Klassiker-Regatta “The Run”Atemlos durch die Nacht

Lasse Johannsen

 · 16.06.2026

Aufbruch in die Nacht.
Foto: Janno Graf
Am Wochenende segelten die Klassiker zum elften Mal die Nachtregatta “The Run”. Von Flensburg, Schleimünde, Kiel und Fehmarn aus ging es auf gleichlangen Kursen zum Ziel vor dem dänischen Æroskøbing. Der reichlich vorhandene Wind wehte nicht für alle aus der richtigen Richtung...

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Noch kurz vor dem Start hatte es an allen vier Ausgangsorten der Regatta aus allen Knopflöchern geweht, vor Fehmarn hatte der West noch dazu einen leichten Nordeinschlag. Die Gruppe entschloss sich daher, nicht an der Wertung teilzunehmen - was einige unverzagte Crews nicht daran hinderte, sich trotzdem auf den Weg nach Ærø zu machen, um am Landprogramm der Regatta teilzunehmen.

Buntes Programm

Das wurde belohnt, denn neben einem Frühstück im idyllisch am Yachthafen gelegenen Café-Bar Nixe und einem Eisessen bei Æroskøbing-Is gab es tagsüber Livemusik vom Saxofonisten Jens Tolksdorf auf der Pier vor den Yachten und abends eine Party mit Barbeque und der Berliner Folk-Rock-Band The Charcoal Sunset.

Harte Nacht

Für die an der Regatta teilnehmenden Crews war das Happening hart erarbeitet. Zwar nahm der Wind zum Start um 21.30 Uhr auf vier Beaufort ab, doch es wurde kalt und lang, vor allem für die kleineren Boote, die für die rund 55 Seemeilen lange Strecke bis zum späten Morgen brauchten.

Zahlreiche Preise

Am Ende gab es ausschließlich stolze Teilnehmer - und einige Gewinner. Und so konnte Dirk Ammann vom Hauptsponsor Pantaenius zahlreiche bei der Siegerehrung zahlreiche Preise verteilen.


Flensburg

In der Startgruppe Flensburg gingen drei Teilnehmende Crews an den Start, entsprechend ging keine von ihnen bei der Preisverleihung leer aus. Den berechnet ersten Platz errang Felix Backmeister mit seiner “Sjöraet”, ein von Knud H. Reimers konstruierte und 1964-1966 von Christoph Rassy und Holger Johannsen/Karl Gustav Larsson gebauter Spitzgatter vom Typ Stortumlaren.


Schlei

In der Startgruppe Schlei starteten sieben der neun gemeldeten Teilnehmer. Sieger wurde Jo Jessen mit seiner Mannschaft von der YACHT- und Bootswerft Stapelfeldt auf der “Hamburg V”. Das Schiff gilt als erste deutsche Leichtdeplacement-Yacht und wurde 1950 für den Hamburgischen Verein Seefahrt fertiggestellt.


Kiel

In der Strander Bucht vor Kiel wurde sogar in zwei Gruppen gestartet. Denn neben der 55-Seemeilen-Bahn ging es von hier aus auch auf eine längere, rund 67 Seemeilen lange Bahn für die großen Hochseeyachten wie der “Germania VI” von der Krupp-Stiftung, dem Zwölfer “Anita”, der “Freya” - ehemals “Wappen von Bremen III”, dem Achter “Feo”, dem 100er Seefahrtkreuzer “Königin” (ehemals “Wappen von Hamburg”) oder der Hochseeyawl von 1936 “Peter von Seestermühe”, die in ihrer Gruppe und insgesamt den Sieg einfuhr.

In der Kieler Gruppe der kleineren starteten vier der acht gemeldeten Boote und Yachten. Sieger wurde die Crew von Lars Mücke auf dem 45 qm Nationalen Kreuzer “Momo”.


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Lasse Johannsen

Lasse Johannsen

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Geboren in Kiel, aufgewachsen am Wasser und an Bord, seglerisch ausgebildet im Verein und beim Segeln auf Nord- und Ostsee. Nach Schule, Marine und juristischer Ausbildung 2007-2009 Volontariat bei der YACHT im Ressort Panorama, welches er heute leitet. Daneben verantwortet er die Sonderausgabe YACHT classic, veröffentlichte mehrere Bücher im Verlag Delius-Klasing und ist stellvertretender Chefredakteur der YACHT. Johannsen ist begeisterter Fahrtensegler auf eigenem Kiel und aktiver Begleiter der deutschen Klassiker-Szene.

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