Enksail Halycon 50Überall hin – sicher und komfortabel

Michael Good

 · 22.06.2026

Das wuchtige Deckshaus prägt die Optik der Halycon 50 aus Holland.
Foto: Enksail
Mit der Halcyon 50 schiebt die niederländische Werft Enksail Yachts ihr Pilothouse-Konzept in eine moderne Form. Der 15,20 Meter lange Blauwasser-Kreuzer ist als Semi-Custom-Yacht konzipiert: Layout, Ausbau und Technik lassen sich weitgehend auf das Revier und die Wünsche der Eigner zuschneiden.

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​Ein zentrales Merkmal des Entwurfs ist das markante Deckshaus. Es bietet Rundumblick durch das große Fensterband und nimmt je nach Layout den Salon, den Navigationsbereich oder die Pantry auf. Damit kann ein großer Teil des Bordlebens auf Decksniveau stattfinden. Die Pantry kann mit direkter Anbindung an das Cockpit ausgeführt werden, was kurze Wege ermöglicht und den Innen- und Außenbereich funktional koppelt. Auf langen Schlägen und anspruchsvollen Seereisen bietet das Deckshaus einen sehr gut geschützten Aufenthalts- und Wachbereich mit Sicht nach außen. Auch lässt sich das Boot von innen steuern.

Bordleben auf einem Niveau

Auch das Cockpit ist auf eine enge funktionale Verbindung mit dem Deckshaus ausgelegt. Die Böden liegen auf gleicher Höhe. Die Duchten im Cockpit sind lang genug zum Liegen, und die großen Backskisten bieten Stauraum und perfekte Zugänge zur darin installierten Bordtechnik. Achtern ist eine klappbare Badeplattform vorgesehen. Auf Wunsch baut die Werft achtern einen massiven Geräteträger, der auch als Sonnenschutz für den Rudergänger wirkungsvoll sein kann. Zudem können Davits für das mitgeführte Schlauchboot integriert werden.

Der Riggplan sieht einen relativ hohen und sportlichen Rollmast des Herstellers Seldén mit drei Salingen vor. Im Standard wird das Boot zudem mit einer Selbstwendefock ausgestattet. Eine überlappende Genua wäre auch möglich. Und: Am kurzen Bugspriet kann ein Reacher, ein rollbarer Code Zero oder ein Gennaker angeschlagen werden.

Mit Integral-Schwenkiel trockenfalltauglich

Angeboten wird die Yacht wahlweise mit festem Kiel (2,20 Meter Tiefgang) oder mit einem hydraulischen Integral-Schwenkkiel. Damit variiert der Tiefgang zwischen 1,50 und 3,20 Metern. Dadurch lassen sich flachere Reviere, Ankerbuchten oder Wattenbereiche erreichen, und das Boot kann problemlos trockenfallen.


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Unter Deck sieht die Werft verschiedene mögliche Layouts vor, je nach Wunsch und Anspruch der Eigner. Die bereits gebaute Baunummer eins verfügt über drei Kabinen, eine Nasszelle mit Duschbereich und zusätzlich zwei separierten WC-Räumen. Im sehr geräumigen Vorschiff ist das große Doppelbett seitlich installiert. Eine zweite Doppelkabine ist seitlich unter den erhöhten Decksalon gebaut, was für Boote dieses Typs üblich ist. Da die Halcyon 50 als Semi-Custom-Yacht gebaut wird, können Aufteilung, Ausbau und Stil an die Wünsche der Eigner angepasst werden. Enksail fertigt den Innenausbau nach eigenen Angaben im eigenen Betrieb und kann dadurch unterschiedliche Ausbaustile realisieren.

Für die Halcyon 50 nennt die Werft in Makkum einen Grundpreis von 1.755.000 Euro netto, das sind 2.088.450 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. In der Basisausstattung ist die robuste Holländerin sehr umfangreich und bereits blauwassertauglich ausgestattet.

Technische Daten Halycon 50

  • Konstrukteur: Gebrüder van Enkuizen
  • Rumpflänge: 15,20 m
  • Gesamtlänge: 15,90 m
  • Breite: 5,00 m
  • Gewicht: 23,0 t
  • Tiefgang mit Festkiel: 2,20 m
  • Tiefgang mit Integral-Schwenkkiel: 1,50 m - 3,20 m
  • Segelfläche am Wind: 120,0 m2
  • Maschine: Yanmar 4JH110 (110 PS)
  • Kapazität Treibstoff: 1000 lt
  • Kapazität Frischwasser: 700 lt

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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