Yacht abgetriebenLeiche des vermissten Seglers von Küstenwache geborgen

David Ingelfinger

 · 07.08.2026

Yacht abgetrieben: Leiche des vermissten Seglers von Küstenwache geborgenFoto: dpa/picture alliance
Rettungsaktion: Die griechische Küstenwache suchte mit Booten und Lufteinheiten drei Tage lang nach dem vermissten Segler.

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Am 5. August hat die griechische Küstenwache westlich von Symi die Leiche eines Mannes geborgen. Am Folgetag bestätigten die Behörden, dass es sich um den seit Sonntagabend vermissten deutschen Urlauber handelt. Die Ursache des Unglücks ist weiterhin Gegenstand laufender Ermittlungen.

​Drei Tage lang suchten Küstenwache, Hubschrauber und Boote nach dem achten Mitglied der deutschen Urlaubergruppe. Am 5. August hat die griechische Küstenwache westlich von Symi die Leiche eines Mannes geborgen und zur Obduktion nach Rhodos gebracht. Die Suchaktion ist damit beendet.

Dramatische Nacht vor Symi

Acht Deutsche waren am Abend des 2. August mit einem Segelboot in der südlichen Ägäis unterwegs. Die Crew, bestehend aus vier Männer und vier Frauen ging gemeinsam ins Wasser. Dann trieb das unbemannte Boot ab.

Zwei Personen schafften es aus eigener Kraft ans Ufer und alarmierten die Rettungskräfte. Kurz vor Mitternacht erreichte eine weitere Frau schwimmend die Küste. Kurz nach 1.20 Uhr spürte ein Boot der Küstenwache vier weitere Personen auf. Sieben der acht Urlauber waren damit gerettet. Ein Mann blieb jedoch vermisst.

Laufende Ermittlungen

Das Segelboot wurde später unbemannt aufgefunden. Warum es abtrieb, ist bislang nicht offiziell geklärt. Nach Angaben der griechischen Küstenwache wurde das Segelboot führerlos im Seegebiet zwischen Symi und der Felseninsel Seskli angetroffen. Die genauen Umstände, wie sich das Schiff von der Badegruppe loslöste, sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Hafenbehörde. Laut griechischen Medienberichten soll während des Unglücks kein Anker ausgelegt worden sein.

Was Segler aus dem Fall lernen können

Der Vorfall zeigt, wie schnell aus einem vermeintlich harmlosen Badestopp eine lebensgefährliche Situation werden kann. Wer mit der gesamten Crew ins Wasser geht, hat sein Schiff nicht mehr unter Kontrolle. Schon moderater Wind kann ausreichen, um eine Yacht innerhalb kurzer Zeit deutlich vom Ausgangspunkt wegzutreiben.

Vor dem Sprung ins Wasser sollten deshalb immer Ankergrund, Wassertiefe, Wind und Strömung kontrolliert werden. Gerade in Revieren mit wechselnden Wind- und Strömungsverhältnissen kann sich die Lage schneller verändern, als man vom Wasser aus reagieren kann. Im Zweifel sollte immer eine Person an Bord bleiben.

Eine gesetzliche Pflicht dazu gibt es zwar nicht flächendeckend. Aus Sicherheitsgründen gilt aber: Wer eine Abkühlung braucht, sollte vor dem Sprung sicherstellen, dass er auch wieder an Bord kommt, besonders wenn das Boot keine Badeplattform hat. Eine Ankerwache, die darauf achtet, dass das eigene Boot auf Position bleibt, ist fester Bestandteil guter Seemannschaft. Viele Kaskoversicherungen schließen Schäden aus, wenn ein Schiff unbemannt vor Anker liegt.


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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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