Liebe Leserinnen und Leser,
bald 120 Jahre ist es her, dass die YACHT zum ersten Mal erschien. Am 15. Juli 1904 ging die „Illustrierte Zeitschrift für Yachtwesen, Wassersport, Reisen, Motor- und Schiffbau“ erstmals in den Verkauf – für damals 50 Pfennige. Die Nummer 1, von der in unserem Redaktionsarchiv noch genau ein Exemplar existiert, hatte 30 Seiten und war mit 25 Fotos und einem ganzseitigen Gemälde illustriert.
Das „Vergnügungssegeln“, wie die Kollegen von einst unser liebstes Hobby so schön beschrieben, war damals noch den Wohlhabenden vorbehalten und die Zahl privater Yachten sehr überschaubar. Doch der Segelsport löste bereits allenthalben Bewunderung aus.
Unter anderem dank des America’s Cup, der bereits mehr als 50 Jahre vor der ersten YACHT-Ausgabe Premiere hatte. Und der seither in steter Unregelmäßigkeit Garant ist für seglerische Höchstleistungen, aber auch für großes Spektakel, Dramen und skandalträchtige Schlagzeilen. In diesem Jahr dürfen wir uns auf ein weiteres aufregendes Kapitel im Kampf um die berühmte Silberkanne freuen.
Auch Joshua Slocum löste bereits einige Jahre vor der ersten YACHT-Ausgabe eine Welle der Begeisterung aus. Der kanadische Berufsseemann segelte mit seiner „Spray“ von 1895 bis 1898 einhand 46.000 Seemeilen um die Welt, und das sogar entgegen der vorherrschenden Windrichtung. Ohne GPS, modernes Ölzeug und jegliche Art der Kommunikation – eine heute unvorstellbare Leistung! Und welch grandioser Stoff für spannende Meldungen, Porträts und Hintergrundgeschichten in gedruckter Form.
Was hat sich die Zeit doch gewandelt. Heute fliegen America’s Cupper auf messerscharfen Foils mit 80 Stundenkilometern über die Regattabahn, bewegt von Athleten, die eingepackt in Prallschutzweste, Helm, Skibrille und Funktionskleidung eher an moderne Gladiatoren erinnern, als an Segler. Und auch unser Fahrtensegeln geht längst einher mit Schiffsdiesel und oftmals ausgefeilter Elektrik. Plotter, GPS und Autopilot sind uns ans Herz gewachsen.
Mindert das den Spaß am Sport, an der Fortbewegung mit dem Wind? Keinesfalls.
Gleiches gilt für die Art und Weise, wie wir uns heute über die weite Welt des Segelns informieren: Es sind andere, aber nicht minder spannende Geschichten, über die wir 120 Jahre nach der Erstausgabe der YACHT schreiben. Unverändert hingegen ist unser Bestreben, Sie liebe Leserinnen und Leser, in die vielfältige und spannende Welt des Segelns zu entführen. Und das machen wir mit unserem Redaktionsteam bestehend aus Experten voller Leidenschaft. Jeden Tag.
Heute erscheint „Europas größtes Segelmagazin“ 25 Mal im Jahr und umfasst im Schnitt 116 Seiten – 2.900 Seiten pro Jahr! Hinzu kommt unser viersprachiges Online-Portal yacht.de, das Sie tagesaktuell über alle relevanten Segelnews informiert und das Ihnen vielfältige Hintergrundanalysen, Testberichte oder Revierführer liefert.
Als regelmäßiger yacht.de-Nutzer werden Sie bemerkt haben, dass sich etwas verändert hat. Seit Kurzem bieten wir Ihnen beim Anklicken eines Artikels ein YACHT-Premium-Paket an. Das hat seinen Grund: Immer mehr Leser wechseln von der gedruckten zur digitalen YACHT oder möchten von Beidem profitieren. Das freut uns enorm.
Denn auf der anderen Seite freuen auch wir uns auf die vielen neuen Möglichkeiten, die sich uns bieten, noch mehr, noch schneller und in unterschiedlichster Form (Artikel, Fotogalerien, Videos, Podcasts etc.) hochwertige, erstklassige und relevante Segelinhalte zu produzieren.
Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung.
Für 2,49 Euro pro Woche werden Sie Premium-Abonnent und profitieren doppelt: Denn neben dem Zugriff auf alle YACHT-Inhalten lesen Sie weitgehend werbefrei. Sind Sie ohnehin YACHT- Abonnent, können Sie sich mit Ihren Daten einloggen, und unsere Digitalinhalte stehen ihnen sofort und vollumfänglich zur Verfügung. Für den Preis eines Espresso gibt es die ganze Bandbreite des Segelsports aufs Tablet oder Smartphone. Jederzeit und tagesaktuell.
Wenn Sie, wie ich, weiterhin Fan einer gedruckten Lektüre sind, empfehle ich Ihnen unser Jahres-Abo: Hierin ist neben den 25 Print-Ausgaben der Zugang zu allen E-Paper-Ausgaben sowie zum Premium-Paket enthalten. Noch kein Abonnent? Dann hier entlang: YACHT | Delius Klasing SHOP (delius-klasing.de).
Auch wenn die Zeiten sich wandeln, Segeln ist und bleibt die schönste Sache der Welt! Die zweitschönste ist, darüber zu lesen.
Wenn Sie redaktionelle Anregungen und Wünsche für uns haben, immer her damit. Sie erreichen uns unter mail@yacht.de. Wir freuen uns auf den Austausch.
Genießen Sie Ihr Wochenende, hoffentlich auf dem Wasser!
YACHT-Chefredakteur
Der Yacht Newsletter fasst die wichtigsten Themen der Woche zusammen, alle Top-Themen kompakt und direkt in deiner Mail-Box. Einfach anmelden:
Erst der Foil-Schaden, dann gebrochene Rumpfverstärkungen und nun ein Riss im Großsegel. Zwei neue Videos zeigen, wie Team Malizia den IMOCA vor der Route du Rhum repariert und weiterentwickelt.
Die Unterelbe verschlickt, Zeitfenster schrumpfen und Häfen werden schwer erreichbar. Mit flachen Booten und selbst gebauten Schlickmaschinen kämpfen Segler um ihr Revier.
Ein Drehflügelpropeller, der die Steigung während der Fahrt selbst verändert: Was Max Props Modell Max Bianchi beim Motoren und Motorsegeln leisten soll.
Seit mehr als 40 Jahren segelt die „Thor Heyerdahl“ durch die Weltmeere. YACHT-Redakteur Fabian Boerger erklärt, warum das Traditionsschiff relevant ist.
Ein Rettungsschwimmer befreit einen Segler aus einer teilweise überfluteten Yacht vor Kalifornien. Warum die Hurrikansaison 2026 zwischen Atlantik und Pazifik so unterschiedlich verläuft.
Fünf Blauwasseryachten, fünf Konzepte: Boréal 56, Kraken 58, Pure 49, Stem 50 und Breehorn 55 zeigen ihre Stärken und Schwächen auf Langfahrt.
Die Pegelstände im Zürichsee liegen unter dem bisherigen Niedrigwasserrekord. Weil seine Segelyacht im flachen Wasser festzusitzen und zu kippen drohte, ließ ein 65-jähriger Eigner sein Boot mit einem Helikopter ausfliegen. Die Aktion kostete rund 2000 Franken zeigt, wie sehr der außergewöhnlich niedrige Wasserstand die Schifffahrt inzwischen beeinträchtigt.
Erneut schlagen Diebe am Wieltsee zu: Sie entwenden zwei Boote und demontieren schwere Außenbordmotoren. Es ist bereits der vierte Vorfall innerhalb von drei Monaten.
Schmale Taille, Mahagonirumpf und elegante Überhänge: Die von Olle Enderlein entworfene Arietta 31 setzt auf ausgewogene Linien und Seetüchtigkeit statt auf maximalen Wohnraum. Als Vorläufer späterer skandinavischer Fahrtenboote ist sie heute ein interessanter Klassiker für Segler, die ein traditionelles, kompaktes Fahrtenboot suchen.
Pilothouse, Teakholzausbau und ein ungewöhnlich gut zugänglicher Technikkanal: So funktioniert die Breehorn 55 unter Deck und diese Kompromisse bleiben.
Der Yacht Newsletter fasst die wichtigsten Themen der Woche zusammen, alle Top-Themen kompakt und direkt in deiner Mail-Box. Einfach anmelden:
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.