Gezeichnet wurde die Dufour 39 von Umberto Felci Yacht Design, seit vielen Jahren Hauskonstrukteur der Werft. Für die Gestaltung und das Styling war Luca Ardizio in die Planung eingebunden. Die neuen Rumpfformen sollen möglichst viel Volumen mit guter Balance unter Segeln verbinden. Auffällig sind die große Breite der Konstruktion mit einem Streckungsfaktor von unter 2,7 sowie das füllige Vorschiff.
Wie bei Dufour mittlerweile üblich wird auch das neue Schiff mit nur einem Ruderblatt auskommen, trotz seiner enormen Breite auch am Heck. Das ist ein Konstruktionsmerkmal, welches die Konstruktionen von Umberto Felci seit Jahren kennzeichnet und ein direkteres Gefühl an der Pinne beziehungsweise am Rad vermitteln soll. Konstruktiv setzt Dufour weiter auf eine aufwändige Fertigung. Der Rumpf der Dufour 39 entsteht komplett im Vakuum-Infusionsverfahren, das Deck im Injektionsverfahren, also per RTM-Moulding.
Dufour bietet die neue 39 in drei Ausstattungsvarianten an. Die Basisversion Easy ist auf einfache Bedienung und reduzierte Manöver ausgelegt. Sie kommt mit Selbstwendefock und zwei Winschen auf dem Kajütdach seitlich des Niedergangs. Die Version Ocean richtet sich an Eigner, die klassischer und etwas sportlicher segeln wollen. Sie erhält eine überlappende Genua mit Holepunkten auf dem Kajütaufbau. Zusätzlich kommen Winschen auf den Süllrändern hinzu; damit lässt sich die Großschot doppelt führen, als sogenanntes German-Cupper-System. Die Variante Performance übernimmt die Ausstattung der Ocean-Version, erhält darüber hinaus aber bessere Laminatsegel mit deutlich mehr Segelfläche, einen Achterstagspanner, Fallen und Schoten aus Dyneema sowie einen leichteren Cockpittisch anstelle des Standardtischs.
Für den Innenausbau zeigt sich das Konzept der Dufour 39 ungewöhnlich wandelbar, auch dank eines innovativen, modularen Ausbausystems. Das Standardlayout ist der Zweikabiner mit großer Eignerkabine im Vorschiff und Inselbett sowie einer weiteren Doppelkabine achtern und einer Nasszelle. Im Vorschiff lässt sich das Layout erweitern: Möglich sind hier Ergänzungen mit einer zweiten Nasszelle, einem kleinen Büro oder einem Utility-Raum, der als begehbarer Stauraum oder Kleiderschrank genutzt werden kann.
Auch achtern bleibt Dufour flexibel. Standardmäßig liegt an Backbord eine große, aus dem Cockpit zugängliche Backskiste; davor kann ein Nassschrank oder eine zusätzliche Dusche vorgesehen werden. Alternativ dazu lässt sich an Backbord auch eine dritte Doppelkabine einbauen, in gleicher Größe wie die Kabine auf der Steuerbordseite. Der Salon ist auf eine große Runde ausgelegt. Laut Konzept bietet die Sitzgruppe Platz für mindestens sechs Personen. Die Pantry ist seitlich als lange Zeile angeordnet – eine Lösung, die im Salon Raum spart und zugleich die Ausbaumöglichkeiten im Achterschiff erweitert.
Die Einstiegsversion Easy kostet nach vorliegenden Preisangaben 160.000 Euro netto; das entspricht einem Brutto-Verkaufspreis von 190.400 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Ocean-Version liegt bei 164.900 Euro netto beziehungsweise 196.230 Euro brutto. Für die Performance-Version nennt Dufour 169.000 Euro netto oder 201.110 Euro brutto.
Die Preise verstehen sich jeweils mit Segeln und mit Einbaumaschine. Noch nicht bekannt ist, wann das erste Boot des neuen Typs fertiggestellt wird und wann die neue Dufour 39 ihre Premiere feiern soll.

Redakteur Test & Technik