Es war vor allem der Aufwärtstrend am Freitag, mit dem sich Harm Müller-Spreer und seine Crew auf “Platoon Aviation” ihre nun sehr gute Ausgangsposition für den Finaltag der 15. Saison der 52 Super Series gebracht haben. Zunächst nur mit Rang 13 in den Vorschlusstag gestartet, konnte sich das Team um den Eigner und Steuermann und Taktiker Vasco Vascotto danach mit den Rängen 5 und 4 deutlich steigern.
Mehr noch als auf den spannenden Kampf ums Valencia-Event-Podium, sind in Spanien alle Augen auf den Kampf um den Saisontitel gerichtet: das Duell zwischen “Platoon Aviation” und der US-Yacht “Sled”. “Platoon Aviation” war mit einem Elf-Punkte-Vorsprung vor der im Saisonklassement zweitplatzierten “Sled” in Valencia angetreten. Nun haben Harm Müller-Spreer und sein Team ihr Polster vor dem Finaltag der 15. Saison der 52 Super Series auf 20 Zähler erhöht.
Damit hat die “Platoon Aviation”-Crew mindestens eine Hand am Pokal, weil das “Sled”-Team das Boot unter deutscher Flagge am Freitag zwar furios angriff, die Matchrace-Taktik in den Starts aber nur im ersten der drei Rennen etwas Wirkung zeigte: Da wurde “Sled” danach im Rekordfeld der 16 TPs Elfte während “Platoon Aviation” nicht über Platz 13 hinaus kam.
So hatte “Sled” den Vorsprung von “Platoon Aviation” im Kampf um den Saisontitel zunächst um zwei auf zehn Punkte schrumpfen können. In den weiteren beiden Freitag-Rennen aber ging es dann für “Platoon Aviation” mit den Rängen fünf und vier stark aufwärts, während “Sled” nicht über die Ränge 8 und 11 hinauskam.
”Platoon Aviation”-Taktiker Vasco Vascotto sagte: “Beim ersten Start passierte etwas völlig Unerwartetes: Ein Boot hat uns quasi angegriffen, anstatt an sein eigenes Rennen zu denken. Aber das zweite und dritte Rennen sind gut gelaufen. Und ich bin glücklich, weil wir uns gegen einige der echten Legenden dieses Sports behauptet haben. Ich bin sehr stolz auf unsere Jungs.“
’Sled’ hat sozusagen ein paar Schüsse aus ihrer Kanone abgefeuert. Und wir haben standgehalten.” Vasco Vascotto
Die letzten und entscheidenden Rennen beginnen am 10. Oktober mit dem Ankündigungssignal ab 13.30 Uhr und sind hier live zu sehen. Die letzte Startmöglichkeit liegt bei 15.30 Uhr. Dieser Zeitrahmen lässt maximal zwei Rennen möglich erscheinen. Kann “Platoon Aviation” das erste Samstag-Rennen vor “Sled” beenden, gehört der Saisonsieg der 52 Super Series zum zweiten Mal nach 2023 dem besten “Owner/Driver” der Liga vom Norddeutschen Regatta Verein in Hamburg: Harm Müller-Spreer.
Kann am Finaltag kein oder nur ein Rennen ausgetragen werden, gilt das Gleiche. Kann jedoch “Sled” ein Top-Rennen hinlegen, während “Platoon Aviation” stolpert, könnte es bei Austragung eines zweiten Laufs noch einmal spannend werden. ”Platoon Aviation”-Taktiker Vasco Vascotto sagte vor dem Showdown am Samstag: “Es kann immer noch in beide Richtungen gehen, aber ich finde, dass Harm und die Jungs an Bord von ‚Platoon Aviation‘ fantastische Arbeit geleistet haben, indem sie ruhig geblieben sind und den richtigen Moment abgewartet haben.”
Das “Sled”-Team blickte trotz schwieriger Ausgangslage kämpferisch in Richtung Entscheidung. Großsegeltrimmer Don Cowie sagte: „Ja, nun, wir haben heute für ein bisschen Feuerwerk und Action gesorgt, und es lief zeitweise gut. Wir liegen 20 Punkte zurück, also wollen wir diesen Rückstand verkürzen und wieder auf das Podium kommen – damit wären wir bei vier der fünf Veranstaltungen dieser Saison auf dem Podium.“
Im Kampf um den Event-Sieg in Valencia hatte nach sieben Rennen die italienische “Alkedo Cetilar” die Bugspitze mit 34 Punkten vor der niederländischen “No Way Back” (35 Punkte) und “Platoon Aviation” (40 Punkte). “Paprec” und “Sled” lauerten vor dem Endspurt mit jeweils 49 Zählern auf den Plätzen vier und fünf. An diesem Samstagnachmittag wird in Valencia doppelt gefeiert: Gekürt werden die Event-Sieger und die Saisonmeister.

Freie Reporterin Sport
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