Der Brennstoff Petroleum wird dabei elektronisch gesteuert über eine Einspritzdüse fein zerstäubt, automatisch gezündet und sauber verbrannt, so der Hersteller Toyotomi, Marktführer aus Japan. Anders als Dochtöfen nutzen die Laser-Derivate ein Gebläse zur Wärmeverteilung und haben eine elektronische Temperaturregelung; daher benötigen sie etwas Strom. Wir haben das kompakte Einstiegsmodell LC-130 getestet.
Das Gerät leistet laut Hersteller maximal 3000 Watt und soll für Räume bis zu 48 Quadratmeter geeignet sein. Der Ofen ist mit den Maßen 38 mal 30 mal 43 Zentimeter noch recht kompakt und wiegt unbefüllt acht Kilogramm. Der integrierte, herausnehmbare Tank fasst 5,4 Liter Brennstoff. Das Gerät wird an eine 230-Volt- Steckdose angeschlossen und einfach per Knopfdruck gestartet. Nach einigen Sekunden Aufwärmzeit, in der kurz Petroleumgeruch zu verzeichnen ist, startet der Brenner seine Arbeit. Der Bediener stellt die Solltemperatur ein, die ein Thermostat überwacht und die Intensität des Heizapparates und das Gebläse steuert. Kraft voll und dabei mit lediglich rund 50 Dezibel (A) in einem Abstand von einem Meter zu hören, kommt das Gerät auf Touren.
Der Petroleumofen bringt den Innenraum schneller als ein zum Vergleich herangezogener Heizlüfter mit 1800 Watt maximaler Leistung auf die gewünschte Temperatur. Dabei wir der LC 130 tatsächlich nur vorne am Ausströmgitter heiß, darunter, oben und an den Seiten wird das Gerät lediglich handwarm. Dennoch rät der Hersteller zu Mindest-Abständen von 20 Zentimeter nach hinten und 50 Zentimeter zu den Seiten sowie zu 150 Zentimeter nach vorne. Die Heizluft ist angenehm, riecht nicht und wirkt trocken. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit ließ sich nicht nachweisen.
Der Petroleumofen benötigt keinen Kamin, jedoch eine gewisse Frischluftzufuhr. Der 5,4 Liter fassende Tank hält laut Hersteller 17, 3 Stunden bei maximaler Heizleistung. Das sind also 0,31 Liter pro Stunde. Bei einem Preis für das empfohlene Spezialpetroleum desselben Herstellers von 3,45 Euro pro Liter kommt man also auf gut einen Euro pro Stunde, plus Strom, das ist also teurer als der Betrieb eines Heizlüfters (der jedoch weniger effektiv arbeitet). Der Petroleumofen braucht im Betrieb lediglich 13 Watt Strom, beim Start sind es 320 Watt.
Das Gerät ist empfindlich gegen Berührung und Kippen, schaltet sich dann ab. Das leider unbeleuchtete Display warnt zehn Minuten vor dem Abschalten durch Brennstoffmangel. Eine elektronische Tankanzeige gibt es leider nicht, lediglich ein Schauglas am Tank, der für die Überprüfung herausgenommen werden muss. Auf der Habenseite stehen die große Leistung aber auch die trockene, angenehme Luft sowie die gute Steuerung. Die Betriebszeit lässt sich programmieren und es gibt eine Kindersicherung. Weiter weist das Gerät auf eine mangelnde Lüftung hin. Das LC 130 kostet 289,90, zu beziehen über den Zibro-Ofenshop.

Stellvertretender Chefredakteur YACHT