasse handelt es sich um ein One Design mit automatischer Flughöhenkontrolle und Selbstwendefock. Die Boote wurden vom Team New Zealand entworfen, sind 11,8 Meter lang und werden von der australischen Werft McConaghy Boats gebaut.

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Angestrebter Topspeed: 44 Knoten

Nachdem zunächst Schlepptests durchgeführt wurden, konnte bereits einen Tag später tatsächlich gesegelt werden. Bei Windgeschwindigkeiten unterhalb von zehn Knoten wurden Bootsgeschwindigkeiten von über 20 Knoten erreicht. Das Windlimit für die AC40-Klasse liegt bei 20 Knoten. Die berechneten Höchstgeschwindigkeiten von 39 Knoten am Wind und 44 Knoten vorm Wind sollen dann erreicht werden.

Erste Tests: Zunächst wurde das Boot durch das ebenfalls foilende Begleitboot geschleppt und erstmals auf die Tragflügel gehoben
Foto: Emirates Team New Zealand
Ein beeindruckendes Boot

Für Steuermann Nathan Outteridge war es der erste Tag, an dem er einen foilenden Einrümpfer segelte: „Es war offensichtlich ein sehr erfolgreicher Tag, ein beeindruckendes Boot.“

Das Team verbrachte den ganzen Tag mit Testfahrten auf dem Wasser. Es absolvierte zunächst eine Reihe von geraden Schlägen, bevor es die erste Wende einleitete. Der vierköpfigen Crew gelang es auf Anhieb, auch während des Manövers auf den Foils zu bleiben.

AC40 bald auch für Privatpersonen

Die automatische Steuerung der Foils habe das Team von Anfang an beeindruckt, so Chefdesigner Dan Bernasconi. „Die automatische Flughöhensteuerung war am ersten Tag fantastisch und wird mit einer kleineren und weniger erfahrenen Crew auf diesen Booten für die Rennen eine wirklich wichtige Funktion sein“, erklärte er im Hinblick auf die reduzierte Crew von nur vier Seglern. Beim eigentlichen America’s Cup besteht das Team der AC75-Cupper nach den neuen Regeln aus acht Seglern.

Unterdessen ist bereits das zweite Boot der AC40-Klasse auf dem Weg zu INEOS Britannia, nachdem es vergangene Woche die Werft von McConaghy Boats in China verlassen hatte. Insgesamt werden acht Boote für die Teams gebaut, alle fünf Wochen soll eines fertiggestellt werden. Danach steht es auch privaten Käufern offen, einen AC40 bauen zu lassen.

Noch mehr zum America’s Cup 2024 in Barcelona gibt es hier zu lesen:

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