Optimisten gefragt57. Goldener Opti in Kiel-Schilksee

Antonia von Lamezan

 · 28.05.2026

International, jung und segelbegeistert: Im Olympiahafen Schilksee treffen am kommenden Wochenende rund 350 Segeltalente aufeinander. | Andreas Dick
Foto: picture alliance / imageBROKER
Die Strander Bucht wird am kommenden Wochenende, dem 30. und 31. Mai, ein weiteres Mal zu einem weißen Segelmeer: Der TSV Schilksee richtet die 57. Auflage des Goldenen und Silbernen Optis (GOSO) aus – eine der größten und renommiertesten Optimisten Ranglisten-Regatten für den Segel-Nachwuchs vor dem Olympiahafen Schilksee.

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Volles Haus und internationales Flair

International, jung und segelbegeistert: Im Olympiahafen Schilksee treffen am kommenden Wochenende rund 350 Segeltalente aufeinander und kämpfen um die begehrten Podestplätze sowie wichtige Punkte für die Rangliste. Die Nachfrage ist wie jedes Jahr hoch, sodass die Startplätze im Opti A, der leistungsstärksten Leistungsklasse bereits im Dezember 2025 komplett ausgebucht war und eine Warteliste erstellt wurde. Mittlerweile hat der Verein das Kontingent erweitert, um weitere Meldungen aufnehmen zu können. In der Leistungsgruppe Opti B haben 65 Nachwuchsseglerinnen und -segler gemeldet.

Auch in diesem Jahr beeindruckt die Regatta mit Teilnehmern aus rund 10 Nationen und somit einer außergewöhnlich starken internationalen Beteiligung.

​​Die Nationen schicken ihre Leistungsklassen her - und die wollen es wirklich wissen",

sagt Wettfahrtleiter Boris Andratzek über das internationale Teilnehmerfeld. Der deutsche Segelnachwuchs der Optimistenklasse tritt gegen starke internationale Konkurrenz an. Neben Top-Talenten, unter anderem aus den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Polen, ist auch ein junges Team aus China am Start: Die Delegation aus der Olympia-Hafenstadt Qingdao nimmt im Rahmen der Sportpartnerschaft zwischen Kiel Sailing City und ihrer Heimatstadt teil.

Logenplätze für Zuschauer

Das sportliche Programm umfasst insgesamt sechs Wettfahrten. Aufgrund des großen Startfeldes unterteil der Veranstalter die Gruppe der Opti A Teilnehmer in vier Gruppen mit roten, blauen, grünen und gelben Laibchen, die zunächst in Qualifikations – und dann in Finalrennen gegeneinander antreten. Für Samstag sind vier Läufe geplant, am Sonntag kommen zwei weitere hinzu.

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Regatten vom Land aus im Detail zu verfolgen, ist nicht ganz einfach. Als Zuschauerplatz empfiehlt sich deshalb die erhöhte Position am ehemaligen Olympischen Feuer von 1972 oder alternativ vom Strand in Strande oder Bülk mit Blick auf die Strander Bucht.

Die Siegerehrung ist dann für 16 Uhr in der Vaasahalle geplant und ist öffentlich zugänglich.

​Tradition seit der Holz-Opti-Ära

Der Goldene Opti gehört zu den traditionsreichsten Jugendregatten Deutschlands. Bereits 1968 wurde die erste Regatta ausgerichtet, als Optimisten noch aus Holz gebaut wurden. Was als kleiner Wettbewerb begann, hat sich zu einem Fixpunkt im Regattakalender entwickelt.

Die Kontinuität verdankt die Regatta ihrer Vereinskultur: Das gesamte Event wird ausschließlich ehrenamtlich durch Vereinsmitglieder gestemmt, denen man jetzt schon ein großes Lob aussprechen darf! Ein weiteres Organisationsteam arbeitet das ganze Jahr an der Vorbereitung, am Regattawochenende stellt der Verein ein großes Helferteam aus seinen Mitgliedern. Unterstützt wird die Veranstaltung von regionalen Sponsoren.


Programm auf einen Blick:

Samstag, 30. Mai 2026

  • 11.00 Uhr – Start der Wettfahrten Opti A
  • 12.00 Uhr – Start der Wettfahrten Opti B

Sonntag, 31. Mai 2026

  • 10.00 Uhr – Start zu weiteren Wettfahrten
  • 14.00 Uhr – Letzte Startmöglichkeit
  • ca. 16.00 Uhr – Siegerehrung in der Vaasahalle

Veranstaltungsort: Olympiazentrum Schilksee, Kiel


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Antonia von Lamezan ist gebürtige Hamburgerin und studierte Kultur- sowie Sozialwissenschaftlerin (Lüneburg/Kopenhagen). Obwohl die Seefahrt zur Familiengeschichte gehört, fand sie den eigenen Weg aufs Wasser erst als Erwachsene – dann jedoch mit voller Begeisterung und Konsequenz: Innerhalb eines Jahres absolvierte sie alle für die Langfahrt erforderlichen Scheine, tauschte das geregelte Stadtleben gegen das eigene Boot und segelte zwei Jahre lang auf eigenem Kiel durch Europa. Als Volontärin in der Redaktion verbindet sie nun fachlichen Hintergrund mit ihrer Leidenschaft für das Meer, Boote und das Schreiben.

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