Mutmaßlich in einer Bö hatte sich die Schwertjolle etwa einen Kilometer vom Hafen Breege entfernt platt aufs Wasser gelegt. Das Segel verhinderte, dass sie vollständig durchkenterte. Zum Zeitpunkt der Havarie wehte es aus Nordwest mit drei bis vier Beaufort.
Den aus Berlin stammenden Seglern gelang es, auf dem auf der Seite treibenden Boot Halt zu finden. Per Handy wählten sie die Notrufnummer der DGzRS. Der ging kurz nach halb Drei in der Rettungsleitstelle See in Bremen ein. Von dort wurden die freiwilligen Rettungsleute der Station Breege alarmiert.
Die liefen kurz darauf mit dem Seenotrettungsboot “Manfred Hessdörfer” zur Unglücksstelle aus, nahmen dort die Männer an Bord und richteten die Jolle mit Unterstützung der ebenfalls herbei geeilten Besatzung eines Schlauchbootes der Freiwilligen Feuerwehr Breege auf. Mit der Jolle im Schlepp ging es anschließend zurück nach Breege, wo die Geretteten zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst an Land übergeben wurden.
Der Vorfall zeigt, wie sinnvoll es sein kann, beim Jollensegeln ein Handy bei sich zu tragen. Anders als beim Yachtsegeln auf See hat man in der Regel kein UKW-Handfunkgerät dabei, in Küstennähe ist jedoch meist auf den Handyempfang Verlass. Mit dem Smartphone lässt sich dann im Falle einer Havarie Hilfe rufen.
Voraussetzung ist allerdings, dass das Handy bei einer Kenterung oder einem anderweitigen Notfall nicht nass wird. Dagegen lässt sich mit speziellen wasserdichten Hüllen fürs Mobiltelefon vorbeugen. Davon gibt es viele, einige eignen sich auch zur Aufbewahrung von Geldbörse und Schlüssel.

Textchef YACHT
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