52 Super Series“Platoon Aviation”-Crew mit einer Hand am Saisontitel

Tatjana Pokorny

 · 10.10.2026

"Platoon Aviation" wurde am Vorschlusstag von der Rivalin "Sled" im Kampf um den Saisontitel angegriffen. Doch die Matchrace-Attacken führten nur in einem von drei Rennen zu einem Teilerfolg.
Foto: Nico Martinez/52 Super Series
Harm Müller-Spreer und seine Crew auf “Platoon Aviation” können an diesem Wochenende die Saisonmeisterschaft in der 52 Super Series gewinnen. Auf dem Valencia-Rennkurs hielten der Hamburger Eigner und Steuermann und sein Team am Vorschlusstag den heftigen Angriffen der Rivalen auf “Sled” stand, bauten ihren Vorsprung vor der Entscheidung sogar noch aus.

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Es war vor allem der Aufwärtstrend am Freitag, mit dem sich Harm Müller-Spreer und seine Crew auf “Platoon Aviation” ihre nun sehr gute Ausgangsposition für den Finaltag der 15. Saison der 52 Super Series gebracht haben. Zunächst nur mit Rang 13 in den Vorschlusstag gestartet, konnte sich das Team um den Eigner und Steuermann und Taktiker Vasco Vascotto danach mit den Rängen 5 und 4 deutlich steigern.

Im Saisonfinale der 52 Super Series: “Sled” attackiert, “Platoon Aviation” pariert

Mehr noch als auf den spannenden Kampf ums Valencia-Event-Podium, sind in Spanien alle Augen auf den Kampf um den Saisontitel gerichtet: das Duell zwischen “Platoon Aviation” und der US-Yacht “Sled”. “Platoon Aviation” war mit einem Elf-Punkte-Vorsprung vor der im Saisonklassement zweitplatzierten “Sled” in Valencia angetreten. Nun haben Harm Müller-Spreer und sein Team ihr Polster vor dem Finaltag der 15. Saison der 52 Super Series auf 20 Zähler erhöht.

​Damit hat die “Platoon Aviation”-Crew mindestens eine Hand am Pokal, weil das “Sled”-Team das Boot unter deutscher Flagge am Freitag zwar furios angriff, die Matchrace-Taktik in den Starts aber nur im ersten der drei Rennen etwas Wirkung zeigte: Da wurde “Sled” danach im Rekordfeld der 16 TPs Elfte während “Platoon Aviation” nicht über Platz 13 hinaus kam.

​So hatte “Sled” den Vorsprung von “Platoon Aviation” im Kampf um den Saisontitel zunächst um zwei auf zehn Punkte schrumpfen können. In den weiteren beiden Freitag-Rennen aber ging es dann für “Platoon Aviation” mit den Rängen fünf und vier stark aufwärts, während “Sled” nicht über die Ränge 8 und 11 hinauskam.

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Ein schwaches und zwei starke Rennen für “Platoon Aviation”

​”Platoon Aviation”-Taktiker Vasco Vascotto sagte: “Beim ersten Start passierte etwas völlig Unerwartetes: Ein Boot hat uns quasi angegriffen, anstatt an sein eigenes Rennen zu denken. Aber das zweite und dritte Rennen sind gut gelaufen. Und ich bin glücklich, weil wir uns gegen einige der echten Legenden dieses Sports behauptet haben. Ich bin sehr stolz auf unsere Jungs.“

​’Sled’ hat sozusagen ein paar Schüsse aus ihrer Kanone abgefeuert. Und wir haben standgehalten.” Vasco Vascotto

Die letzten und entscheidenden Rennen beginnen am 10. Oktober mit dem Ankündigungssignal ab 13.30 Uhr und sind hier live zu sehen. Die letzte Startmöglichkeit liegt bei 15.30 Uhr. Dieser Zeitrahmen lässt maximal zwei Rennen möglich erscheinen. Kann “Platoon Aviation” das erste Samstag-Rennen vor “Sled” beenden, gehört der Saisonsieg der 52 Super Series zum zweiten Mal nach 2023 dem besten “Owner/Driver” der Liga vom Norddeutschen Regatta Verein in Hamburg: Harm Müller-Spreer.

Kann am Finaltag kein oder nur ein Rennen ausgetragen werden, gilt das Gleiche. Kann jedoch “Sled” ein Top-Rennen hinlegen, während “Platoon Aviation” stolpert, könnte es bei Austragung eines zweiten Laufs noch einmal spannend werden. ​”Platoon Aviation”-Taktiker Vasco Vascotto sagte vor dem Showdown am Samstag: “Es kann immer noch in beide Richtungen gehen, aber ich finde, dass Harm und die Jungs an Bord von ‚Platoon Aviation‘ fantastische Arbeit geleistet haben, indem sie ruhig geblieben sind und den richtigen Moment abgewartet haben.”

Doppelte Siegerparty beim Valencia-Finale der 52 Super Series in Sicht

Das “Sled”-Team blickte trotz schwieriger Ausgangslage kämpferisch in Richtung Entscheidung. Großsegeltrimmer Don Cowie sagte: „Ja, nun, wir haben heute für ein bisschen Feuerwerk und Action gesorgt, und es lief zeitweise gut. Wir liegen 20 Punkte zurück, also wollen wir diesen Rückstand verkürzen und wieder auf das Podium kommen – damit wären wir bei vier der fünf Veranstaltungen dieser Saison auf dem Podium.“

Im Kampf um den Event-Sieg in Valencia hatte nach sieben Rennen die italienische “Alkedo Cetilar” die Bugspitze mit 34 Punkten vor der niederländischen “No Way Back” (35 Punkte) und “Platoon Aviation” (40 Punkte). “Paprec” und “Sled” lauerten vor dem Endspurt mit jeweils 49 Zählern auf den Plätzen vier und fünf. An diesem Samstagnachmittag wird in Valencia doppelt gefeiert: Gekürt werden die Event-Sieger und die Saisonmeister.

Replay! Hier geht es zur Wiederholung der drei Freitag-Rennen vor der Entscheidung am 10. Oktober:

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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