Puffin 42Stilvolle Plattform für eine sorglose Seereise

Michael Good

 · 26.05.2026

Aufregend hübsch. Die Yachten der der Puffin-Reihe von Konstrukteur Olivier van Meer ziehen die Blicke auf sich.
Foto: YACHT / Bertel Kolthof
​Wer nach einem außergewöhnlichen Boot für eine ebensolche Seereise sucht, kann bei Puffin Yachts in Holland fündig werden. Dort in Enkhuizen entstehen Yachten, die sowohl in ihrem Design als auch in ihrer Konzeption einzigartig sind. Die YACHT-Redaktion war für einen Exklusiv-Test an Bord der brandneuen Puffin 42.

Inhaber der Marke Puffin Yachts ist gleichzeitig auch deren Konstrukteur: Olivier van Meer. Zusammen mit dem Werftbetrieb VMG Yachtbuilders in Enkhuizen am IJsselmeer hat der bekannte Naval Architect nun das Puffin-Konzept nochmals gründlich überarbeitet. Das erste neue Modell der neuen Puffin-Generation, die 42er, ist erst vor wenigen Wochen fertiggestellt und an den Eigner übergeben worden.

Typisch für die robusten Blauwasser-Yachten von Puffin sind ihre ausgeprägten Tumblehome-Rümpfe, das herzförmige, positive Heck sowie der kantige, zweistufige Kajütaufbau mit dem markanten Steuerhaus. Auch der voluminöse Bug mit dem hochgezogenen Steven und dem markanten Deckssprung prägt das Erscheinungsbild der einzigartigen Entwürfe von Olivier van Meer. Die optische Anmutung ist auffällig, gleichermaßen ansprechend und repräsentiert in besonderer Weise den klassischen niederländischen Yachtbau. Wenn man so will: eine Mischung aus traditionellen Skûtsjesilen und modernen Hochseeyachten.

Integral-Ballastschwert oder Festkiel

Die Yachten von Puffin sind als Bermuda-Kutter getakelt. Sie verfügen über ein Hochrigg, eine Stagfock und einen rollbaren Klüver, der am langen Bugspriet befestigt ist. Auch die neue Puffin 42 übernimmt diesen speziellen, sehr effektiven Segelplan, der besonders bei langen Schlägen und raumschots viele Vorteile bietet. Eigner haben die Wahl, ob sie das Boot als Langkieler mit integriertem Ballastschwert aus Aluminium mit NACA-Profil oder mit einem Festkiel und Bleiballast haben wollen. Die Version mit flexiblen Rumpfanhängen eignet sich zum Trockenfallen und zum Segeln in Revieren mit wenig Tiefgang.

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Bei früheren Yachten der Puffin-Reihe war als markentypisches Konstruktionsmerkmal das Ruderblatt hinten angehängt und das Boot wahlweise mit Rad oder Pinne steuerbar. Bei der neuen Puffin 42 ist das Ruderblatt jetzt neu unter das Boot gebaut und kann in der Variante als Schwenkkieler ebenfalls hochgeklappt werden.

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Machbar ist alles - im Rahmen der Möglichkeiten

Wer sich für eine Puffin entscheidet, erwirbt zugleich ein hohes Maß an Individualität. Der Name steht für die nahezu uneingeschränkte Flexibilität der Werft, auf die speziellen Wünsche der Kunden einzugehen. Jede Puffin ist somit weitgehend eine maßgeschneiderte Yacht auf Basis eines bestehenden Designs. Das gilt natürlich auch für den Ausbau unter Deck. Die Bauweise aus Aluminium erlaubt generell deutlich mehr Flexibilitäten was die Gestaltung und das Layout unter Deck betrifft. Rumpf und Deck werden von VMG Yachtbuilders aus seewasserbeständigen Aluminium-Platten im Rundspant zusammengefügt.

Für die neue Generation der Yachten von Puffin hat das Büro von Olivier van Meer drei Modelle angekündigt. Nebst der neuen Puffin 42 ist auch eine 50er und eine 58er geplant. Zudem soll das Flaggschiff in einer speziellen Explorer-Version für besoders anspruchsvolle Routen sowie für Abenteuerreisen ins Eismeer angeboten werden.

Der ausführliche Test der Puffin 42 erscheint in einer der nächsten Ausgaben der YACHT. Bis es soweit ist gibt es die ersten Fotos vom Test bei idealen Bedingungen oben in der umfangreichen Bildergalerie.

Technische Daten Puffin 42

  • Rumpflänge: 13,03 m
  • Gesamtlänge mit Bugspriet: 15,39 m
  • Länge Wasserlinie: 11,77 m
  • Breite 4,20 m
  • Tiefgang mit Festkiel: 2,20 m
  • Tiefgang mit Ballastschwert: 1,27 - 2,73 m
  • Gewichte: 16,5 t (Schwenkkiel) / 15,0 t (Festkiel)
  • Masthöhe über Wasserline: 19,50 m
  • Segelfläche am Wind: 120,60 m2
  • Motorisierung: Yanmar (80 PS)
  • Kapazität Diesel-Treibstoff: 525 lt
  • Kapazität Frischwasser: 480 lt
  • CE Entwurfskategorie: A

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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