Bente 25 kommt in drei Varianten auf den Markt

Fridtjof Gunkel

 · 10.05.2026

Typisch Bente mit Dodger und Knicken, aber schmalerem Rumpf.
Bente Yachts erweitert die Modellpalette um die Bente 25. Mit 7,80 Meter Länge und unter 2,55 Meter Breite lässt sich die neue Yacht mit einem normalen PKW trailern. Die Version open.i will neue Maßstäbe beim inklusiven Segeln setzen.

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Nach fast 200 gebauten Exemplaren der Bente 24 in über zehn Jahren erweitert die Marke vom Bodensee die Modellpalette. Die neue Bente 25 wird in drei Versionen entwickelt: cruising, open und open.i. Mit 7,80 Meter Länge und unter 2,55 Meter Breite bleibt die Yacht schlanker als ihr Vorgängermodell und lässt sich mit einem normalen PKW trailern. Das geringere Gewicht und die kompakten Abmessungen machen somit die Bente 25 flexibel einsetzbar und nicht mehr ans Heimatrevier gebunden. Unterschiedliche Kielvarianten sind in Planung, optional steht ein Schwenkkiel für variablen Tiefgang zur Verfügung. Die Design- und Entwicklungsarbeiten an der 25 cruising sind fast abgeschlossen, der Bau des ersten Prototyps steht unmittelbar bevor. Das Konstruktions- und Designbüro Judel/Vrolijk & Co. zeichnet für die Entwicklung verantwortlich.

Cruising-Version mit viel Raum und Licht

Die Bente 25 cruising bietet fünf vollwertige Schlafplätze mit laut Werft komfortablen Kojenmaßen. Der Dodger wird wie bei der Bente 28 Teil der Decksstruktur und schafft ein Raumgefühl mit viel Luft und Licht bei ansehnlicher Stehhöhe. Eine WC-Kabine befindet sich in der Planung und wird als Option angeboten. Das Rigg kommt ohne Achterstag aus und vereinfacht das Handling. Die Großschotführung verfügt über einen verstellbaren Hahnepot, optional ist ein Traveller lieferbar. Als Antrieb stehen eine Einbaumaschine mit E-Antrieb oder ein klassischer Außenborder am Heck zur Wahl. Die Yacht wird ab Werft einhandtauglich ausgestattet und weist innovative Lösungen beim Gennakerbugspriet sowie der Fallenumlenkung auf, so die Werft.

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Bente Open als sportlicher Daysailer

Die Bente 25 open präsentiert sich als klassischer Daysailer mit deutlich größerem Cockpit ohne den typischen Bente-Dodger. Der Dodgerbügel wird als tiefer liegendes Stilelement integriert, um den Bente-Stil zu erhalten. Im Bugbereich befindet sich eine Schlupfkabine mit komfortablen Kojenmaßen für den Wochenendtörn. Die Versionen open und open.i erhalten ein anderes Deck als die cruising-Variante. Im Kern sind die Bente 25 open und die Inklusionsvariante open.i dasselbe Boot, allerdings mit abweichender Besegelung, um den benötigten Sicherheitsfaktor bei der open.i zu gewährleisten.

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Inklusive Segeln mit direktem Rollstuhlzugang

Das „i" bei der BENTE25open.i steht für Inklusion. Die Backskisten lassen sich mit wenigen Handgriffen zugunsten von Standplätzen für Rollstühle ausbauen. Rollstuhlfahrer können direkt auf das Boot fahren und finden einen sicheren Platz in einer eventuell unbekannten Umgebung. Das aufwendige Umsteigen in spezielle Sitze entfällt. Das Deckslayout wird einhandtauglich ausgestattet, damit auch Anfänger oder Ungeübte am inklusiven Segeln teilnehmen können und nur eine erfahrene Begleitperson nötig ist. Als echtes Kielboot bringt die Bente 25 open.i mit ihrem hohen Ballastanteil einen ausgeprägten Sicherheitsfaktor mit. Das Boot eignet sich für die Segelausbildung von Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen und für ambitioniertes Freizeit- oder Regattasegeln.

Individualisierung durch Airlineschienen

Airlineschienen auf dem Cockpitboden ermöglichen die Individualisierung der BENTE25open.i mit wenigen Handgriffen. Je nach gewünschtem Einsatzbereich entstehen verschiedene Möglichkeiten: Kinobestuhlung wie in einem Jugendkutter, Fixpunkte für einen Rollstuhl oder Schalensitze mit Federung. Eine Seglerin äußerte den Wunsch nach einem Schalensitz mit Leinenverstellung auf einer Travellerschiene, um die Seiten zu wechseln. Auch ein einfacher Cockpittisch lässt sich fixieren. Die Airlinetracks bilden ähnlich einer Dachreling am Auto die multiple Basis für die Individualisierung. Bente Yachts entwickelt das Boot als Basis segelfertig für alle Menschen und Lebens- sowie Altersituationen gemeinsam mit Judel/Vrolijk & Co. im Austausch mit der segelnden InklusionsCommunity.

Erfahrungen aus vier Jahren Praxis

Bente Yachts beschäftigt sich bereits seit Jahren mit inklusivem Segeln. Stephan Krings als Vorstandsvorsitzender von Inklusives Segeln für Alle e.V. brachte den Stein ins Rollen. Ein besonderes Exemplar auf Basis einer Bente 24 segelt bereits seit rund vier Jahren. Das sinnvoll mit offenem Deck umgebaute Boot ist in vielen TV-Formaten von ZDF und NDR, in der Tagespresse sowie auf zahlreichen Segelevents wie der Kieler Woche zu sehen. Die gewonnenen Erkenntnisse dieser Art des Segelns werden nun mit ausgewählten Partnern weiter umgesetzt. Zu den Unterstützern zählen die Präsidentin des Deutscher Segler-Verbandes sowie Elke Paatz vom DSV. Jens Kroker mit seinem Team von der Turning Point-Stiftung sowie Sven Jürgensen und Clemens Kraus von Wir sind Wir-Inclusion in Sailing e.V. bringen fundiertes Knowhow ein.

Mockup-Roadshow für direktes Feedback

Um die bestmögliche Ergonomie und Leinenführung bei allen drei Modellen zu erreichen, baut Bente Yachts ein 1:1 Holzmodell der Cockpitsektion. Auf ausgewählten Events des inklusiven Segelns wird das Mockup der Bente 25 open.i im Rahmen einer Roadshow für Interessierte zur Besichtigung und zum aktiven Test gezeigt. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Gesprächen sowie einer begleitenden Umfrage fließen direkt in den aktuellen Konstruktions- und Designprozess ein. Die Roadshow startet am 9. und 10. Mai in Kressbronn am Bodensee bei der Ultramarin Boatshow mit freiem Eintritt. Am 14. und 15. Mai folgt Hamburg an der Alster. Weitere Termine befinden sich in der Planung, stehen aber noch nicht fest. Zur Kieler Woche beispielsweise wird auch die umgebaute Bente 24 “Henk de Mol” vom Verein Inklusives Segeln für alle e.V. auf dem Wasser unterwegs sein.

Programm Bente 25:

9.-10. Mai:

  • Ultramarin Boatshow, Kressbronn/Bodensee
  • Mockup-Besichtigung und Ergonomietest
  • Eintritt frei

14.-15. Mai:

  • Hamburg/Alster
  • Heinz Kettler-Deutschland Cup 2026 Teil 1
  • Mockup-Besichtigung

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Fridtjof Gunkel

Fridtjof Gunkel

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Fridtjof Gunkel, geboren auf Helgoland, startete dort seine Segelkarriere im Opti und stieg schnell auf Kielboote um. Admiral’s Cup, Weltmeisterschaften und weitere internationale Regatten sowie eine Teilnahme im Whitbread Round the World Race Race waren seine prägenden seglerischen Stationen, ebenso wie ausgedehnte Fahrtentörns in Europa und Übersee. Bei der YACHT ist er bereits seit 1985. Er segelt privat einen Performance/Cruiser mit Liegeplatz an der Ostseeküste, seine Lieblingsreviere sind die schwedischen Schären und die Bretagne.

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