Landgang mit RadHiddensee – auf den Spuren von Literaten und Sommerfrischlern

Morten Strauch

 · 25.05.2023

Insel-Wahrzeichen und Foto-Hotspot: Der Leuchtturm auf dem Dornbusch ist das Ziel
Foto: Bodo Müller
Westlich vor Rügen gelegen, ist das lang gezogene Hiddensee die größte Insel im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Da sie autofrei ist, eignet sie sich geradezu perfekt zum Radfahren

Die Häfen Neuendorf, Vitte und Kloster sind im Tourenvorschlag miteinander verbunden und können jeweils als Startpunkt gewählt werden. Auch günstige Leihräder gibt es in den drei Orten.

  • Strecke: 19 km
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel
  • Steigung: 80 m
  • Reine Fahrzeit: 1 h40 min

Buch-Tipp: Der 2014 erschienene Roman „Kruso“ von Lutz Seiler spielt zum großen Teil in der Gaststätte „Zum Klausner“ auf dem Dornbusch. Der preisgekrönte Roman schlägt den Bogen vom Sommer 1989 bis in die Gegenwart.

yacht/image_a77843e62d37d293a43bf5459468e558Foto: YACHT

Los geht es im ruhigen und ursprünglichen Neuendorf (1), dem südlichsten Hafen. An der Holzskulpturenwiese vorbei (2) führt der Weg gen Norden durch heidebewachsene Dünenlandschaft, in der der Sanddorn üppig sprießt. Kreuzottern und Ringelnattern sind hier heimisch, zu sehen bekommt man die scheuen Tiere aber nur selten.

In Vitte, dem Hauptort der Insel, gibt es neben Edeka, Sparkasse und Souvenirläden die „Blaue Scheune“ (3). Das ist ein liebevoll eingerichtetes Kunstmuseum – unbedingt anschauen. Fürs Mittagessen empfiehlt sich das Restaurant „Hafenkater“ (4) mit Blick auf die Fischerboote. Entlang des Badestrands radeln wir auf dem gut befahrbaren Weg weiter nach Kloster. Dort steht das ehemalige Wohnhaus von Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann, heute ein Museum (5). Zwei Häuser weiter findet sich das Restaurant & Café „Wieseneck“ (6). Auch hier lohnt die Einkehr, diesmal mit Aussicht auf weite Wiesen.

Der Leuchtturm ist das Highlight von Hiddensee

Die Stärkung schadet vor allem deshalb nicht, weil nun am Leuchtturmweg der schweißtreibende Anstieg zum Dornbusch beginnt – dem im doppelten Wortsinn Höhepunkt der Insel. In eiszeitlicher Hügellandschaft thront ganz oben der gleichnamige Leuchtturm (7). Der ist allerdings nur per pedes zu erreichen. Die Fahrräder können zuvor an dem kleinen Radparkplatz abgestellt werden, der sich kurz hinter dem Aussichtspunkt „Großer Inselblick“ (8) befindet. Im Dornbuschwald liegt etwas versteckt die Gaststätte „Zum Klausner“ (9), von der ein Weg zur Klausnertreppe führt, um die Steilküste herabzusteigen.

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Die Rückfahrt führt zum Hafen von Kloster (10), wo es ebenfalls einige Restaurants gibt. Von dort am Deich entlang, vorbei am Yachthafen Lange-Ort (11), um dann erneut durch Vitte und nach Neuendorf zu radeln.


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Morten Strauch

Morten Strauch

Redakteur News & Panorama

Morten Strauch entdeckte als Teenager seine Liebe zum Segeln. Angefangen mit der Jolle auf dem Steinhuder Meer, folgten Chartertörns auf der Ostsee und im Mittelmeer. Bisheriger Höhepunkt war eine Zweihand-Atlantiküberquerung auf einem GFK-Klassiker von Miami nach Cuxhaven. Mit dem eigenen Boot zieht es ihn meist in die dänischen Gewässer. Seit 2022 ist er Redakteur bei der YACHT im Ressort Panorama mit einem Faible für historische Schiffe und Abenteurer.

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