AppSeanturion warnt bei Yacht-Diebstahl und überwacht Batterien

David Ingelfinger

 · 30.08.2026

Der Seanturion CORE Hub überträgt per Mobilfunk GPS-Position, Bilgendaten und Batteriespannung direkt ans Smartphone. Die Batterie- und Standortüberwachung funktioniert dabei ohne zusätzlichen Sensor.
Foto: Reinhold Quast

Themen in diesem Artikel

Der Hersteller Seanturion hat ein Fernüberwachungssystem für Yachten vorgestellt. Der CORE Hub soll den Wasserstand in der Bilge, die Luftfeuchtigkeit an Bord und die GPS-Position in Echtzeit überwachen. Alle Informationen sind anschließend direkt über eine App abrufbar.

Viele Eigner kennen das etwas mulmige Gefühl, die eigene Yacht im Hafen zurückzulassen. Wer weiter weg wohnt und nicht regelmäßig am Liegeplatz vorbeischauen kann, hat über mehrere Wochen keinen Überblick darüber, was gerade an Bord vor sich geht. Abhilfe soll der CORE-Hub von Seanturion mit dem zugehörigen App-Abo schaffen.

Das Gerät wird fest im Boot eingebaut. Es nutzt mobile Daten und schickt alle Informationen automatisch in eine Cloud, auf die der Nutzer über eine App ortsunabhängig zugreifen kann. Zudem lassen sich eigene Grenzwerte festlegen. Werden diese über- oder unterschritten, schlägt das System Alarm und schickt eine Meldung per Push-Nachricht oder E-Mail.

Kompliziertes Kostenmodell

Die Kosten teilen sich in zwei Bereiche auf. Mit dem Hardware-Kauf erwirbt man den Hub, das physische Gerät zum Einbau. Das Abo deckt den Rest ab: Cloud-Zugang, App-Nutzung und die mobile Datenverbindung inklusive SIM-Karte. Zusätzliche Kosten für den Internetzugang fallen laut Hersteller nicht an.

Anders sieht das bei den Sensoren aus, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Bis auf das GPS und die Batteriespannung, welche der Hub direkt erfasst, kosten alle weiteren Messsysteme extra. Das Bordgerät misst die Spannung von bis zu drei Batterien gleichzeitig und schlägt Alarm, wenn ein Grenzwert unterschritten wird. Ladezustand oder Verbrauch berechnet es dabei nicht.

Zusatzsensoren

Seanturion bietet drei optionale Sensoren im eigenen Shop an. Einen Schwimmerschalter für die Bilge für 30 Euro, ein Thermometer für Motorraum oder Batteriefach für 25 Euro und den „BLE EYE“ Sensor für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bewegungsänderungen für ebenfalls 30 Euro. Wer alle drei Systeme samt Bordgerät kauft, zahlt für die Hardware mindestens 210 Euro.

Der Hub sammelt die Daten aller angeschlossenen Sensoren und überträgt sie automatisch an die App. Dort laufen die Werte in Echtzeit zusammen. Wird der Empfang unterbrochen, werden alle Daten lokal abgespeichert. Sobald die Verbindung wieder hergestellt ist, lädt er die Messergebnisse automatisch in die Cloud hoch. Die App zeigt in der Zwischenzeit den zuletzt übertragenen Status an.

Was das Paket kostet

Das CORE-Paket gibt es in zwei Varianten. Das Sechs-Monats-Paket kostet 205 Euro. Darin stecken das Bordgerät CR-HB01 im Wert von 125 Euro und ein halbjähriges Abo für 80 Euro. Das Jahrespaket mit derselben Hardware kostet 245 Euro netto. Monatliche Abos bietet Seanturion nicht an.

Der Hub überträgt Daten per 4G und 2G. Für Eigner mit einem Liegeplatz in einem Hafen mit stabiler Mobilfunkabdeckung reicht das völlig aus. Wer sein Boot auch weit abseits der Küste im Blick behalten will, braucht den Vision Hub. Dieser verfügt dann auch über eine Satellitenverbindung, ist jedoch deutlich teurer.


Das könnte Sie auch interessieren:


Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

Meistgelesen in der Rubrik Ausrüstung