Es ging gut los am 14. Oktober in Saint-Tropez für Marcus Brennecke und sein “Hatari”-Team. Beim ersten Cape 31 Gold Cup gelang der siebenköpfigen Crew in leichten und drehenden Winden ein starker Start, während gleich mehrere Konkurrenten beim Jahresgipfel der boomenden jungen Rennklasse zu früh über die Linie gingen.
Trotz der schwierigen Windverhältnisse hat die Rennleitung um Clément Carnevali einen guten Job gemacht, um den ersten Tag nicht ohne wenigstens ein Rennen für die Rekordflotte von 28 Booten zu beenden. Neben “Hatari” waren auch Ahmet Ekers “Eker Süzme”, Alessandro Rombellis “Stig”, Guy Gillons „Khumbu“ und Christian Zürrers „Black Star“ gut von der Linie weggekommen.
Marcus Brennecke, der gerade erst seinen Einstieg in die 52 Super Series angekündigt hatte, berichtete am Mittwochabend in Saint-Tropez: “Wir hatten – wie auch ‘Eker Süzme’ in Lee neben uns, die am Ende Zweite wurden – einen sehr guten Start. Dann hat Nic gut den Druck und die Dreher gelesen, sodass wir an der Luvtonne Erste waren und den Vorsprung halten konnten.”
Nic hat etwas Magisches vollbracht, so dass wir an der ersten Wendmarke vorne waren und dort auch blieben.” Marcus Brennecke
Die Schlüssel zum Auftaktsieg beim Cape 31 Gold Cup nannte der für den Bayerischen Yacht-Club und den Norddeutschen Regatta Verein startende Eigner und Steuermann auch: “Wir hatten vergleichsweise guten Speed, sehr gute Manöver sowie gute Bodymovements.” Mit Marcus Brennecke segelten Nic Asher, Elliot Willis, Will Ryan, Joe Drake, der 2023 mit Max Kohlhoff zu Starboot-Gold gesegelte Ole Burzinski und Carl Rupp zum vielversprechenden ersten Rennsieg.
Den Kampf um die Podiumsplätze hinter der siegreichen “Hatari” gewannen die türkische “Eker Süzme” und die Schweizer “Black Star” mit der Crew um Christian Zürrer. Vor verfrühtem Jubel allerdings warnte Marcus Brennecke direkt nach dem Sieg: “Wir haben zwölf Rennen. Da wird noch viel passieren.”
Der erfahrene Regattasegler weiß: “Es ist immer schön, in einer großen Flotte mit großartigen Konkurrenten zu segeln, aber das macht den Start so schwierig, besonders bei diesem leichten Wind. Man muss gut von der Startlinie wegkommen und sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Wir haben genau die richtigen Winddreher erwischt und sind auch vor dem Wind gut gesegelt. Tolle Teamarbeit! Ich muss meinem Team danken, das mich über die Strecke getragen hat.“
Für die weiteren deutschen Boote lief das erste und einzige Rennen an Tag eins des Cape 31 Gold Cups nur teilweise gut: Nikolai Burkharts “Gecko d’or” kam als Achte ins Ziel, die “Black Pearl” von Stefan Jentzsch lag am Mittwochabend zunächst auf Platz 18. Michael Berghorns “halbtrocken 3.1” startet die Aufholjagd am Donnerstag von Platz 21.
Johannes Wackerhagens “lil’Desna” und die zuletzt vor Hyères aufs Podium gesegelte “La Pericolosa” von Christian Schwörer mussten sich vorerst auf den Plätzen 25 und 26 einreihen. Das jüngste Cape-31-Team um Max Augustin greift mit “H.E.A.T.” an Tag zwei von Platz 27 aus an. Hier geht es zu den Ergebnissen von Rennen eins der Cape-31-Flotte.
Die Regatta wird am 15. Oktober fortgesetzt. Das erste Warnsignal ist bereits für 10.30 Uhr angekündigt. “Für morgen sind gute Bedingungen vorhergesagt. Wir erwarten also mindestens drei Wettfahrten”, sagte Marcus Brennecke. Ab sechs Rennen greift beim Cape 31 Gold Cup ein Streicher.

Freie Reporterin Sport
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