Zugleich führt die neue Konstruktion die Gestaltungslinie der größeren Modelle Oceanis 47 und 52 (Test YACHT 3/2026) fort. Für die Konstruktion zeichnet erneut das Büro Marc Lombard Yacht Design verantwortlich, während Nauta Design das Deck und den Innenausbau gestaltet hat.
Mit einer Rumpflänge von 11,99 Metern bleibt die Oceanis 42 trotz ihrer großzügigen Bezeichnung knapp unter zwölf Metern. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist das Schiff jedoch um fünf Zentimeter breiter geworden. Die Breite beträgt stattliche 4,23 Meter und wird von der Bootsmitte bis ganz nach achtern durchgezogen. Das bringt nicht nur viel Volumen unter Deck, sondern kommt vor allem dem Cockpit zugute. Nach Angaben der Werft wächst dessen Bodenfläche gegenüber der Vorgängerin um zwölf Prozent, die Sitzflächen sollen zehn Prozent größer ausfallen.
Für den hinteren Abschluss des Cockpits bietet Beneteau zwei unterschiedliche Lösungen an. In der offenen Ausführung geht der Außenbereich bei heruntergeklappter Badeplattform nahezu ohne Barriere in den Zugang zum Wasser über. Alternativ kann das Heck mit einer durchgehenden Sitzbank geschlossen werden. Diese Variante bietet zusätzliche Sitzplätze unmittelbar neben den beiden Steuerständen und ist damit insbesondere für Familien und längere Törns interessant. Auch die Steuerstände orientieren sich an den größeren Schwesterschiffen. Sitze und Rückenlehnen sind fest integriert, die Konsolen nehmen Instrumente, Bedienelemente und den Motorhebel auf. Damit sollen sich die wesentlichen Funktionen von der jeweiligen Steuerposition aus bedienen lassen.
Gegenüber dem Vorgängermodell Oceanis 40.1 fällt auch das Rigg deutlich höher aus, und zwar in allen Ausführungen. Der serienmäßige Rollmast legt um 60 Zentimeter zu, die klassische Ausführung und die Performance-Version jeweils um 30 Zentimeter. Die Selbstwendefock gehört ab Werft zum Standard. Alternativ kann die Oceanis 42 aber auch mit einer kurz überlappenden Genua mit Holepunkten an Deck ausgestattet werden.
Besonders vielseitig fällt das Angebot beim Innenausbau aus. Beneteau plant insgesamt fünf Layoutvarianten: von der Eignerausführung mit zwei Kabinen und einer Nasszelle bis zur Charterversion mit vier Kabinen und zwei Bädern. Dazwischen stehen mehrere Drei-Kabinen-Ausführungen mit einer, zwei oder sogar drei Nasszellen zur Auswahl. Auch für die Pantry gibt es zwei Konzepte: eine L-förmige Küche am Niedergang oder eine längs in den Salon eingebaute Variante mit besonders großer Arbeitsfläche. Die möglichen Ausbauvarianten sind oben in der umfangreichen Fotogalerie zu sehen.
Größere Rumpf- und Aufbaufenster sowie mehr und größere Luken sollen zusätzliches Tageslicht in den Salon und die Kabinen bringen. Nach Werftangaben fällt die Fensterfläche im Salon und in den Kabinen insgesamt zweieinhalbmal so groß aus wie beim Vorgängermodell.
Bislang hat Beneteau noch keine Angaben zu den Preisen gemacht. Die Weltpremiere der Oceanis 42 soll im November dieses Jahren auf neuen Messe in Paris (Paris Nautic Show) stattfinden.

Redakteur Test & Technik
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