Fahrten-FoilerSkaw A segelt erstmals im Video

Hauke Schmidt

 · 10.09.2026

Zusammen mit dem Video veröffentlicht die Werft die ersten echten Segelfotos der Skaw A.
Foto: Skaw Sailing
Die Skaw A ist erstmals unter Segeln zu sehen. Das Weft-Video zeigt den zwölf Meter langen Fahrten-Foiler bei überwiegend leichtem Wind und flachem Wasser. Besonders aufschlussreich sind die Details an Deck: C-Foils, Doppelpinnen, ein riesiger Vorsegel-Traveller und eine zentrale Leinenführung verraten viel über das Konzept.

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Mit dem ersten Segelvideo „Sail Fast, Live Skaw [A]“ liefert die französische Werft nun bewegte Bilder zu einem Projekt, das bisher vor allem aus Entwürfen und Bauberichten bekannt war. Die Skaw A wird im Film überwiegend einhand gesegelt. Bei maximal etwa zehn Knoten Wind und geringer Welle fährt sie zunächst mit Fathead-Großsegel und Code Zero, später ist sie auch unter Gennaker und Fock zu sehen.

Mit und ohne Foils, wenig Welle

Der Großteil des Films zeigt die Skaw bei glattem Wasser und leichtem Wind von maximal etwa zehn Knoten. Die Skaw A wird meist einhand gesegelt. Die neongelben C-Foils ragen an beiden Seiten aus dem Deck und sind während der Leichtwindpassagen nicht im Einsatz. In einer weiteren Einstellung fährt die Skaw A unter Gennaker, ebenfalls ohne ausgefahrene Foils. Zum Schluss wechseln die Aufnahmen zu mehr Wind und leichter Welle. Dann segelt die Skaw A mit Großsegel-Fock-Kombination. Die Drohnenbilder zeigen das Boot mit deutlich mehr Fahrt und sichtbar abgerissener Heckwelle in Gleitfahrt. Die C-Foils sind beide ausgefahren und die Skaw segelt sehr aufrecht.

Cockpit wie ein Offshore-Racer

Mehrere kurze Schnittbilder zeigen die Steuerung über zwei senkrechte Pinnen mit Pinnauslegern. Der Steuermann steht weit achtern. In Nahaufnahmen sind zahlreiche Fallen und Trimmleinen zu sehen, die zentral vor dem Cockpit zusammengeführt werden. Markant ist der enorm breite Focktraveller auf dem Vorschiff; er erstreckt sich quer über die gesamte Rumpfbreite. Auch die großen, dunklen Fensterflächen fallen im Film auf. Lange Lichtbänder ziehen sich entlang des Rumpfs, weitere Fensterbänder liegen im Deck. Ein kurzer Blick aus dem decksalonartigen Aufbau zeigt die Aussicht zur Seite. Vom Interieur ist nichts erkennbar.

Carbonrumpf und Fahrtenausbau

Die Skaw A wird vollständig aus Kohlefaser gebaut. Ihr ungewöhnlicher Scow-Bug schafft im Vorschiff viel Volumen. Geplant sind zwei Doppelkabinen im Heck, eine Nasszelle mit separater Dusche sowie ein Salon im Vorschiff. Pantry und Navigation liegen mittschiffs. Das asymmetrische Cockpit kombiniert den Arbeitsbereich an Steuerbord mit einer breiten Liegefläche an Backbord. Ein weit nach achtern gezogenes, verglastes Hardtop schützt das Cockpit, eine große Badeplattform erleichtert den Zugang im Hafen.

Die nahezu rechteckigen Formen der Scow erlauben neue Gestaltungsmöglichkeiten beim InnenausbauFoto: Skaw SailingDie nahezu rechteckigen Formen der Scow erlauben neue Gestaltungsmöglichkeiten beim Innenausbau

Hinter dem Entwurf stehen der Foiling-Spezialist Benoît Marie und der Konstrukteur Clément Bercault. Die YACHT-Ankündigung zur Weltpremiere erklärte das Konzept bereits als Verbindung von Hochseerennsport und Fahrtensegeln. Jetzt wird sichtbar, wie die Idee auf dem Wasser wirkt. Mitte Oktober soll die Skaw A bei den Vergleichsfahrten zur European Yacht of the Year 2027 vor Palma unter unabhängiger Beobachtung segeln.

Technische Daten der Skaw A

MerkmalAngabe
KonstrukteureBenoît Marie, Clément Bercault
Rumpflänge11,95 m
Breite4,87 m
Tiefgang1,20–3,50 m
Verdrängung, leicht6 t
Masthöhe über Wasser19,05 m
Großsegel64 m²
VorsegelJ1: 45 m², J2: 29 m², J3: 12 m²
Gennaker93 m²
asymmetrischer Spinnaker135–184 m²
Frischwasser150–400 l
Kraftstoff80–200 l
Motor38 PS Einbaudiesel

Foiler und Foiltechnik

Scows und breite Bugformen

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Hauke Schmidt

Hauke Schmidt

Redakteur Test & Technik

Hauke Schmidt zog bereits im Opti-Alter an die Küste und wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf. Seit 2006 ist der Diplom Ozeanograf als Redakteur im Ressort Test & Technik tätig. Zu den Kernaufgaben gehören Ausrüstungs- und Bootstest, aber auch Praxisthemen rund um Elektronik, Seemannschaft und Refit. Als leidenschaftlicher Selbermacher verbringt er die Sommer am liebsten mit seiner Familie auf dem Wasser und die Winter mit Arbeiten am Boot.

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