Das Vegvisir Race 2026 beginnt am Donnerstag, 3. September, im dänischen Nyborg. Organisiert wird die Langstreckenregatta von Shorthand ECM und der Nyborg Sejlforening. Das Rennen verbindet Küstenpassagen mit offenen und navigatorisch anspruchsvollen Abschnitten. Gesegelt wird einhand oder zu zweit.
Für die beiden Strecken über 100 und 200 Seemeilen haben insgesamt 114 Boote gemeldet. Mit 71 Yachten stellt Deutschland den mit Abstand größten Teil des Feldes. 29 Meldungen kommen aus Dänemark, drei aus Schweden. Hinzu kommen Teilnehmer aus Österreich, Frankreich, Belgien und England. Ob tatsächlich alle gemeldeten Crews starten, ist allerdings fraglich. Nach Angaben des Veranstalters hatte bereits ein Viertel der Teilnehmer zwei Tage vor dem Start bereits abgesagt.
Die Wetterprognose verspricht ein schnelles, aber forderndes Vegvisir Race. Erwartet wird beständiger Wind aus westlichen Richtungen mit etwa sechs Beaufort. In der zweiten Regattanacht von Freitag auf Samstag könnten in der Spitze sieben Beaufort erreicht werden. Damit wären besonders kleinere Boote und Einhandsegler stark gefordert. Auf den engen Passagen zwischen den dänischen Inseln kommen Strömung, Verkehr und zahlreiche Kursänderungen hinzu.
Seit 2025 bietet das Vegvisir Race statt drei nur noch zwei Strecken an. Die Crews wählen zwischen einem Kurs über rund 200 Seemeilen und der kürzeren Variante über etwa 100 Seemeilen.
Die Einhandsegler auf der Langstrecke starten am Donnerstagmorgen um 10 Uhr. Die übrigen Teilnehmer des langen Kurses folgen am frühen Abend. Die Wettfahrtleitung kann den Kurs im oder gegen den Uhrzeigersinn ansetzen.
In einer Richtung führt die 200-Seemeilen-Runde von Nyborg zunächst südwestlich durch die dänische Südsee. Nach der Passage von Svendborg geht es westwärts bis in die Flensburger Förde. Anschließend führt der Kurs südlich an Langeland vorbei nach Osten, in das Smålandsfahrwasser und um Femø. Von dort segeln die Teilnehmer wieder nach Norden und zurück nach Nyborg.
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Die Teilnehmer der 100-Seemeilen-Runde starten am Freitag, 4. September, um 17 Uhr. Ihr Kurs bleibt im Smålandsfahrwasser und führt von Nyborg in Richtung Guldborgsund und zurück. Bei anhaltendem Westwind könnten die Crews zunächst von achterlichen Winden profitieren. Auf dem Rückweg wären dagegen längere Abschnitte gegen den Wind möglich.
Das Feld reicht von älteren GFK-Booten wie Scampi 30 und Albin Express über drei X-99 bis zu modernen Sportbooten und Regattayachten, wie neun Seascape 27, sowie drei Dehler 30 One Design, eine J/122 und mehrere Dragonfly-Trimarane.
Dass Klassiker, schnelle Serienyachten und leistungsorientierte Mehrrumpfboote auf denselben Kursen segeln, ist Teil des Konzepts vom Vegvisir Race. Sie werden in die Kategorien Small, Medium, Large sowie Multihull Small und Multihull Large eingeteilt.
Für alle Teilnehmer gilt eine gemeinsame Deadline. Bis Samstag, 5. September, um 17 Uhr müssen die Boote das Ziel in Nyborg erreicht haben. Der kräftige Wind könnte einigen Crews dabei helfen, die Strecke deutlich vor Ablauf des Zeitlimits zu beenden. Für andere dürfte es vor allem darum gehen, Boot und Besatzung sicher über den Kurs zu bringen.

Redakteur News & Panorama
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