Cape 31 Gold CupDie Boom-Klasse feiert Gold-Cup-Premiere

Tatjana Pokorny

 · 12.10.2026

Die Cape-31-Flotte bringt zunehmend starke Felder an den Start.
Foto: Cape 31 Class
Die bildschön anzusehende Les Voiles de Saint-Tropez ist gerade erst zu Ende gegangen. Jetzt übernimmt die boomende Klasse Cape 31 die Regie im Golf von Saint-Tropez. Mit dem historisch ersten Gold Cup steigt die inoffizielle WM zum Saisonfinale. Acht GER-Boote sind im Einsatz.

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Am 14. Oktober fällt vor Saint-Tropez der Startschuss zum ersten Cape 31 Gold Cup. Die Boom-Klasse unter den modernen Kielbooten ist in den vergangenen zwei Jahren sprunghaft gewachsen. 28 Teams haben für den Gold Cup gemeldet. Darunter sind mehr als ein halbes Dutzend Boote mit GER-Segelnummer!

Acht GER-Boote beim Cape 31 Gold Cup

Marcus Brennecke, der gerade den Einstieg seines Rennstalls in die 52 Super Series angekündigt hat, startet mit seiner Cape 31 “Hatari” in den Gold Cup. Michael Berghorn geht mit der “halbtrocken 3.1”, Stefan Jentzsch mit der “Black Pearl” ins Rennen. Max Augustins “H.E.A.T.” und Nikolai Burkarts “Gecko d’or” sind ebenso im Einsatz wie Johannes Wackerhagens “lil’Desna” und der zweimalige Melges-32-Weltmeister Christian Schwörer mit “La Pericolosa”.

Dazu kommt die “Kalantis” mit der Segelnummer GER 80 und der Crew um Philipp Sudbrack und Joachim Aschenbrenner. Auch international stehen namhafte Teams auf der Meldeliste: Ob Vittorio Lombardi Stronatis “Django”, August Schrams “Stella Maris” oder weitere Herausforderer: Versammelt haben sich bei der gastgebenden Société Nautique SaintTropez zum Gold Cup 28 Boote aus elf Ländern.

Die Trainingsrennen für den Gold Cup sind bereits angelaufen. Die erste Wettfahrt beginnt am 14. Oktober. Die Entscheidungen fallen bis zum Finale am 17. Oktober. Marcus Brennecke beschreibt den Reiz der 31 Fuß langen Hochleistungskielboote aus seiner Sicht so: “Sie sind tolle Regatta- und gute Trainingsboote. Und sie sehen aus wie eine Mini-TP52.”

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Viele deutsche Top-Segler und Talente umarmen die Cape 31

Die jüngste Runde im 31er-Mittelmeer-Circuit hatte vor Hyères Christian Schwörers “La Pericolosa” gewonnen. “Ich glaube, wir haben wirklich guten Speed. Wir sind ziemlich schnell. Darüber hinaus geht es dann darum, die Dinge einfach zu halten. Speed ist König”, sagte Fabian Gielen, einer der besten deutschen Mottensegler und Crew-Mitglied auf “La Peligrosa”, die in der Saisonwertung in den Top-Drei liegt.

Der Blick auf die Crew-Listen bei den Events der trendigen Kielbootklasse mit hohem Segelspaßfaktor zeigt es: Im Mix von maximal drei erlaubten Profis und vier bis fünf Amateuren mischen viel Prominenz aus dem olympischen Segelsport oder aus dem America’s Cup, ehemalige Matchrace-Virtuosen und weitere Top-Akteure mit. Gleichzeitig bietet die Klasse auch Nachwuchstalenten hochkarätige Einstiegschancen.

Es ist großartig, die Flotte so wachsen zu sehen. Ich glaube, der Gold Cup wird mit 28 Booten genial.” Sam Gilmour

Zwei GER-Teams sind beim Gold Cup mit einem rein deutschen Aufgebot im Einsatz: Auf “lil’Desna” sind es Nick Heuwinkel, Linus Döpp, Magnus Simon, Alexandra Lauber, Fiete Quaschner, Paul Struck und Johannes Wackerhagen selbst. Auf “H.E.A.T.” sind mit 470er-Steuermann und Taktiker Malte Winkel, David Heitzig, Johann Kohlhoff, Mats Schönebeck, Dorian Heitzig, Svea Wrede, Max Augustin und Anton Germershausen viele erfolgreiche Bundesliga-Segler des Norddeutschen Regatta Vereins am Start.

Mit Rekordflotte in die Gold-Cup-Premiere

H.E.A.T.-Teamgründer Max Augustin hat die Cape 31 erst im Juli erworben und segelt sie mit einem fast reinen Amateurteam. Nur Malte Winkel wird aufgrund seiner Olympia-Kampagne im 470er auch ohne intensive Cape-Vorerfahrung als Profi eingestuft. Die Mannschaft hat in den vergangenen Monaten sehr intensiv am Boot gearbeitet, etwa acht Trainingstage absolviert und nimmt nun Kurs auf die erste gemeinsame Regatta. Es ist gleich die Feuertaufe beim Cape 31 Gold Cup.

Der erst 23 Jahre alte “H.E.A.T.”-Trimmer Mats Schönebeck, der im vergangenen Jahr mit dem NRV die Deutsche Vereinsmeisterschaft als Steuermann mitgewonnen hatte, sagte in Saint-Tropez: “Wir wissen noch nicht, was am Ende dabei herauskommt. Aber wir wollen gerne gleich einmal zeigen, wozu ein Corinthian-Team mit jungen Leuten imstande sein kann.” Die im Hafen von Saint-Tropez liegende Cape-Flotte beschrieb der Bundesligasegler als “sehr eindrucksvoll”.

August Schram, Klassenpräsident und bekannt auch mit seinen Einsätzen im ClubSwan-50-Circuit auf der dort gleichnamigen “Stella Maris”, sagte auf dem Weg zum Gold Cup: “Ich bin unglaublich stolz darauf, Teil der hochmodernen Einheitsklasse Cape 31 zu sein und mitzuerleben, wie sich eine Rekordflotte zu unserem ersten Gold Cup in Saint-Tropez versammelt – einem der weltweit bedeutendsten Zentren des Regattasegelns.“

Replay! Der Rückblick auf den Sieg von Marcus Brenneckes 31er-Team beim “Hatari”-Debüt im Sommer in Puntaldia:

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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