Cowes Week AppTraditionsevent trifft modernste Regattatechnik

Fabian Boerger

 · 02.08.2026

Cowes Week App: Traditionsevent trifft modernste RegattatechnikFoto: Cowes Week Limited
Damit die vielen Rennen reibungslos ablaufen können, bedarf es guter Organisation. Die Cowes Week App ist dafür ein besonders hilfreiches Tool.
Die Cowes Week wird 2026 200 Jahre alt, organisiert aber zentrale Abläufe längst digital. Die Cowes Week App ist heute für viele Teilnehmer das wichtigste Werkzeug an Bord, für die Wettfahrtleitung ein Instrument zur flexiblen Steuerung des Regattatags.

Themen in diesem Artikel

​Die Cowes Week App steht exemplarisch für den Wandel einer der traditionsreichsten Regatten der Welt. Was früher über Kurstafeln, Aushänge und Flaggensignale lief, wird seit einiger Zeit in weiten Teilen digital ausgespielt. Die App liefert offizielle Bekanntmachungen, Tagespläne, Kursinformationen, Ergebnisse und Wertungen direkt an die Crews. Auch Zuschauer bekommen darüber News, Wetterinfos und Hinweise zum Landprogramm erhalten.

​Kurse, Startzeiten und Änderungen direkt aufs Handy

​Für die Teilnehmer ist die App nach Angaben von Cowes Week inzwischen ein zentrales Kommunikationsmittel. Wenn sich Startzeiten verschieben, Kurse geändert werden oder eine Verschiebung ansteht, sollen diese Informationen dort kurzfristig erscheinen. Das passt zu einer Regatta, die jedes Jahr aufs Neue mit Hunderten Booten und sehr unterschiedlichen Klassen auf einem anspruchsvollen Revier arbeitet.

​Laurence Mead, früherer Rennleiter der Cowes Week, beschreibt die Bedeutung der Anwendung im Interview mit der YACHT sehr deutlich: „Das andere, was die Cowes Week in moderner Form möglich macht, ist die Cowes Week App. Ob Regattaleitung oder Segler – alle nutzen sie. Die Boote werden so getrackt. Den Usern zeigt sie den Kurs, die Entfernung zur nächsten Tonne und alle Startzeiten.“ Mead nennt das „sehr fortschrittlich und wichtig für die Umsetzung einer flexiblen Regatta“.


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​Tracking hilft Wettfahrtleitung

​Besonders wichtig ist die Tracking-Funktion. Laut Veranstalter startet die App bei Teilnehmern täglich gegen 10 Uhr mit der Positionserfassung und beendet diese erst, wenn alle Boote die Rennbahn verlassen haben. Um Akku zu sparen, erfolgt das Tracking nicht dauerhaft, sondern ungefähr im Fünf-Minuten-Takt.

Die Daten werden nach Angaben von Cowes Week an das Race Management übermittelt, damit die Wettfahrtleitung den Verlauf der jeweiligen Klasse besser verfolgen und bei Bedarf etwa über Kursverkürzungen entscheiden kann. Öffentlich sichtbar seien diese Daten nicht, heißt es vom Veranstalter.

Organisation mit der App einfacher als früher

Mead sagt, die App sei „darauf ausgelegt, den gesamten Ablauf der Regatta für den Teilnehmer einfacher zu machen“. Aus seiner Sicht liegt darin ein wesentlicher Grund, warum sich eine flexible Großregatta im Solent heute effizienter organisieren lässt als früher.

​Gerade im Vergleich mit früheren Abläufen wird der Unterschied deutlich. Mead sagt:

Früher hatten wir Kurstafeln und Flaggensystem, um die Kurse zu vermitteln. Ein Irrsinn! Das ist vorbei, dadurch ist die Regatta so viel besser geworden.“

Nach User organisiert

Die App ist zudem je nach Nutzerrolle unterschiedlich angelegt. Teilnehmer wählen zum App-Start, ob sie Teilnehmer auf dem Wasser oder Zuschauer an Land sind und erhalten andere, regattarelevante Inhalte. Für Crews läuft die Nutzung über eine bootsbezogene Kennung. Darüber werden Teams einem Boot zugeordnet und können laut Veranstalter die für ihre Klasse relevanten Informationen erhalten.

Die App ist im Apple App Store und bei Google Play verfügbar.

Mehr Infos dazu finden Sie hier auf der Webseite des Veranstalters.

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Fabian Boerger

Fabian Boerger

Redakteur News & Panorama

Fabian Boerger ist an der Lübecker und Kieler Bucht zuhause – aufgewachsen in diversen Jollen und an Bord eines Folkeboots. Seit September 2024 arbeitet er als Redakteur im Panorama- und News-Ressort und verbindet dort seine Leidenschaften für das Segeln und den Journalismus. Vor seiner Zeit bei Delius Klasing studierte er Politikwissenschaften und Journalistik, arbeitete für den Norddeutschen Rundfunk und das ZDF. Sein Volontariat machte er bei der MADSACK Mediengruppe (LN, RND). Jetzt berichtet er über alle Themen, die die Segelwelt bewegen – mit dem Blick des Praktikers und der Präzision des Journalisten.

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