Katamaran Lagoon 51Viel Platz, noch mehr Komfort und gute Segeleigenschaften

Johannes Erdmann

 · 04.11.2022

Der Rumpf basiert auf dem Lagoon 50, nur wurde der Mast ganz nach vorn an die Spitze des Aufbaus versetzt
Foto: YACHT/A. Lindlahr
Erste Bilder des Lagoon 51 bei den YOTY-Seatrials vor Port Ginesta.

Der Lagoon 51 ist zwar einen Fuß länger als der erfolgreiche 50er, basiert jedoch auf demselben Rumpf. Mit einem nach vorn versetzten Rigg und neuer Salonaufteilung gelang es der Werft, eine gut segelndes Penthouse-Apartment zu schaffen

Im direkten Vergleich zu gleich großen Fahrtenkatamaranen wirkt der neue Lagoon 51 wie ein Hochhaus. Die breite und Lagoon-typische Fensterfront, die hohe Flybridge mit noch höherem, festen Bimini und einer Breite von mehr als acht Metern lassen das neue Schiff aus der Gruppe Beneteau nicht gerade agil und sportlich wirken. Doch der Eindruck täuscht, wie wir beim Testschlag vor Port Ginesta in Spanien feststellen.

Gute Segeleigenschaften

Während die YACHT im Test des Vorgängermodells Lagoon 50 noch den weit achtern stehenden Mast lobte, der „endlich eine Selbstwendefock in vernünftiger Größe“ möglich machte, so fährt Lagoon mit dem Modell 51 nun ein ganz anderes Konzept mit einem maximal nach vorn gerückten Mast und einer Genua. Die unter Deck ebenfalls nach vorn versetzte Maststütze steht nun nicht mehr länger mittig im Salon und ermöglicht ein viel offener wirkendes Layout und einen Esstisch in angemessener Größe. „Wir wollen zwar keine lahmen Enten bauen, aber der Wohnkomfort ist doch wichtiger, als eine Nachkommastelle mehr Speed zu erreichen”, sagt Quentin Béraut als Produktmanager von Lagoon. Doch trotz des Raumgewinns auf Kosten des Segelplans sind die Segeleigenschaften des Lagoon 51 selbst bei Leichtwind sehr passabel.

Verlagssonderveröffentlichung

Dank der nach vorn versetzten Maststütze wirkt der Salon noch offener und größer
Foto: YACHT/A. Lindlahr
Der Innenraum des Lagoon 51.

Bis zu sechs Kabinen und zwölf Kojen

Das Testschiff war als Eignerversion mit einer großen Kabine an Steuerbord und drei Kabinen an Backbord ausgebaut. Als Charterversion lässt sich der Lagoon 51 aber auch mit sechs Kabinen und bis zu zwölf Schlafplätzen bekommen. Doch überraschenderweise ist das nicht die Haupt-Zielgruppe der Werft, die bereits 100 Boote des Modells 51 verkauft hat. „Nur 20 Prozent der Boote gehen in Charter“, so Béraut, “die anderen an Privateigner”. Größenteils wohl an Leute, die ihren neuen Lagoon 51 zum Zweit- oder gar Hauptwohnsitz auf dem Wasser machen wollen. Warum eigentlich auch nicht?

Lesen Sie den Test des Lagoon 51 in YACHT 24/2022 – ab 16. November am Kiosk.


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