Sören Gehlhaus
· 30.06.2025
Die Bedingungen präsentierten sich sowohl am zweiten als auch am dritten und letzten Tag von ihrer besten Seite. Bei 10-16 Knoten Wind und ruhiger See schickte die Regattaleitung die elf Yachten starke Flotte auf einen 23 Seemeilen langen Kurs mit fünf Schenkeln quer über die Bucht von Palma. „Es waren fantastische Segelbedingungen die ganze Woche über, mit flachem Wasser und tollen Winden", schwärmte „Rose“-Kapitän Ben Potter. „Die Organisation ist großartig, die Kommunikation klar und einfach zu verstehen, der Sicherheitsaspekt ist fantastisch. Wir lieben dieses Event einfach."
Vor dem entscheidenden Rennen am St. Regis Race Day lagen drei Yachten punktgleich an der Spitze des Gesamtklassements: „Cervo“, „Gelliceaux“ und „Rose“ hatten jeweils vier Punkte auf ihrem Konto. In Gruppe A lieferten sich die 39 Meter lange Tripp-Konstruktion „Cervo“ und die 36 Meter lange Southern Wind „Gelliceaux“ ein packendes Duell um den Klassensieg. Am Ende setzte sich „Gelliceaux“ knapp mit einer Minute Vorsprung und einer 2-2-2-Serie durch.
In Gruppe B musste sich die Titel verteidigende „Rose“-Crew gegen die Y8 „Sveam“ sowie vier Baltic 68 Café Racer behaupten: „Ganesha“, „Open Season“, „Pink Gin Verde“ und „Scorpione Hormar“. Zwar sicherte sich „Open Season“ mit einer lupenreinen Serie aus drei Tagessiegen souverän den Klassensieg vor „Rose“ und „Ganesha“, doch galten die Café Racer aufgrund ihrer Rumpflänge unter 20 Meter nicht als Superyachten.
Um den Gesamtsieg, den Wanderpreis „Big Bent Cleat“ (Krumme Klampe), durften nur Yachten über 24 Meter Länge segeln. Da „Rose“ in allen drei Wettfahrten den zweiten Platz belegte und damit wie „Gelliceaux“ insgesamt sechs Punkte sammelte, kam es auf die Teilnehmerzahl der jeweiligen Gruppe an. Hier hatte sich die Wally 80 gegen fünf Crews durchzusetzen. Der „Rose“-Crew gelang der Hattrick, sie gewann dreimal in Folge die Gesamtwertung des Superyacht Cup Palma.
„Was für ein phänomenales Event und was für ein großartiger Segeltag", jubelte Ben Potter im Ziel. „Wir sind wirklich begeistert, dass wir zum dritten Mal in Folge ganz oben auf dem Podium stehen. Geschichte beim Superyacht Cup Palma zu schreiben, ist einfach wunderbar. Das Boot lief hervorragend, die Crew hat hart gekämpft und wir sind absolut euphorisch."
In Gruppe B hatte die 39 Meter lange „Linnea Aurora“ einiges wieder gut zu machen. Nach einem DNC am ersten Tag aufgrund von technischen Problemen gewann die Truly Classic 128 bei ihrer Regatta-Premiere die beiden verbleibenden Wettfahrten. Damit verwies die „Linnea Aurora“-Mannschaft ihre ebenfalls von Andre Hoek entworfenen Schwesterschiffe „Vijonara“ und „Atalante“ auf die Plätze. Allerdings reichte es für „Linnea Aurora“ aufgrund des sechsten Platzes am ersten Tag nicht für einen Podestplatz in der Gesamtwertung.
„Wir haben wieder einmal spektakuläre Rennen in hervorragenden Bedingungen von einer großen Bandbreite fantastischer Yachten gesehen", resümierte Event-Direktorin Kate Branagh. Sie dankte allen Eignern, Skippern und Crews für ihre Teilnahme sowie den Partnern und Unterstützern der Veranstaltung. Besonders hob sie den neuen Austragungsort Club de Mar-Mallorca sowie das St. Regis Mardavall Mallorca Resort hervor. Der Superyacht Cup Palma wird im nächsten Jahr seine 30. Jubiläumsausgabe feiern und vom 24. bis 27. Juni 2026 stattfinden.
Gesamtwertung:
Gruppe A:
Klasse B:
Baltic 68 Café Racer: