Die drei neuen Mehrzweckschiffe der Scharhörn-Klasse sind der ganze Stolz der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Kein Wunder: Sie werden als Ersatz ihrer jahrzehntealten Vorgänger die Fähigkeiten der Behörde auf Nord- und Ostsee stark vergrößern. Das namensgebende Typschiff “Scharhörn” wurde kürzlich getauft, stationiert wird es in Kiel.
Neben der “Mellum”, die für Wilhelmshaven vorgesehen ist, soll die neue “Neuwerk” bei ihrer geplanten Indienststellung 2027 in Cuxhaven beheimatet werden - und ihre fast 30 Jahre alte Vorgängerin gleichen Namens in den Ruhestand schicken.
Einziges Problem: Die neue “Neuwerk” ist knapp 30 Meter länger als die alte - zu groß, um den bisherigen Liegeplatz an der Woltmankaje sicher anlaufen und nutzen zu können. Dieser Umstand war zwar schon bei Erteilung des Bauauftrags im Jahr 2020 absehbar, eine Lösung konnte aber es jetzt gefunden werden: man baut einfach einen passenden Hafen an anderer Stelle.
Die fand man etwas weiter westlich im Fährhafen. Genutzt wird das große Becken bislang von der Helgoland-Fähre und vom Cuxhavener Yachtclub. Für sie sollen alternative Liegeplätze gefunden werden. Die entsprechend Absichtserklärung für den “Umzug” und die damit verbundenen Eigentumsfragen wurde nun von der Stadt, der Behörde und der landeseigenen Hafengesellschaft unterzeichnet.
Für die neue Heimat der “Neuwerk” sind neue Kaianlagen, Einrichtungen zur Versorgung des Mehrzweckschiffs sowie ein Bauhof nötig. Über die Kosten des geplanten Neubaus ist noch nichts bekannt. Und auch hier gibt es noch ein Problem: Wie der NDR meldete, kann der Baubeginn frühestens 2030 erfolgen. bis dahin muss der 200-Millionen-Neuzugang provisorisch unterkommen – wohl an der Seebäderbrücke auf der Außenseite.

Ressortleiter Reise