Amel 50.2Neues Schiff, vertraute Stärken

Michael Good

 · 24.09.2026

Morgentlicher Glanz auf der Messe in Cannes. Vor Türöffnung ist es noch ruhig auf der neuen Amel, danach nicht mehr.
Foto: YACHT / Michael Good
Auf dem Yachting Festival in Cannes hat die französische Traditionswerft Amel die neue 50.2 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Nachfolgerin der Amel 50 ist eine vollständige Neukonstruktion, bleibt dem Konzept der geschützten und leicht zu bedienenden Blauwasseryacht aber treu. YACHT war bei der Weltpremiere an Bord und zeigt die ersten eigenen Fotos von Deck und aus dem Innenraum in der Bildergalerie.

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Die zusätzliche Ziffer im Namen lässt eine Modellpflege vermuten, tatsächlich handelt es sich aber um eine Neukonstruktion von Berret-Racoupeau Yacht Design. Die Grundidee bleibt vertraut: eine komfortable Fahrtenyacht für lange Reisen, die sich auch mit kleiner Crew bedienen lässt. Wie das neue Boot im Detail aussieht, zeigen unsere Fotos von der Premiere.

Neue Linien für ein bewährtes Konzept

Schon die Silhouette macht den Generationswechsel sichtbar. Der negativ stehende Steven, die gestreckteren Linien und der etwas breitere Rumpf geben der Amel 50.2 auch von außen einen neuen Auftritt. Auch an Deck ist die Weiterentwicklung sichtbar. Das zentrale, tief geschützte Cockpit bleibt eines der wesentlichen Amel-Merkmale. Seine Ergonomie wurde jedoch neu geordnet, die Wegeführung wird damit einfacher, die Bedienung klarer werden. Die Stützen des festen Hardtops sind weiter nach achtern gerückt, was die Sicht aus dem Cockpit verbessern soll. Die feste Cockpitüberdachung ist jetzt neu mit einem Schiebedach und integrierten Solarpaneelen ausgestattet.

Die Bedienung der Segel ist weiterhin auf kleine Crews zugeschnitten. Groß und Genua lassen sich elektrisch rollen, eine ebenfalls elektrisch bedienbare Stagfock ist optional erhältlich. Auch der vom Cockpit zugängliche Maschinenraum gehört zum bewährten Amel-Konzept.

​Innen heller und freundlicher

Unter Deck setzt die Werft auf einen helleren, offener wirkenden Ausbau. Gerundete Möbelkanten, integrierte Handläufe und neue Materialien prägen den Salon. Die Eignerkabine achtern wurde komplett neu gestaltet; das Bett ist jetzt nach achtern ausgerichtet. Mehr Arbeitsfläche, Kühlvolumen und Stauraum in der Pantry sollen den Alltag auf langen Törns erleichtern.

Zur Werft-Philosophie von Amel gehört es auch, die Yachten in einer ungewöhnlich umfangreichen und langfahrttauglichen Basisausstattung auszuliefern. Dafür nennt die Werft auch schon einen Preis: 1.150.000 Euro netto soll die neue Amel 50.2 kosten. Inklusive 19% Mehrwersteuer liegt der Brutto-Verkaufspreis bei 1.368.500 Euro.

Test folgt bald

Die Amel 50.2 ist nominiert zur Wahl als Europas Yacht des Jahres 2027. Die Tests finden Mitte Oktober 2026 in Palma de Mallorca statt. Der umfangreiche Testbericht erscheint dann in der Folge im YACHT Magazin sowie auch bei YACHT online.

​Technische Daten Amel 50.2

  • Konstrukteur: Berret-Racoupeau Yacht Design
  • Rumpflänge: 15,79 m
  • Gesamtlänge: 16,70 m
  • Breite: 4,99 m
  • Tiefgang: 2,20 m
  • Gewicht: 21,92 t
  • Ballast/-anteil: 6,2 t / 28 %
  • Großsegel: 71,0 m2
  • Genua: 64,0 m2
  • Stagfock (optional): 27,0 m2
  • Maschine: Diesel Einbau 150 PS
  • Kapazität Treibstoff: 670 lt
  • Kapazität Frischwasser: 600 lt

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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