Noch kurz vor dem Start hatte es an allen vier Ausgangsorten der Regatta aus allen Knopflöchern geweht, vor Fehmarn hatte der West noch dazu einen leichten Nordeinschlag. Die Gruppe entschloss sich daher, nicht an der Wertung teilzunehmen - was einige unverzagte Crews nicht daran hinderte, sich trotzdem auf den Weg nach Ærø zu machen, um am Landprogramm der Regatta teilzunehmen.
Das wurde belohnt, denn neben einem Frühstück im idyllisch am Yachthafen gelegenen Café-Bar Nixe und einem Eisessen bei Æroskøbing-Is gab es tagsüber Livemusik vom Saxofonisten Jens Tolksdorf auf der Pier vor den Yachten und abends eine Party mit Barbeque und der Berliner Folk-Rock-Band The Charcoal Sunset.
Für die an der Regatta teilnehmenden Crews war das Happening hart erarbeitet. Zwar nahm der Wind zum Start um 21.30 Uhr auf vier Beaufort ab, doch es wurde kalt und lang, vor allem für die kleineren Boote, die für die rund 55 Seemeilen lange Strecke bis zum späten Morgen brauchten.
Am Ende gab es ausschließlich stolze Teilnehmer - und einige Gewinner. Und so konnte Dirk Ammann vom Hauptsponsor Pantaenius zahlreiche bei der Siegerehrung zahlreiche Preise verteilen.
In der Startgruppe Flensburg gingen drei Teilnehmende Crews an den Start, entsprechend ging keine von ihnen bei der Preisverleihung leer aus. Den berechnet ersten Platz errang Felix Backmeister mit seiner “Sjöraet”, ein von Knud H. Reimers konstruierte und 1964-1966 von Christoph Rassy und Holger Johannsen/Karl Gustav Larsson gebauter Spitzgatter vom Typ Stortumlaren.
In der Startgruppe Schlei starteten sieben der neun gemeldeten Teilnehmer. Sieger wurde Jo Jessen mit seiner Mannschaft von der YACHT- und Bootswerft Stapelfeldt auf der “Hamburg V”. Das Schiff gilt als erste deutsche Leichtdeplacement-Yacht und wurde 1950 für den Hamburgischen Verein Seefahrt fertiggestellt.
In der Strander Bucht vor Kiel wurde sogar in zwei Gruppen gestartet. Denn neben der 55-Seemeilen-Bahn ging es von hier aus auch auf eine längere, rund 67 Seemeilen lange Bahn für die großen Hochseeyachten wie der “Germania VI” von der Krupp-Stiftung, dem Zwölfer “Anita”, der “Freya” - ehemals “Wappen von Bremen III”, dem Achter “Feo”, dem 100er Seefahrtkreuzer “Königin” (ehemals “Wappen von Hamburg”) oder der Hochseeyawl von 1936 “Peter von Seestermühe”, die in ihrer Gruppe und insgesamt den Sieg einfuhr.
In der Kieler Gruppe der kleineren starteten vier der acht gemeldeten Boote und Yachten. Sieger wurde die Crew von Lars Mücke auf dem 45 qm Nationalen Kreuzer “Momo”.
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Stellvertretender Chefredakteur YACHT
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