Kai Sato, 39 Jahre alt, war nach Angaben von Hawaii News Now am 7. Juni 2026 von den Catalina Islands in Kalifornien gestartet. Es sollte seine erste Soloüberfahrt über den Pazifik werden. Ziel war Hawaii. Doch etwa zwei Wochen nach dem Ablegen brach der Mast seiner Yacht. Damit wurde aus dem Törn ein langer Seenotfall.
Sato versuchte demnach zunächst, mit Motorkraft zurückzukommen. Dabei ging ihm der Treibstoff aus. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich nach eigenen Angaben etwa 500 Seemeilen von Kalifornien entfernt. Anschließend trieb seine Yacht nach seiner Schilderung hunderte Seemeilen südwärts ab und kam weit vom geplanten Kurs ab.
Nach mehreren Tagen begann Sato, sein Boot notdürftig wieder segelfähig zu machen. Als Material nutzte er PVC-Rohre und Kajakpaddel, um eine Art Notrigg zu bauen. Er habe rund einen Monat gebraucht, um wieder in die Schifffahrtsroute zwischen Kalifornien und Hawaii zu gelangen.
Der Fall erinnert an andere Rettungen weit draußen im Pazifik, bei denen Mastschäden und Kommunikationsmittel über den Ausgang entschieden. Erst im Juni hatte die YACHT über einen entmasteten Einhandsegler vor Oregon berichtet, dessen Rettung durch Satellitenkommunikation und ein umgeleitetes Kreuzfahrtschiff möglich wurde.
Kritisch wurde die Lage spätestens am 11. Juli 2026. An diesem Tag ging Sato nach eigener Darstellung das Trinkwasser aus. Er füllte anschließend Eimer mit Meerwasser und deckte sie mit Plastiktüten ab, um Kondenswasser zu sammeln. Nach eigenen Angaben leckte er immer nur an dieser Wasserquelle. Fraglich an dieser Schilderung ist jedoch, wie er seinen Wasserbedarf auf diese Weise gedeckt haben soll. Außerdem ernährte er sich dem Bericht zufolge vor allem von Haferflocken sowie von Fisch und Tintenfisch.
Belastbare Angaben zu Wasservorrat, Bootstyp, Tankgröße, Position oder genauer Konstruktion dieser Notlösung liegen bislang nicht öffentlich vor. Auch ist offen, welche Notfallausrüstung Sato an Bord hatte. Warum offenbar kein dokumentiertes Notsignal über eine Seenotbake bekannt wurde, klärt sich durch eine Aussage Satos. Offenbar war er nur mit einem Smartphone ausgerüstet und nutzte Navionics als Navigationsapp. Dieses Handy fiel wegen Nässe angeblich aus.
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Die Rettung kam am 21. Juli 2026. Ein Pasha-Hawaii-Schiff sei in Sicht gekommen, die Crew habe nach zwei Versuchen eine Strickleiter zu Sato hinabgelassen. Sato kletterte an Bord und wurde dort mit Unterkunft, Kleidung, Wasser und Essen versorgt.
Dass Handelsschiffe bei Seenotfällen weit draußen eine zentrale Rolle spielen können, zeigen auch andere Fälle. Bei der Kenterung eines Fahrtenkatamarans in Französisch-Polynesien wurden drei Menschen nach einem aufwendigen Sucheinsatz durch einen Frachter aufgenommen. Die YACHT hat diesen Fall in der Analyse Katamaran kopfüber im Pazifik aufgearbeitet.
Sollte eine funktionierende Satelliten-Notkommunikation auf langen Solo-Hochseepassagen faktisch zur Pflichtausrüstung gehören? Diskutieren Sie mit und schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.

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