RiggtrimmAchterstag: Spannersysteme verstehen und optimieren

Hauke Schmidt

 · 03.03.2019

Riggtrimm: Achterstag: Spannersysteme verstehen und optimierenFoto: Amme, Michael

Das Achterstag steuert Vorstagsspannung und Mastbiegung. Damit wird es zum wichtigen Trimmutensil. Welche Systeme es gibt und wie sie sich verbessern lassen

Kaum eine Trimmfunktion kann das Segelverhalten einer Yacht so stark verändern wie die Einstellung des Achterstags. Selbst auf toppgetakelten Booten mit ihren wenig trimmfreundlichen Riggs hat eine Änderung der Achterstagsspannung komplexe Änderungen der Segelprofile zur Folge.

Erhöht man die Spannung am Heck, so steigt auch der Zug auf das Vorstag. Das wiederum hat zur Folge, dass das Vorliek der Genua weniger stark durchhängt. Die Profiltiefe des Segels nimmt ab, und die Anströmkante wird flacher. Derart getrimmt, erzeugt das Vorsegel nicht nur weniger Krängung, es lässt sich auch höher am Wind segeln, wobei allerdings genauer gesteuert werden muss.

Ganz nebenbei funktioniert die Rollreffanlage umso besser, je weniger das Vorstag durchhängt. Gerade bei starkem Wind sollte das Achterstag also möglichst gut dichtgesetzt sein. Umgekehrt sorgt geringere Achterstag­s­spannung für ein volleres Vorsegel, das bei leichtem und mittlerem Wind besser durch die Welle zieht mit einfacherem Steuern an der Kreuz, da die Anströmkante runder ist und die Strömung weniger schnell abreißt – eine Einstellung, die auch für das Steuern durch den Autopiloten Vorteile bringt

7/8- oder 9/10-Takelungen sprechen noch besser an, denn dort wird nicht nur das Vorsegel am Heck getrimmt. Allerdings stellt jeder Riggtyp andere Ansprüche an die Belastbarkeit des Achterstagsspanners.

Welches System für die jeweilige Takelung am besten geeignet ist und wie sich die bestehenden Trimmeinrichtungen verbessern lassen, lesen Sie in YACHT 6/2019. Das Heft ist ab sofort im Zeitschriftenhandel oder als Digitalausgabe erhältlich.

Meistgelesene Artikel