Breehorn 55Ein starkes Stück Yachtbau aus Friesland

Michael Good

 · 29.05.2026

Klassische Linien, ein kurzer Kajütaufbau und ein markantes Pilothouse. Die Breehorn 55 aus Holland sieht gut aus und segelt auch so.
Foto: Breehorn
Die niederländische Werft Breehorn baut mit der 55 einen kräftigen Blauwasserkreuzer für lange Schläge. Die YACHT-Testredaktion konnte Baunummer eins bei besten Bedingungen in Holland segeln. Die Fotos von einem spannenden Langfahrtkonzept gibt es oben in der Galerie.

Breehorn gehört nicht zu den großen Serienwerften. Die kleine Werft im friesischen Woudsend steht eher für Boote, die mit viel Handwerk, Substanz und einer klaren Vorstellung vom Fahrtensegeln entstehen: seegängig, solide, dauerhaft. Mit der neuen Breehorn 55 rückt dieses Selbstverständnis nun in eine andere Größenordnung. Der 16,67 Meter lange Entwurf von Simonis Voogd ist das neue Flaggschiff der Werft – ein ausgewachsener Langfahrtkreuzer mit Pilothouse, viel Schutz und einem deutlichen Fokus auf anspruchsvolle Reviere.

Anspruchsvolle Blauwassertouren im Fokus

Die Breehorn 55 macht einen bewusst kräftigen, robusten Eindruck. Und schon auf den ersten Blick vermittelt ihr Konzept viel Vertrauen für lange und anspruchsvolle Touren weltweit – zum Beispiel auch ins Eismeer. Dafür stehen die hohen Freiborde, ein markantes Pilothouse, viel Volumen sowie ein tiefes und sicheres Cockpit. Im Fokus der Konstruktion aus dem Studio von Simonis Voogd Design stehen lange Etappen, komfortables Bordleben und große Reserven, auch wenn es mal ungemütlich wird.

Eine Besonderheit von Baunummer eins ist die Bauweise. Der Rumpf besteht aus Aluminium, Deck und Aufbau sind aus GFK beziehungsweise Polyester gefertigt. Diese Kombination kennt man sonst vor allem von den ebenfalls hochseegängigen Yachten von Allures Yachting in Frankreich. Breehorn-Standard ist das allerdings nicht. Die Werft würde das Boot ebenso in GFK bauen, nach Aussage von Werftchef Lars van den Berg sogar vorzugsweise. Der Aluminiumrumpf der ersten Einheit entstand auf besonderen Wunsch des Eigners. Das passt zum Charakter des Projekts. Die 55 ist keine Yacht von der Stange, sondern weitgehend ein Custom-Bau. Das heißt: Materialwahl, Ausrüstung, technische Installationen und auch das Layout unter Deck werden im Rahmen der konstruktiven Möglichkeiten eng mit den Auftraggebern abgestimmt.

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Komfort und Sicherheit dank Pilothouse

Das Pilothouse bildet einen geschützten, hellen Aufenthaltsbereich mit guter Rundumsicht und kann auf Wunsch auch als geschützter Wach- und Steuerplatz genutzt werden – etwa über die Fernbedienung des Autopiloten. Für eine Yacht, die ausdrücklich für lange Reisen gedacht ist, ist das ein wesentliches Komfort- und Sicherheitsargument.

Der ausführliche Test der Breehorn 55 erscheint in einer der kommenden Ausgaben der YACHT.

Technische Daten Breehorn 55

  • Konstrukteur: Simonis Voogd Design
  • CE-Entwurfskategorie: A (Hochsee)
  • Gesamtlänge: 16,67 m
  • Länge Wasserlinie: 14,20 m
  • Breite: 4,78 m
  • Tiefgang: 2,20 m
  • Gewicht: 22,0 t
  • Ballast/-anteil: 7,25 t / 33 %
  • Masthöhe über Wasserline: 23,45 m
  • Großsegel: 76,0 m2
  • Genua: 68,0 m2
  • Stagfock: 33,0 m2
  • Spinnaker: 180,0 m2
  • Maschine: Yanmar 110 PS Einbaudiesel
  • Kapazität Treibstoff: 2 x 600 lt
  • Kapazität Frischwasser: 2 x 400 lt

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Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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