Ein zentrales Merkmal des Entwurfs ist das markante Deckshaus. Es bietet Rundumblick durch das große Fensterband und nimmt je nach Layout den Salon, den Navigationsbereich oder die Pantry auf. Damit kann ein großer Teil des Bordlebens auf Decksniveau stattfinden. Die Pantry kann mit direkter Anbindung an das Cockpit ausgeführt werden, was kurze Wege ermöglicht und den Innen- und Außenbereich funktional koppelt. Auf langen Schlägen und anspruchsvollen Seereisen bietet das Deckshaus einen sehr gut geschützten Aufenthalts- und Wachbereich mit Sicht nach außen. Auch lässt sich das Boot von innen steuern.
Auch das Cockpit ist auf eine enge funktionale Verbindung mit dem Deckshaus ausgelegt. Die Böden liegen auf gleicher Höhe. Die Duchten im Cockpit sind lang genug zum Liegen, und die großen Backskisten bieten Stauraum und perfekte Zugänge zur darin installierten Bordtechnik. Achtern ist eine klappbare Badeplattform vorgesehen. Auf Wunsch baut die Werft achtern einen massiven Geräteträger, der auch als Sonnenschutz für den Rudergänger wirkungsvoll sein kann. Zudem können Davits für das mitgeführte Schlauchboot integriert werden.
Der Riggplan sieht einen relativ hohen und sportlichen Rollmast des Herstellers Seldén mit drei Salingen vor. Im Standard wird das Boot zudem mit einer Selbstwendefock ausgestattet. Eine überlappende Genua wäre auch möglich. Und: Am kurzen Bugspriet kann ein Reacher, ein rollbarer Code Zero oder ein Gennaker angeschlagen werden.
Angeboten wird die Yacht wahlweise mit festem Kiel (2,20 Meter Tiefgang) oder mit einem hydraulischen Integral-Schwenkkiel. Damit variiert der Tiefgang zwischen 1,50 und 3,20 Metern. Dadurch lassen sich flachere Reviere, Ankerbuchten oder Wattenbereiche erreichen, und das Boot kann problemlos trockenfallen.
Unter Deck sieht die Werft verschiedene mögliche Layouts vor, je nach Wunsch und Anspruch der Eigner. Die bereits gebaute Baunummer eins verfügt über drei Kabinen, eine Nasszelle mit Duschbereich und zusätzlich zwei separierten WC-Räumen. Im sehr geräumigen Vorschiff ist das große Doppelbett seitlich installiert. Eine zweite Doppelkabine ist seitlich unter den erhöhten Decksalon gebaut, was für Boote dieses Typs üblich ist. Da die Halcyon 50 als Semi-Custom-Yacht gebaut wird, können Aufteilung, Ausbau und Stil an die Wünsche der Eigner angepasst werden. Enksail fertigt den Innenausbau nach eigenen Angaben im eigenen Betrieb und kann dadurch unterschiedliche Ausbaustile realisieren.
Für die Halcyon 50 nennt die Werft in Makkum einen Grundpreis von 1.755.000 Euro netto, das sind 2.088.450 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. In der Basisausstattung ist die robuste Holländerin sehr umfangreich und bereits blauwassertauglich ausgestattet.

Redakteur Test & Technik
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