Messe Interboot FriedrichshafenBoote, Trends und Wassersport zum Ausprobieren

Michael Good

 · 16.09.2026

Messe Interboot Friedrichshafen: Boote, Trends und Wassersport zum AusprobierenFoto: Messe Friedrichshafen
Neue Boote, alternative Antriebe und ein umfangreiches Erlebnisprogramm: Vom 23. bis 27. September zeigt die Interboot in Friedrichshafen die Trends der kommenden Wassersportsaison. Für Segler stehen neben den ausgestellten Yachten und Jollen auch Vorträge, Workshops und Probeschläge auf dem Bodensee auf dem Programm.

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​Die Interboot gibt auch in diesem Jahr erste Einblicke in die Trends der kommenden Saison. Die traditionelle Wassersportausstellung in Friedrichshafen findet erneut über lediglich fünf Messetage statt. Dieses verkürzte Format war bereits in den vergangenen Jahren auf Zuspruch beim Publikum und bei den Ausstellern gestoßen.

Vom Mittwoch, 23. September, bis Sonntag, 27. September, präsentiert sich die Interboot in acht Messehallen, auf dem Messe-See und im Interboot-Hafen. Neben den ausgestellten Booten und der Ausrüstung setzt die Messe verstärkt auf praktische Angebote, Beratung und Möglichkeiten, den Wassersport selbst auszuprobieren.

​Segelboote, Ausrüstung und Beratung in Halle A3

Die Besucher können sich wieder auf eine breite Auswahl ausgestellter Boote freuen. Segelyachten und Jollen sowie Ausrüster sind wie gewohnt vor allem in den Hallen A3 und A4 zu finden. In Halle A3 dreht sich zudem vieles um maritime Reisen, Charter und Törnplanung. Eine kostenlose Charter- und Törnberatung soll sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Seglern bei der Auswahl von Revieren und der Vorbereitung ihrer nächsten Reise helfen.

Zahlreiche Vorträge und Workshops auf der Aktionsbühne in Halle A3 ergänzen das Angebot. Im Interboot-Hafen am Bodensee werden darüber hinaus verschiedene Segel- und Motorboote im Wasser gezeigt. Bei Probeschlägen und Testfahrten können Besucher einige der ausgestellten Modelle selbst erleben. Dazu kommen die „Tage des Segelns“ des Deutschen Segler-Verbandes.

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​Neue E-Boat Area und praktisches Refit-Center

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem ressourcenschonenden Wassersport. In der neuen E-Boat Area in Halle B2 präsentieren verschiedene Anbieter elektrisch angetriebene Boote sowie alternative Antriebssysteme. Das Angebot reicht vom kleinen Angelboot mit E-Motor bis zum schnellen Foiler aus Kohlefaser. Dabei sollen Leichtbau, effiziente Rumpfformen und moderne Batteriesysteme zeigen, wie sich der Energiebedarf auf dem Wasser reduzieren lässt.

Für Segler dürfte insbesondere das neue Refit-Center in Halle A4 interessant sein. Dort zeigen Fachleute praxisnah, wie sich ältere Boote pflegen, reparieren und möglichst lange erhalten lassen. Das Programm reicht von der Behandlung typischer GFK-Schäden und der fachgerechten Bootslackierung bis zur Reparatur von Decksbelägen. Auch moderne Verfahren wie 3D-Scan und 3D-Druck werden vorgestellt. Damit lassen sich beispielsweise Ersatzteile nachfertigen, die für ältere Boote nicht mehr erhältlich sind. In mehreren Workshops können die Besucher selbst Hand anlegen.

​Frauen im Segel- und Wassersport

Mit mehreren prominenten Gästen rückt die Interboot außerdem Frauen im Wassersport in den Mittelpunkt. Die Olympionikin Alina Kornelli bietet am Messewochenende Pumpfoil-Kurse auf dem Messe-See an und berichtet in Vorträgen über ihren Weg im Leistungssport.

Ebenfalls zu Gast sind die 49erFX-Seglerinnen und Junioren-Europameisterinnen Elena Stoltze und Katharina Schwachhofer. Sie geben Einblicke in ihr Training und ihre Regatten und wollen insbesondere Mädchen und Frauen für den Segelsport begeistern. Dazu findet im Interboot-Hafen erneut ein kostenloses Motorboot-Fahrtraining speziell für Frauen statt.

​Shows und Mitmachangebote

Über die klassischen Messethemen hinaus wird das Erlebnisprogramm weiter ausgebaut. In Halle A5 kehrt die stehende Welle zurück, außerdem können sich Besucher im Skimboarding versuchen. Auf dem Messe-See sind Vorführungen, Shows und ein länderübergreifender Kanu-Wettbewerb geplant. Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treten dabei mit selbst gebauten Kanus an, die von Akkuschraubern angetrieben werden.

Am Freitag und Samstag gastiert zudem die International Ocean Film Tour auf der Messe. Parallel zur Interboot findet vom 24. bis 27. September in Halle B5 die Tauchmesse InterDive statt. Beide Veranstaltungen können mit demselben Eintrittsticket besucht werden.

​Öffnungszeiten und Preise

Termin: Die Interboot findet von Mittwoch, 23. September, bis Sonntag, 27. September 2026 statt. Von Mittwoch bis Samstag sind die Messehallen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.
Preise: Tageskarten für Erwachsene kosten im Online-Ticketshop 18 Euro, an der Tageskasse 22 Euro. Das Nachmittagsticket ist am Mittwoch, Donnerstag und Freitag ab 15 Uhr erhältlich und kostet 9 Euro online beziehungsweise 11 Euro an der Kasse. Am Sonntag gibt es ab 14 Uhr ein „Last-Chance-Ticket“ zu denselben Preisen.
Weitere Informationen: interboot.de

Die Neuheiten auf der Messe Interboot:

​Saffier SE 28 Leopard

yacht/100235927_cafde8bd349c9d59e6c542960733749dFoto: Saffier Yachts / Laurens Morel

Vielseitig und konsequent auf eine einfache Bedienung ausgelegt. Die Neue von Saffier ist Daysailer, Clubracer und Weekender in einem.
Lüa 8,40 m; Breite 2,70 m; ab 136.255 Euro

​Sunbeam 29.1 mit Schwenkkiel

Sunbeam 29.1 

Test auf dem AtterseeFoto: YACHT / Nico Krauss

Nicht nur für den Bodensee interessant: Die Yachtbauer in Österreich zeigen auf der Interboot erstmals ihre 29.1 in der Version mit Schwenkkiel.
Lüa 8,50 m; Breite 2,49 m; ab 141.600 Euro

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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