AusrüstungBeleuchtung an Bord per Plotter und Smartphone steuern

Michael Rinck

 · 19.01.2024

Ausrüstung: Beleuchtung an Bord per Plotter und Smartphone steuernFoto: Hersteller
Die OceanBridge integriert die Beleuchtung ins Netzwerk
Digital Switching zum Nachrüsten: Die beiden Hersteller OceanBridge und Lopolight bringen Licht ins Dunkle. So gelingt die Integration von Beleuchtung ins Bordnetzwerk

OceanLED hat ein Interface herausgebracht, mit dem sich die Beleuchtung an Bord in das NMEA-2000-Netzwerk integrieren lässt. OceanBridge ist die Verbindung zwischen Lampen und Plotter oder Smartphone. So sollen sich bis zu zehn Beleuchtungszonen und Lichtszenen programmieren lassen. Der kleine graue Kasten kann bis zu 64 Leuchten gleichzeitig steuern. Durch den zusätzlichen Einsatz spezieller Splitter sollen sogar bis zu 150 möglich sein.

OceanBridge hat auch Wlan, so kann der Zugriff auf die Beleuchtung zusätzlich über Smatphones oder Tablets erfolgen. Mit Leuchten aus der OceanLED-Produktpalette sind dann auch Farbübergänge, Helligkeitswechsel und Synchronisation mit Musik möglich. Außerdem können bestimmte Lichtmodi auch abhängig von der Tageszeit gewechselt werden. Das ist etwa praktisch, wenn für die Nachtfahrt automatisch Positionslichter und Rotlicht in der Navi eingeschaltet werden.

OceanBridge misst 210 mal 91 mal 65 Millimeter und wiegt 490 Gramm. Das Gehäuse ist nach IP66 wasserdicht und für 12 sowie 24 Volt geeignet. Die Installation soll laut Hersteller schnell und einfach erledigt sein. Kompatibel sind Plotter von Garmin, Simrad, B&G, Lowrance, Raymarine und Furuno. Der Preis beträgt 800 Euro.


Control Hub von Lopolight

yacht/mets2023-lopolight-control-hub-hsc-pb160631_00ed0b0a85a961f6ddef1e08b933e42cFoto: Hauke Schmidt

Ebenfalls zur Integration der Beleuchtung ins Bordnetzwerk hat Lopolight sein Control Hub auf der Mets 2023 in Amsterdam vorgestellt. Damit lassen sich Positionslaternen, Decks- und Innenbeleuchtung sowie andere Verbraucher vom Plotter aus steuern und überwachen. Die 15 mal 15 Zentimeter messende Einheit bietet 16 Ausgänge mit je zwei Ampere Schaltleistung. Derzeit ist der Hub mit Multifunktionsdisplays von Raymarine und Garmin kompatibel. Verbindung zum Plotter erfolgt per Ethernetkabel. Preis: rund 1.000 Euro.


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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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