Brompton G LineBordrad-Klassiker neu aufgelegt

Michael Rinck

 · 09.10.2024

Das G Line von Brompton
Foto: Brompton
Das neue Brompton G Line

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Brompton hat in vergangenen Faltrad-Tests immer hervorragende Bewertungen für das geringe Packmaß und die Fahreigenschaften bekommen. Jetzt bringt der britische Hersteller mit der G Line eine neue Variante.

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Neu sind die größeren 20-Zoll-Räder Schwalbe G-One, die breiter sind als im Standard. Damit sollen auch schlechtere Strecken abseits asphaltierter Wege komfortabel befahrbar sein. Dafür gibt es die G Line in drei Rahmengrößen und optional Elektroantrieb. Der Elektromotor sitzt dabei in der hinteren Radnabe und nicht wie im klassischen Brompton vorne. Der Hersteller bezeichnet das neue Modell als größte Neuentwicklung seit 50 Jahren. Vor einem halben Jahrhundert wurde das erste Brompton vorgestellt, dass immer noch erhältlich ist und besonders mit sehr geringem Packmaß punktet.

Erstmals drei Größen beim Brompton

Der Faltmechanismus der neuen G Line ist dann auch typisch Brompton, auch die Rahmenform folgt den bekannten Linien. Mit den Größen Small, Medium und Large gibt es jetzt aber drei Größen. Der Hersteller gibt drei Lenkerhöhen als Vergleich an: Small ist 152 bis 168 Zentimeter hoch, Medium 168 bis 183 und Large 183 bis 198.


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Zwei unterschiedliche Antriebe

Desweiteren wird bei den Modellen zwischen 8-Speed und 4-Speed unterschieden. Damit werden die Variante mit 8-Gang-Nabenschaltung ohne E-Antrieb (>> z.B. bei Fahrrad XXL erhältlich) sowie die Electric G Line mit vier Gängen bezeichnet. Angetrieben wird diese mit einem Elektromotor in der Nabe mit 250 Watt Leistung. Der neue Hinterradantrieb soll Vorteile bieten. Im vergangenen YACHT-Test rutschte das elektrisch angetriebene Vorderrad des Brompton besonders am Berg schnell durch. Die G Line 8-Speed wiegt 13,9 Kilogramm in der Größe Small, allerdings ohne Extras wie Schutzbleche und Gepäckträger. Die G Line 4-Speed wiegt mit Gepäckträger und Schutzblechen aber ohne Akku 16,1 Kilogramm. Mit Akku 19,5.

Größere Reifen beim neuen Bromton

Neben dem größeren Rahmen sollen die 20-Zoll-Reifen besonders zum verbesserten Fahrkomfort des Bordrades beitragen. Auch hier gibt es die Auswahl zwischen zwei Varianten: Speziell für die G Line entwickelte pannensichere Reifen von Schwalbe. Diese werden vom Hersteller empfohlen, wenn eher offroad gefahren werden soll. Auf ebenen Radwegen sollen die Reifen von Continental punkten. Eine Neuheit sind auch die hydraulischen Scheibenbremsen. Die gab es bisher nicht bei Brompton. Sie sollen zuverlässige Bremskraft auch auf schlechten Untergründen bieten.

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Neben einem breiteren Lenker, ergonomischen Griffen und den breiten aber abnehmbaren Pedalen ist auch der Sattel eine Neuentwicklung. Mit einer Basis aus Kohlefasern soll er Vibrationen minimieren und besonderen Komfort bieten.

Vielfältiges Brompton-Zubehör

Für die G Line hat Brompton auch spezifische Zubehörteile im Programm. So soll der Front-Carrier-Block das Gewicht der Gepäck- und Akkutasche nicht auf den Lenker, sondern den Rahmen übertragen. Damit ergibt sich auch mit viel Gepäck ein stabileres Kurvenverhalten. Außerdem erhältlich sind Hüllen für das gefaltete Rad, Wasserflaschen- und Smartphonehalter, ein Toolkit, Lichter, Schutzbleche und Gepäckträger.

Der Preis für das Brompton G Line startet bei 2849 Euro für das G Line 8-Speed Small ohne Gepäckträger und Schutzbleche. Je nach Größe, Ausstattung und mit Elektroantrieb reicht der Preis bis 3999 Euro für das Electric G Line 4-Speed. Die neuen Modelle sollen ab Oktober bei akkreditierten Bromptonhändlern verfügbar sein.


Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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