Antonia von Lamezan
· 25.09.2026
Wer als Kind mit dem Regattasegeln anfängt, landet schnell in einer Welt, die wenig mit dem Familienwochenende auf dem See zu tun hat. Nachwuchsregattasegeln bedeutet früh aufstehen, lange Fahrten und Wintertraining bei Temperaturen, bei denen andere zu Hause bleiben. Janek Strucholz, 25, hat diesen Weg gemacht: vom Opti auf einem Binnensee in NRW bis zur Europameisterschaft im 420er. Heute arbeitet er als Volontär in der YACHT-Redaktion und erzählt aus der Innenperspektive, wie dieser Sport für Kinder und ihre Familien funktionieren kann.
Wer in Deutschland Nachwuchsregattasegeln betreiben will, braucht mehr als ein Boot und Talent. Ohne Eltern, die Wochenenden opfern und Hänger fahren, ohne Fahrgemeinschaften und Ehrenamtliche im Verein, ist Leistungssegeln für die meisten schlicht nicht machbar. Janek Strucholz gibt Einblick, wie groß dieser Aufwand wirklich ist, und was passiert, wenn aus einem Einhandboot ein Zweimannboot wird und plötzlich zwei Familien ihre Kalender aufeinander abstimmen müssen.
Allein im Opti sitzen, bei Wind und Welle klarkommen, auf sich gestellt sein: Das ist für Kinder zunächst eine Herausforderung und zeitgleich eine gute Schule. In der dieswöchigen Folge geht es darum, was diese frühe Selbstständigkeit auf dem Wasser mit einem macht, welche Rolle eine gute Trainingsgruppe dabei spielt und inwiefern der Sport Qualitäten formt, die weit über die Regattabahn hinausgehen.
Irgendwann stellt sich für erfolgreiche Nachwuchssegler dann die Frage: Weiter auf Hochleistungsniveau trainieren, oder einen anderen Weg gehen und Ausbildung oder Studium in den Vordergrund stellen? Janek Strucholz hat diese Entscheidung für sich getroffen und erklärt, was dazu gehört, wie sie zustande kommt und was bleibt, wenn man eine Segelkarriere bewusst abschließt, und wie er jetzt trotzdem damit verbunden bleibt.
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