Insgesamt verzeichnete der Veranstalter vom Bogense Sejlklub für die diesjährige Auflage des Fyn Cups 235 Anmeldungen. Das stabile Wetterfenster sorgte für ein enges Feld auf der 138 Seemeilen langen Route um Fünen und Brandsø. Selbst in der Nacht hielt der milde Westwind an, sodass die Crews ohne größere Pausen Strecke machen konnten.
Das erste Boot auf der Langbahn erreichte die Ziellinie am Samstag gegen 4 Uhr. Der Mehrrumpfer „Dragonfire“ mit Skipper und Dragonfly-Chef Jens Quorning aus Skærbæk wurde traditionell mit Champagner auf dem Kai empfangen und beendete die Runde nach einer Segelzeit von nur 14 Stunden und 20 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt passierte das Hauptfeld gerade die Storebælt-Brücke, angeführt vom Mehrrumpfboot „Jane Doe“. Bei den Kielbooten sicherte sich die Crew der „Al-Capone“ den ersten Platz. Skipper Tue Andersen vom Snaptun Sejlklub kreuzte die Ziellinie am Samstagmorgen um 6:25 Uhr nach 17 Stunden und zehn Minuten auf dem Wasser.
Auch deutsche Segler konnten in Dänemark Erfolge feiern. Torsten Bastiansen, Vertriebschef bei X-Yachts und Mitglied im Flensborg Yacht Club (FYC), steuerte die zweitplatzierte XR 41 „Formula X“. An Bord des schnellen Performance-Cruisers war eine prominente Crew der dänischen Werft am Werk, inklusive Inhaber Ib Kunøe und Geschäftsführer Kræn Nielsen. Ebenfalls unter deutscher Flagge gut unterwegs waren die First 36.7 „Mathilde“ von Jan Böhm sowie die J 109 „Jubel“. Die beste deutsche Yacht landete im Gesamtklassement schließlich auf Rang 16. Weniger Glück hatte dagegen die hochfavorisierte 75-Fuß-Regattayacht „Calypso“ aus Kiel. Diese musste die Regatta auf der Höhe von Assens wegen eines Hydraulikdefekts vorzeitig abbrechen.
Im weiteren Verlauf des Samstags frischte der Westwind über Fünen auf acht Meter pro Sekunde auf, wodurch die Teams vor allem in der letzten Passage des Fyn Cups noch mal viel kreuzen mussten. Gegen 14:30 Uhr befinden sich nur noch 17 Yachten auf der Regattabahn. Das letzte verbleibende Boot rundete zu dieser Zeit die Landmarke Fyns Hoved, während sich das hintere Feld am Mittag noch nördlich von Romsø befunden hatte.
Am späten Samstagnachmittag um 17 Uhr befanden sich schließlich die letzten zehn Boote auf dem Abschnitt zwischen Tørresø und dem Ziel. Die letzte Yacht überquerte die Ziellinie in Bogense gegen 21 Uhr. Damit haben 212 der 220 gestarteten Boote den Fyn Cup 2026 erfolgreich beendet, viele von ihnen meldeten außerdem persönliche Rekorde bei der Inselumrundung. Lediglich acht Crews mussten das Rennen vorzeitig aufgeben. Die nächste Auflage der Regatta findet vom 28. bis 30. Mai 2027 statt.
Für die Wertung des Fyn Cups nutzen die dänischen Boote traditionell das nationale DH-Handicap-System, während Mehrrumpfboote nach der Texel-Formel gewertet werden. Unabhängig davon, ob die Crews die Langbahn über 138 Seemeilen oder die Kurzbahn über rund 65 Seemeilen wählen, senken die Organisatoren ab diesem Jahr die Hürden für internationale Starter.
Ausländische Yachten können ohne dänischen DH-Messbrief in drei reinen Längengruppen unter 10 Metern, 10 bis 12,49 Meter sowie ab 12,50 Meter an den Start gehen. In diesen LOA-Klassen entscheidet, ähnlich wie beim Silverrudder, ausschließlich die gesegelte Zeit über den Sieg. Während dänische DH-Yachten automatisch in beiden Kategorien gewertet werden, steht reinen Fahrtenseglern ganz ohne Messbrief weiterhin die klassische „Tursejler“-Wertung offen.

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