Tatjana Pokorny
· 21.04.2026
Der Fyn Cup steigt in diesem Jahr vom 29. bis zum 31. Mai. Das Rennen für Regatta- und Fahrtensegler hat seinen Heimathafen in Bogense im Norden von Dänemarks drittgrößter Insel Fünen. Herausgefordert sind bei der mit Blick auf die Anzahl der Segler größten dänischen Kielbootregatta Crews und Zweihand-Teams. Im vergangenen Jahr standen 284 Boote auf der Meldeliste.
Ab diesem Jahr soll das Feld von Dänemarks größter Crew-Regatta weiter wachsen. Dabei haben die Veranstalter vom Bogense Sejlklub in der Sejlerkajen 4 des 4000-Einwohner-Inselortes vor allem deutsche Teilnehmer im Visier. Schon jetzt ist die Meldeliste lang. Doch sehen die Dänen analog zum Silverrudder, wo die 450 Startplätze für die 2026er-Edition schon zu Jahresbeginn ausgebucht waren und deutsche Starter die größte Gruppe bilden, noch Zuwachspotenzial.
Wir wollen mehr ausländische Segler anziehen. Insbesondere aus Deutschland.” Jim Juel Hansen
Schon ab diesem Jahr können nicht-dänische Boote ohne dänischen DH-Messbrief an den Start gehen. Zwar müssen sie einen alternativen Messbrief aus dem Heimatland vorweisen können, doch gesegelt wird wie beim Silverrudder in Längengruppen. Innerhalb dieser Gruppen entscheidet nur die Zeit über das Ergebnis. Das Ziel, so die Organisatoren, sei klar: “Die Hürde für internationale Starter senken.”
Gesegelt wird ohne Zeitkorrektur. “In den Loa-zählt ausschließlich die Zeit. Der Schnellste gewinnt”, sagt Jim Juel Hansen aus dem Leitungsteam der Veranstalter. Alle dänischen DH-Boote nehmen automatisch auch in dieser Kategori teil. Dabei bleibt aber für dänische Boote und alle anderen mit DH-Messbrief das DH-System als Standard bestehen. Parallel arbeiten die Organisatoren daran, nicht-dänischen Booten in Zukunft eine Vermessung vor Ort anbieten zu können.
Mit den Veränderungen senden unsere Nachbarn ein klares Signal nach Deutschland: Die Teilnahme soll einfacher werden. Komplizierte Umrechnungen waren gestern. Jetzt gibt es direkte Konkurrenz auf dem Wasser. Die Fyn-Cup-Antreiber machen keinen Hehl aus ihren Ambitionen: Angestrebt ist eine Entwicklung, “wie man sie vom Silverrudder kennt”: mehr internationale Boote, noch größere Felder. Zur englischsprachigen Notice of Race geht es hier.
Die Kurse, so heißt es, seien für Hunderte Boote rund Fünen gesetzt. Willkommen sind traditionell ehrgeizige Regattasegler ebenso wie Cruiser und Familien-Crews, die zum Spaß an dem dänischen Mai-Gipfel mit Festprogramm an Land teilnehmen. Das Schlusswort aus der Meldung aus Bogense am Kattegat: “Jetzt fehlt nur noch eines: deutsche Segler auf der Startlinie.” Die Linie liegt etwa eine Seemeile nördlich der Bogense Marina. Der erste Startschuss fällt am 29. Mai um 11 Uhr.

Freie Reporterin Sport